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Eine Impfung gegen Coronaviren hat die Firma Biontech entwickelt Studio Romantic / Shutterstock.com

Das bedeutet eine Corona-Impfung für dich

Corona-Impfung Die Fakten zu den Impfstoffen gegen Covid-19

Gesund durch die Corona-Krise Die Corona-Impfungen sind im Gange. Was du über den Ablauf und die Impfstoffe wissen musst, und ob du mit der Impfung wieder dein soziales Leben aufnehmen kannst, erfährst du hier

(Dieser Artikel wurde am 28.04.2021 aktualisiert.)

Seit dem 27. Dezember 2020 wird nun auch in Deutschlad gegen das Coronavirus geimpft. Doch mit der Hoffnung, dass der Beginn der Impfungen das Ende der Pandemie einleitet, wachsen auch die Fragen.

Viele möchten wissen, wie sicher die in Deutschland jetzt zugelassenen Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna, AstraZeneca und Johnson & Johnson sind, wann man selbst geimpft werden kann, ob sich auch Schwangere impfen lassen sollten – und ob man danach mit anderen Geimpften endlich wieder Party machen darf. Wir haben die Antworten.

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Warum haben manche Bedenken gegen die Impfung?

Normalerweise dauert es Jahre, bis ein Impfstoff entwickelt und zugelassen wird. Mit der Arbeit an Impfstoffen gegen Covid-19 begannen Forscher jedoch erst im Februar 2020 – und bereits am 21.12.2020 wurde der Corona-Impfstoff des Mainzer Impfstoffherstellers Biontech und seines US-Partners Pfizer zugelassen, der des US-Unternehmens Moderna folgte am 6.1.2021, der britisch-schwedische Impfstoff von AstraZeneca am 20.1.021, der von Johnson & Johnson am 11.3.2021. Alles Entwicklungen in Rekordzeit.

Einige Deutsche fürchten, dass so schnell entwickelte und zugelassene Impfstoffe größere Risiken und starke Nebenwirkungen bedeuten und womöglich Krankheiten bis hin zu Genmutationen auslösen könnten.

Sind die Bedenken berechtigt?

Nein. Dazu stellt die Bundesregierung auf ihrer Website klar, dass bei den Corona-Impfstoffen die gleichen hohen Qualitätsstandards gelten wie bei anderen Impfstoffentwicklungen.

Im Gegensatz zu den Briten, die eine Impfung gegen Corona per Eilzulassung bereits Mitte Dezember 2020 genehmigt haben, muss in Europa eine Zulassung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA (European Medicines Agency) erfolgen und keine der drei für eine Impfstoff-Zulassung notwendigen Prüfphasen darf übersprungen werden. Nur da Großbritannien nicht mehr zur EU gehört, konnte dort ein Sonderweg beschritten werden.

Wie sicher ist ein so schnell entwickelter Corona-Impfstoff?

Dass es bei Corona-Impfstoffen so schnell zu Zulassungen gekommen ist, liegt daran, dass noch nie so viel Geld in eine Impfstoffentwicklung investiert wurde, man bereits auf einiges Know-How zurückgreifen konnte und die Studien ohne Zeitverzögerungen zum Teil parallel und im großen Stil durchgeführt wurden, erklärt Prof. Dr. Marylyn Addo, Leiterin der Infektologie am Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf.

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), das in Deutschland die Prozesse der Prüfung und Bewertung von Impfstoffen überwacht, bestätigt in einer Stellungnahme, dass nur Impfstoffe eine Zulassung erhalten, deren Nutzen eindeutig die Risiken überwiegen. Zudem werde jeder Impfstoff auch nach der Zulassung weiter streng kontrolliert und bewertet, um seltene Nebenwirkungen zu erfassen. So sind bei den Impfungen in England bei zwei hochgradigen Allergikern starke Nebenwirkungen beobachtet worden, deshalb wird Menschen mit starken Allergien erst einmal von einer Impfung abgeraten.

Welche Prüfphasen müssen Impfstoffe durchlaufen?

Im ersten Schritt werden Impfstoffe an Tieren erprobt, anschließend wird er an freiwilligen Probanden in 3 Phasen getestet:

  • Phase I: Dabei wird der Impfstoff an maximal 100 gesunden Menschen auf seine Dosis, Verträglichkeit und Immunabwehrreaktion erprobt.
  • Phase II: Dosis, Verträglichkeit und Immunabwehrreaktion werden an einer größeren Anzahl von Freiwilligen getestet.
  • Phase III: Jetzt erproben mehrere Tausend bis mehrere Zehntausend Menschen den Impfstoff. Im Alltag soll sich zeigen, ob der Impfstoff wirklich vor einer Infektion schützt, sprich: eine Immunreaktion ausbildet, sicher ist und welche seltenen Nebenwirkungen möglich sind.

Im Falle der Impfstoff-Entwicklungen gegen Coronaviren wurden die klinischen Ergebnisse jeder Phase von Anfang an gleich an die EMA in Amsterdam übermittelt und dort sofort bearbeitet. Normalerweise müssen dafür erst alle für einen Zulassungsantrag notwendigen Daten vorhanden sein. "Rolling-Review" wird dieses parallele Verfahren genannt. Es hat viel Zeit gespart und dazu beigetragen, dass eine schnellstmögliche Zulassung erfolgen konnte.

Welche Nebenwirkungen können bei der Corona-Impfung auftreten?

Bei keiner Impfung kann man Nebenwirkungen ausschließen, so die Informationen der Ständigen Impfkommission (Stiko) des Robert Koch-Instituts (RKI). Zu erwarten sind leichte Rötungen, Schwellungen und Schmerzen an der Einstichstelle – wie bei anderen Impfungen auch. Seltener sind Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Aber auch darüber brauchst du dir keine Gedanken zu machen: Solche Symptome zeigen an, dass sich dein Körper mit dem Impfstoff aktiv auseinandersetzt und einen wirksamen Schutz gegen den Erreger aufbaut, so Medizinerin Addo.

Wer in Deutschland zu den ersten gehört, der sich mit den offiziell zugelassenen Impfstoffen impfen lässt, die Erste / der Erste ist er nicht. So haben über 70.000 Probanden allein an den klinischen Vergleichsstudien der beiden Impfstoffe von Biontech und Moderna teilgenommen.

Sprecher des Mainzer Unternehmens Biontech meldeten, dass etwa 3,8 Prozent ihrer Probanden über Müdigkeit und 2 Prozent über kurzzeitige Kopfschmerzen berichteten. Bei den ersten Impfungen in England zeigten nur zwei starke Allergiker verstärkte Symptome auf den Impfstoff. Laut dem US-Impfstoffhersteller Moderna klagten die Probanden des Moderna-Impfstoffs über Abgeschlagenheit (9,7 Prozent), Muskelschmerzen (8,9 Prozent), Gelenkschmerzen (5,2 Prozent) und Kopfweh (4,5 Prozent). Mit AstraZeneca-Vakzinen Geimpfte berichteten von ähnlichen Nebenwirkungen, vom allem Kopfschmerzen wurden häufiger genannt.

Wie hoch ist das Thrombose-Risiko nach einer Impfung mit AstraZeneca und Johnson & Johnson?

Da es zu einer auffälligen Häufung von Thrombosefällen im Zusammenhang mit dem Impfstoff von AstraZeneca gekommen ist, hatten einige Länder und auch Deutschland die Impfungen mit diesem Impfstoff vorübergehend ausgesetzt. Bei Thrombosen handelt es sich um Blutpfropfen, die sich in den Venen bilden und sie verstopfen können. Mögliche Folgen solcher Gefäßverschlüsse sind ein Schlaganfall, Herzinfarkt oder eine Lungenembolie.

Auch bei dem Impfstoff von Johnson & Johnsonn kann es in äußerst seltenen Fällen zu Blutgerinseln kommen: So sind in den USA nach rund 7 Millionen Impfungen 8 Fälle mit Thrombosen aufgetreten. Die erneute Überprüfung durch die EMA ergab jedoch, dass der Nutzen der Impfung weit größer ist als das Risiko. Laut der EMA traten die allermeisten Fälle Hirnvenenthrombosen auf bei Frauen unter 60 Jahren innerhalb der ersten 3 Wochen nach der Impfung auf. Deswegen wird AstraZeneca jetzt in Deutschland hauptsächlich Menschen über 60 Jahren verimpft.

Wie bei jeder Impfung und jedem medizinischen Eingriff gilt auch bei Corona-Impfungen: 100-prozentige Sicherheit gibt es nie. Ein Restriskio bleibt immer, als einer unter Hunderttausenden eine schwere Nebenwirkung zu entwickeln. Das sind die möglichen gefährlichen Langzeitfolgen einer Covid-19-Erkrankung.

Sind Langzeit-Impfschäden zu befürchten?

Das ist logischerweise nicht zu 100 Prozent absehbar. Verunsicherung bereitet vielen Menschen, dass die Impfstoffe von Biontech und Moderna auf mRNA-Basis arbeiten, denn das Verfahren gilt als noch recht neu.

Aber so ganz neu sind diese Impfstoffe auch nicht. Seit 2013 wird mit diesem Impfstoff-Typ experimentiert und er wurde bereits an Menschen getestet, zum Beispiel im Kampf gegen Grippe, das Zika-Fieber oder Tollwut.

Wie funktioniert ein mRNA-Impfstoff?

mRNA steht für "messenger Ribonukleinsäuren". RNA ist, vereinfacht gesagt, ein Molekül, das in den Zellen genetische Informationen in Proteine umsetzt. Es gibt verschiedene RNA-Typen. Die spezielle mRNA, also messenger-RNA, übersetzt: Boten-RNA, fungiert in deinem Körper als Informationsüberträger.

Bei der Impfung mit einem künstlich hergestellten mRNA-Molekül wird der Bauplan für die Oberflächenproteine von SARS CoV2 in abgeschwächter Form in den Muskel und damit in die Körperzellen eingeschleust. Dort wird der Bauplan des Coronavirus "gelesen". Auf diese Weise wird der Körper mit dem neuen Protein in einer abgeschwächten Version vertraut gemacht. Da unser Immunsystem es jedoch als fremd erkennt, entwickelt es eine Immunantwort in Form von Antikörpern und T-Zellen, die für das immunologische Gedächtnis zuständig sind. Kommen wir mit dem echten Erregen künftig in Kontakt, kann unsere Körper schnell Abwehrzellen bilden und uns so von einer Erkrankung bewahren.

Birgt der mRNA-Impfstoff Gesundheits-Gefahren für mich?

Die meisten, die dem Impfstoff skeptisch gegenüber stehen, fürchten, künstliche mRNA könne das Erbgut verändern. Dem widerspricht PEI-Präsident Klaus Cichutek: Es gebe eine klare Datenlage zu RNA-Impfstoffen, nach der diese das Erbgut von Menschen nicht verändern könnten. Das sei schon deshalb nicht möglich, da die bei der Impfung applizierten Bestandteile des Coronavirus aufgrund der unterschiedlichen chemischen Strukturen von RNA und dem Erbgut (DNA) eine Integration unmöglich mache.

Da die mRNA-Moleküle instabil sind und schnell abgebaut werden, wird zudem die Wahrscheinlichkeit als gering eingeschätzt, dass fehlgeleitete Moleküle anderswo im Körper Schaden anrichten könnten. Die kurze Haltbarkeit der mRNA-Moleküle ist übrigens auch der Grund, warum die Impfung mit dem Biontech-Impfstoff nach etwa 21 Tagen wiederholt werden muss.

Wie funktioniert der Vector-Impfstoff?

Bei den Impfstoffen von AstraZeneca und Johnson & Johnson handelt es sich dagegen um Vektor-Impfstoffe. Das sind Impfstoffe, die mit Hilfe eines Trägervirus funktionieren. Der Impfstoff besteht also aus einem harmlosen Virus, im Fall von AstraZeneca einem für Menschen harmlosen Erkältungsvirus von Schimpansen, bei dem von Johnson & Johnson um das humane Adenovirus 26.

Dort hinein wird ein kleiner Teil des Erbguts (DNA), der Bauplan für die Eiweiße auf der Oberfläche des Coronavirus, eingebaut und so in den Körper transportiert. Die Körperzellen nehmen die Vektoren auf, lösen eine Reihe von Prozessen aus und stellen für eine kurze Zeit Spike-Proteine des Coronavirus her, die sich an der Oberfläche des Coronavirus befinden. Wichtig: Das sind keine Coronaviren. Das Immunsystem wird so angeregt, Antikörper und T-Zellen gegen das Corona-Protein zu bilden. Kommen geimpfte Personen zu einem späteren Zeitpunkt mit Coronaviren in Kontakt, sind diese dem Immunsystem bereits bekannt. Die trainierten Abwehrkräfte können sie schnell erkennen und zügig gezielt bekämpfen.

Wie bei den Impfstoffen von Biontech und Moderna sind bei AstraZeneca 2 Impfungen zur vollständigen Immunisierung notwendig, bei dem Vakzin von Johnson & Johnson reicht eine Spritze aus.

Warum ist der AstraZeneca-Impfstoff so umstritten?

Eine Problem bei dem Impfstoff von AstraZeneca anfangs war, dass in den Studien nicht ausreichend Menschen über 65 Jahren einbezogen worden waren. Deshalb wurde er in Deutschland erst nur für unter 65-Jährige zugelassen. Inzwischen haben Studien nachgewiesen, dass er sehr gut für ältere Menschen verträglich ist. Auch in Großbritannien, wo der AstraZeneca-Impfstoff seit Dezember 2020 genauso für alte wie für junge Menschen eingesetzt wird, wurden keine vermehrten Nebenwirkungen bei den älteren Geimpften verzeichnet.

Das zweite Problem war ein statistisches. In den Zulassungen wurde bei den Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna ein 95prozentiger Schutz vor Covid-19 angegeben, beim AstraZeneca-Impfstoff "nur" ein Wert von 60 bis 70 Prozent. Das Missverständnis: 60 Prozent Wirksamkeit bedeutet nicht, dass 40 Prozent krank werden. Sondern, davon ausgehend, dass in einer Gruppe von 100 ungeimpften Menschen 10 erkranken würden, mit Impfung nur noch 4 erkranken, also 60 Prozent von zehn. Im Vergleich dazu würden in einer Gruppe mit Biontech-Geimpften nur noch 0,5 erkranken.

Was noch wichtiger ist: Selbst wenn man trotz Impfung erkranken sollte, so können, klinischen Studien nach, bei allen vier Impfstoffen gleichwertig schwere Covid-19-Erkrankungen verhindert werden, so die Deutsche Gesellschaft für Immunologie (DGfI) in einer Stellungnahme.

Muss ich mich impfen lassen?

Nein, es wird keine allgemeine Impfpflicht geben, das haben sowohl Bundeskanzlerin Angela Merkel als auch Gesundheitsminister Jens Spahn versichert. Es gibt aber gute Gründe, sich impfen zu lassen, hier zur Erinnerung: Diese Symptome löst das Coronavirus aus.

Werden auch Schwangere geimpft?

Nein, laut STIKO sollen Schwangere und auch Kinder unter 16 Jahren nicht geimpft werden, dafür sei die Datenlage noch nicht ausreichend. Geimpften Frauen im gebärfähigen Alter wird zudem empfohlen, 2 Monate nach der erfolgten Impfung nicht schwanger zu werden.

Wann werde ich gegen Covid-19 geimpft?

Die Bundesregierung veröffentlichte eine detaillierte Impfreihenfolge mit 4 Priorisierungskategorien. Danach werden über 80-jährige Menschen und Bewohner von Pflegeheimen, medinisch-pflegendes Personal zuerst geimpft. In dieser Prio-1-Gruppe sind die meisten bereits mindestens ein Mal geimpft, deshalb kann sich jetzt auch die Prio-2-Gruppe impfen lassen. Dazu gehören die über 70-Jährigen, Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen wie akutem Krebs, Organtransplantationen, aber auch enge Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen. Die ausführliche Liste findest du hier. Es gibt auch Stimmen in der Politik, die fordern, die strenge Impfreihenfolge im Mai aufzuheben - wir halten dich auf dem Laufenden.

Wo kann ich geimpft werden?

Deutschlandweit wurden Impfzentren eingerichtet, z.B. in Messehallen, genauere Informationen für dein Bundesland findest du hier. Zudem gibt es mobile Impfteams für zum Beispiel stationäre Einrichtungen und Pflegeheime.

Seit dem 6.4.2021 dürfen nun auch Hausärzte impfen, allerding stehen ihnen noch nicht so viele Impfdosen wie benötigt zur Verfügung. In den meisten Fällen kontaktieren Hausärzte ihre Patienten, ansonsten macht man einen Termin wie für einen normalen Arzttermin. Das heißt aber nicht, dass du früher drankommst: Hausärzte gehen ebenfalls nach der Priorisierungsliste vor, können aber etwas flexibler vorgehen, zum Beispiel schwerkranke Patienten vorziehen.

Kann ich mir den Impfstoff gegen Corona aussuchen?

Nein, das kannst du nicht. Bei deinem Hausarzt wirst du momentan mit dem Vakzin von BionTech geimpft, Ende April sollen die Impfstoffe von AstraZeneka und Johnson & Johnson dazukommen. Aufgrund der Transportbedingungen kommt Moderna zur Zeit hauptsächlich in Impfzentren zum Einsatz.

Wie kann ich mich oder Angehörige selbst zur Impfung anmelden?

Wenn du dich oder Angehörige, die in der Prioritätliste ganz oben stehen, anmelden möchtest, kannst du das unter der Telefonnummer 116117 oder unter www.impfterminservice.de tun. Wichtig: Nur weil du einen Impftermin hast, heißt das nicht, dass du auch geimpft wirst, denn die notwendigen Nachweise werden erst im Impfzentrum geprüft. Wenn du z.B. zu den zwei engsten Kontakten einer pflegebedürftigen Person gehörst, musst du den vorgeschriebenen und ausgefüllten Vordruck aus dem Internet plus einen Nachweis über die Pflegestufe der pfegebedürftigen Person vorweisen.

Muss ich die Corona-Impfung selbst bezahlen?

Nein, die Kosten für die Coronaimpfung trägt der Bund, die Kosten für den Betrieb der Impfzentren übernehmen die Länder gemeinsam mit den Krankenkassen.

Werde ich nach der Corona-Impfung wieder Party machen können?

Das ist leider Illusion. Bis zu den nächsten Partys, wie sie vor Corona stattfanden, wird es wohl mindestens Herbst 2021 werden. Erst wenn von einer allgemeinen Herdenimmunität ausgegangen werden kann, sollen größere Veranstaltungen wieder möglich sein und Maßnahmen wie z.B. die Maskenpflicht für alle gelockert werden.

Doch Geimpfte und Genesene sollen bald mehr Freiheiten bekommen, wieder leichter Shoppen und sich mit Freunden treffen können. Dafür wird aktuell ein (digitaler) Impfnachweis entwickelt. Auch wird ein so genannter "grüner Pass" vorbereitet, mit dem Geimpfte und Genesene innerhalb der EU leichter reisen können. Angedacht ist, solche Pässe im Juni umzusetzen, ob es klappt, bleibt abzuwarten. Das ist nicht nur eine Frage des Gesundheitsschutzes, sondern auch der Solidarität.

Beenden die Impfstoff-Zulassungen die Corona-Pandemie?

Sicher ist das nicht, und ganz sicher nicht so bald. Erst einmal muss genügend Impfstoff produziert und geliefert werden – das wird bis mindestes Ende 2021, wahrscheinlich sogar länger dauern. Es wird also noch viel Zeit vergehen, bis genügend Menschen geimpft sind, so dass eine so genannte Herdenimmunität entsteht.

Dafür müssten mindestens 67 Prozent der Bevölkerung geimpft worden sein. Die aktuellen Impfstoff-Kandidaten beziffern ihre erwartbare Impf-Erfolgsbilanz mit etwa 95 Prozent. Und dann müssen sich überhaupt genug Menschen impfen lassen: Die Bereitschaft dazu liegt in Deutschland momentan bei um die 67 Prozent.

Zudem ist die Lagerung der Impfstoffe nicht einfach. So müssen die Impfstoffe sehr kühl gelagert werden, einige bei bis zu minus 80 Grad. Das stellt die Logistik und auch die Impfzentren vor große Herausforderungen. Auch ist noch nicht klar, wie lange die Immunität anhält, und ob Geimpfte noch Coronaviren verbreiten können, auch wenn sie selber nicht erkranken.

Ob die Impfstoffe auch gegen die neuesten Mutationen des Coronavirus' wirkt, wird zwar bisher angenommen, muss sich aber erst noch in der Realtiät beweise. So schützt du dich vor den Corona-Mutationen.

Die Impfstoffe gegen das Coronavirus sind nicht gefährlicher als andere Impfungen. Aber auch wenn der Impfbeginn ein vielversprechender Schritt in Richtung Normalität ist, werden die Schutzvorkehrungen noch eine Weile bleiben. Also gilt weiterhin: Halte Abstand, trage Maske, bleib gesund!

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