Gestörter Zyklus 4 Eierstockzysten im Überblick

4 Eierstockzysten im Überblick
Häufig ist eine vorübergehend gestörte Regelblutung der Auslöser für die meist harmlosen Eierstockzysten © Shutterstock

Diese 4 Zystenvarianten können entstehen, wenn der weibliche Zyklus mal nicht reibungslos verläuft

Follikelzyste
Am häufigsten tritt die Follikelzyste auf. Diese Zyste entsteht aus einem Follikel, in dem die Eizelle in der ersten Zyklushälfte heranreift. Normalerweise platzt der Follikel bei einer Größe von 15 bis 25 Millimetern und setzt die reife Eizelle in den Eileiter frei. Bleibt der Follikel bestehen und sammelt sich zusätzlich noch Flüssigkeit an, ist die an sich harmlose Follikelzyste fertig. Sie verschwindet in der Regel nach ein oder zwei Zyklen von allein. Wenn nicht, kann eine Therapie mit dem Hormon Progesteron helfen.

Gelbkörperzyste
Eine zweite Zystenart entsteht aus dem Gelbkörper (Corpus luteum). Er bildet sich nach dem Eisprung aus dem Follikelrest, um im ersten Schwangerschaftsdrittel Hormone zu produzieren. Erfolgt keine Befruchtung des Eis, bildet sich der Gelbkörper zurück. Es kommt aber vor, dass er sich stattdessen durch Einblutung vergrößert und eine Gelbkörperzyste bildet.

Luteinzyste
Die dritte und eher seltene Zystenvariante ist die so genannte Luteinzyste. Sie entsteht, wenn Ihr Körper aufgrund einer Erkrankung außerhalb einer Schwangerschaft zu hohe Mengen eines bestimmten Schwangerschaftshormons bildet. Sollten die Zysten nicht von alleine verschwinden, hilft auch hier wie bei der Gelbkörperzyste eine Hormontherapie. Wenn Sie an Endometriose (gutartige Wucherung der Gebärmutterschleimhaut) leiden, kann es Ihnen passieren, dass sich infolgedessen eine Eierstockzyste bildet.

Schokoladenzysten
Schokoladenzysten heißen diese jeden Monat blutenden Gebilde, die ihren Namen der Farbe der enthaltenen Blutabbauprodukte verdanken. Sie müssen bei entsprechender Größe operativ entfernt werden. Um zu verhindern, dass sich erneut eine Schokoladenzyste bildet, wird der Arzt Ihnen meist zu einer Hormontherapie raten.

08.03.2012| Gerlinde Felix © womenshealth.de
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