Fitness-Motivation 13 Tipps, wie Sie sich besser zum Sport motivieren

Mit diesen Fitness-Tipps überwinden Sie Ihren inneren Schweinehund. © Jacob Lund / Shutterstock.com

Keine Lust? Mieses Wetter? Keine Zeit? Mit diesen Motivationstipps brauchen Sie keine Ausreden mehr!

Auch Sie kennen ihn sicher, diesen plötzlichen Drang, alles ändern zu wollen: mehr Sport, bessere Ernährung, fitter werden! Doch so plötzlich, wie der Motivationsschub kam, ist er auch schon wieder weg, und die alten Ausreden sind wieder da: Zu kalt, zu müde, zu nix Lust. Das muss nicht sein. Wir sagen Ihnen, wie Sie langfristig dranbleiben und Ihre Fitness-Ziele erreichen.

Warum bin ich so unmotiviert?

Der Mensch ist keine Maschine. Auch Sie unterliegen Stimmungen, Formtiefs, Müdigkeit, Stress und vielen anderen Faktoren, die Ihre Motivation torpedieren. Da geht es Ihnen wie allen Sportlerinnen, übrigens auch jeder Top-Athletin. Das Entscheidende ist nicht, immer auf Top-Niveau weiterzumachen, sondern dranzubleiben und sich immer wieder neu zu motivieren. Kämpfen Sie sich mit den richtigen Strategien aus dem Motivations-Tief. Wir sagen Ihnen, wie.

Warum bin ich am Anfang so motiviert und jetzt nicht mehr?

Das ist ganz normal. Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, im Falle eines Fitness-Projekts ist das eine gewisse Anfangseuphorie, die sich mit der Zeit verbraucht. Aber seien Sie nicht zu streng mit sich und sehen Sie nicht zu schwarz! Es ist ganz normal, dass Sie nach einer anfänglichen Hochphase erst einmal wieder die Lust verlieren.

Zwischen dem 3. und 6. Monat fällt es vielen besonders schwer, sich zum Training aufzuraffen. Umso wichtiger ist daher, dass Sie sich genau auf dieses Motivationsloch einstellen, etwa mit einem festen Trainingsplan, mit Verabredungen und extra vielen Belohnungen für fleißiges Trainieren.

Wie steigere ich meine Motivation?

Da gibt es die unterschiedlichsten Ansätze. Wir haben für Sie 13 unserer besten Fitness-Tipps gesammelt, mit denen Sie Ihren inneren Schweinehund garantiert überwinden. Los geht's!

1. Nehmen Sie die Sporttasche schon mit ins Büro

Wenn Sie den Job bereits mit einer fertig gepackten Sporttasche verlassen und nicht erst auf den gefährlichen Umweg über zuhause fahren, wird der Weg ins Fitnessstudio zur Selbstverständlichkeit.

Schlüpfen Sie schon auf der Arbeit in Trainingshose und Sportschuh. © Jacob Lund / Shutterstock.com

Ein ganz simpler Trick, um die Sportstunde nicht sausen zu lassen: Nehmen Sie morgens Ihre Sportklamotten schon mit zur Arbeit, wenn Sie nach Feierabend trainieren wollen. Wer erst nach Hause fährt und es sich (nur ganz kurz) auf der Couch gemütlich machen will oder eine Kleinigkeit essen möchte, rafft sich anschließend viel schlechter wieder auf.

Wenn Sie ganz sicher gehen wollen: Schlüpfen Sie schon bei der Arbeit in Trainingshose und Sportschuhe. Die Schmach, in voller Sport-Montur direkt den Heimweg anzusteuern, wollen Sie sich ganz bestimmt nicht geben.

2. Mit einem neuen Outfit die Fitness-Motivation steigern

Weg mit ausgebeulten Jogginghosen und verwaschenen Shirts! Trainiert wird nur noch in cooler Sportswear, in der Sie sich wirklich wohlfühlen.

Die schönen neuen Sportschuhe sollten Sie sofort ausführen. Ins Gym. © Jacob Lund / Shutterstock.com

Bizeps-Curls vor dem riesigen Spiegel im Fitnessclub machen erst dann richtig Spaß, wenn Sie dabei auch gut aussehen. Wer sich für die Sporteinheit ein neues Outfit zulegt, das nicht nur funktional ist, sondern auch richtig cool aussieht, steigert im Handumdrehen die Fitness-Motivation.

Der Grund ist ganz einfach: Wenn Sie einen tollen neuen Pulli oder schicke neue Schuhe gekauft haben, wollen Sie die am liebsten sofort ausführen. Mit Sportkleidung ist das nicht anders. Und die tragen Sie bekanntlich wo? Beim Sport!

3. Holen Sie sich Unterstützung von einem Personal Trainer

Ein Personal Trainer kann Ihnen zwar nicht das Training abnehmen, aber dafür sorgen, dass Sie Ihre Sache richtig gut und vor allem dauerhaft machen.

Der prüfende Blick eines Trainers gibt nochmal Extra-Motivation. © Jacob Lund / Shutterstock.com

Gerade für Anfänger, die unsicher sind, ob sie Kraftübungen & Co. wirklich richtig ausführen, ist ein Personal Trainer eine gute Investition. Ein Coach hilft nicht nur dabei, einen realistischen Trainings- und Ernährungsplan zu erstellen, sondern ist auch ein prima Motivator.

Viele gute Vorsätze in puncto Sport und Abnehmen scheitern daran, dass Sie sich am Anfang zu viel zumuten, schlichtweg falsch trainieren und eigentlich gar nicht wirklich wissen, welcher Sport überhaupt der richtige für Sie ist. Ein paar geführte Stunden können da eine echte Hilfe sein und die Fitness-Motivation im Nu steigern.

4. Erstellen Sie sich eine Trainings-Playlist

Wir verordnen Ihnen Kopfhörer für die nächste Sporteinheit. Warum? Weil Musik beim Training leistungsfähiger macht, das sagen sogar Wissenschaftler.

Der richtige Soundtrack zum Training lässt Sie länger durchhalten. © Jacob Lund / Shutterstock.com

Über die Boxen Ihres Sportstudios laufen Eros Ramazotti-Schmonzetten in der Dauerschleife, bei denen Sie fast auf dem Crosstrainer einschlafen? Dagegen hilft eine eigene Trainings-Playlist. Laut einer Studie der Brunel-Universität in London soll Musik beim Sport sogar die Leistungsfähigkeit ankurbeln. Außerdem: Stellen Sie sich nur einmal vor, wie Sie bei Ihrer nächsten Joggingrunde durch die Stadt zum Soundtrack von Rocky die Treppenstufen zum Museum hochsprinten! Gigantisch, oder?

5. Machen Sie sich auf die Suche nach Ihrer perfekten Sportart

Die beste Antwort auf die Frage, warum Sie Sport treiben? Weil es Ihnen so viel Spaß macht! Klingt gut, oder? Also, suchen Sie sich einen Sport, auf den das zutrifft!

Warum immer das machen, was alle anderen auch machen? Probieren Sie etwas Neues aus. © Jacob Lund / Shutterstock.com

Warum haben Sie als Kind den Geigenunterricht geschwänzt und die Ballettstunde gehasst? Weil Sie viel lieber Klavier gespielt hätten und Sie das rosa Tutu schon damals hässlich fanden. Fazit: Geige und Tutu landeten im Keller.

Bei vielen hat sich die Situation auch Jahre später nicht wirklich verändert. Mit dem Unterschied, dass Sie sich heute den Druck selbst machen. Warum also sich 2-mal pro Woche bei der Joggingrunde durch den Park quälen, wenn Sie Laufen eigentlich doof finden? Nur weil gefühlt irgendwie jeder joggt? Unfug! Vielleicht wären Sie beim Schwimmen, Skaten, Radeln oder im Aerobic-Kurs viel motivierter bei der Sache.

Die richtige Sportart zu finden kann ein ziemlich langwierige Angelegenheit sein. Aber es lohnt sich. Werden Sie sich erst einmal über ein paar grundlegende Dinge klar: Wollen Sie lieber drinnen oder draußen trainieren? Allein oder in der Gruppe? Action oder ruhig? Keine Ahnung? Wie wäre es mit Schnupperstunden im Fitnessstudio? Bleiben Sie neugierig und experimentierfreudig. Sobald Sie nämlich "Ihren" Sport gefunden haben, braucht es keine Überwindung mehr.

6. Denken Sie an das "gute Gefühl danach"

Yeah, geschafft! Egal, wie anstrengend, schweißtreibend und hart das Workout war – das Gefühl danach ist durch nichts zu ersetzen. Wer trotz Nieselregen die Laufschuhe schnürt und sich Sonntagmorgens in den Pilates-Kurs schleppt, fühlt sich anschließend gleich doppelt gut. Nicht nur der Gedanke daran, etwas für sich und Ihren Körper getan, sondern auch den inneren Schweinehund bekämpft zu haben, macht Sie einfach glücklich.

7. Lassen Sie sich von tollen Sportlern inspirieren

Biografien gibt's wie Sand am Meer. Picken Sie sich die Ihrer Lieblingssportlerin heraus und lassen Sie sich mitreißen. Sportliche Idole treiben an, selbst, wenn Sie nicht planen, Skispringerin oder Weltmeisterin im Boxen zu werden. Von den sportlichen Erfolgen anderer zu hören oder zu lesen beflügelt und gibt Ihnen häufig einen Extraschub Fitness-Motivation, eigene Ziele neu zu definieren und anzugehen.

8. Machen Sie aus Ihrem Workout ein Team-Event

Gruppenzwang kann auch etwas Gutes haben: Wer sich mit anderen zum Workout verabredet, steht unter dem Druck, es auch wirklich durchzuziehen.

High five für motivierende Trainingspartner! © Jacob Lund / Shutterstock.com

Warum als Einzelkämpferin im Fitnessclub auftreten, wenn es gemeinsam viel besser, effektiver und spaßiger geht? Wenn Sie sich regelmäßig mit anderen zum Sport verabredent, stehen Sie unter dem Druck, auch wirklich zu erscheinen. Außerdem können Mitstreiter Sie pushen, wenn Sie mal einen Hänger haben sollten.

Achtung: Ein gemeinsames Training macht nur dann Sinn, wenn alle voll und ganz hinter der Sache stehen. Ansonsten kann eine geplante Trainingseinheit schnell im Kaffeeklatsch enden, und davon hat dann keine*r was.

9. Behalten Sie Ihr Ziel im Auge

Werden Sie konkret in Ihrer Zielsetzung und erinnern Sie sich permanent selbst an Ihre Sport-Dates. Nicht selten scheitern Abnehm-Projekte daran, dass Sie kein klares Ziel vor Augen haben. Werden Sie konkret bei Ihren Plänen. Statt "Ich will abnehmen" sagen Sie "Ich will in 3 Monaten 8 Kilo verlieren" oder "An der Hochzeit von Tina und Holger passe ich wieder in mein Kleid". Je präziser, desto besser.

Auch ein Super-Motivator: Kleben Sie ein Foto, auf dem Sie sich richtig klasse finden, an den Kühlschrank. Quasi als Extra-Hürde vor dem Griff zur Schoko-Eistorte im Gefrierfach. Pflastern Sie Ihre Wohnung mit Post-its, auf denen Sie sich an Verabredungen zum Sport erinnern oder kleben Sie eine Übersicht mit dem Kursangebot Ihres Fitnessstudios an Ihre Kühlschranktür. Denn Fakt ist: Wenn Sie ständig in den eigenen 4 Wänden dem Thema Sport begegnen, verschwindet es auch nicht mehr so leicht aus Ihrem Kopf.

Auch super: Motivationssprüche, die Sie sich an Ihren Bildschirm oder Spiegel kleben oder direkt als Hintergrund auf Ihrem Smartphone einrichten.

10. Tauschen Sie sich mit anderen aus

Sprechen Sie mit anderen über Ihre sportlichen Ziele, die ähnliches vor- oder schon realisiert haben. Ihre Kollegin erzählt von ihrer Vorbereitung für einen Halbmarathon und Ihre Freundin testet gerade ein neues Yoga-Studio? Sehr gut, dann hören Sie zu, was die beiden zu erzählen haben! Wer sich mit anderen über sportliche Erfahrungen austauscht, bekommt jede Menge Anregungen, um Neues auszuprobieren oder den eigenen Sport intensiver anzugehen.

11. Dokumentieren Sie Ihre Erfolge

Liebes Tagebuch ... Nein, mal im Ernst: Notieren Sie jeden Abend, was Sie in puncto Sport und/oder Ernährung getan, erreicht, überwunden haben. Erfolge wie auch Misserfolge. Wenn Sie jeden Tag aufschreiben, was Sie Sportliches geleistet haben, verschaffen Sie sich nicht nur über einen längeren Zeitraum hinweg einen besseren Überblick über Ihre Fortschritte beim Training. Es motiviert Sie außerdem ungemein! Warum? Während des Schreibens werden Sie sich darüber bewusst, was Sie alles geleistet haben. Das macht stolz und treibt an!

12. Machen Sie sich den Regen zum Freund

Beim Blick aus dem Fenster frösteln Sie schon und am liebsten würden Sie die Sportsachen wieder ausziehen und ins Bett kriechen? Stopp! Machen Sie widrige Umstände zu Ihrem neuen Trainings-Buddy.

Regen ist auch nur Wetter. © Jacob Lund / Shutterstock.com

Sie denken, die Welt hätte sich gegen Sie verschworen, wenn Sie beim Radfahren mit Gegenwind zu kämpfen haben, beim Laufen ein langer Anstieg kein Ende nehmen will oder ausgerechnet beim Workout im Park fieser Regen einsetzt? Falsch gedacht!

Nutzen Sie die widrigen Umstände als Ansporn, denn je schlechter die äußeren Bedingungen, desto effektiver wird Ihr Training. Wieso? Die Erschwernisse führen zu einem erhöhten Kalorienverbrauch und stärkeren Belastungsreizen. Außerdem gibt es mittlerweile genügend Auswahl an ziemlich genialer Funktionskleidung, die selbst das mieseste Wetter entschärfen.

13. Tricksen Sie den inneren Schweinehund aus

Klar sind Sie diszipliniert, aber die neuesten Folgen Ihrer Lieblingsserie müssen Sie auch endlich gucken? Na, gar kein Problem!

Netflix, no chill. Workout geht auch im Wohnzimmer. © Jacob Lund / Shutterstock.com

Wenn das Glotzen Sie wirklich derart fesselt, müssen Sie eben nebenher sporteln. Ob Stream, DVD oder linear: Machen Sie immer nach 15 Minuten (bei TV: in den Werbe-Breaks) eine kleine Sportpause. In der 1. machen Sie Crunches, in der 2. Liegestütze und in der 3. Kniebeugen.

Aber nicht nur an Ihrer Kraft können Sie im Wohnzimmer feilen – auch effektives Ausdauertraining ist durchaus drin: Rücken Sie das Laufband oder das Fahrrad-Ergometer vor den Fernseher und lassen Sie sich beim Training durch das Fernsehprogramm ablenken. Sie haben keine teure Ausrüstung? Dann tut es auch ein Springseil, mit dem Sie prima Ihre Tempohärte für schnelle Läufe trainieren können.

Dank unserer 13 Tipps steht Ihrem Fitness-Erfolg nichts mehr im Wege. Und wenn der innere Schweinehund sich doch mal wieder zu Wort meldet, wissen Sie, was Sie ihm entgegensetzen können. So klappt es auch langfristig mit den Fitness-Zielen, versprochen!

14.05.2019| © womenshealth.de
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