Granatapfel Warum der Granatapfel ein echter Food-Liebling ist

Unter der robusten Schale verstecken sich die gesunden Kerne des Granatapfels. © Fotosr52 / Shutterstock.com

Verjüngungskur gefällig? Essen Sie mehr Granatapfel. Der ist nicht nur lecker, er liefert Ihnen auch viele erstklassige Nährstoffe

Jungbrunnen, Aphrodisiakum und Nährstoffbombe – diese exotische Frucht verdient gleich alle drei Titel. Der Granatapfel kann unter anderem als Anti-Aging Lebensmittel Ihre Haut straff halten und gegen Verdauungsprobleme und Entzündungen eingesetzt werden. Darüber hinaus sind die süß-säuerlichen Granatapfelkerne vielfältig in der Küche einsetzbar, etwa in Salaten.

Welche Nährstoffe enthält der Granatapfel?

Kalzium, Magnesium, Natrium, Phosphor, Eisen, Zink, B-Vitamine und Vitamin E machen den Granatapfel zur richtigen Mineralstoff- und Vitaminbombe. Mit 290 Milligram Kalium pro 100 Gramm, gehört der Granatpafel mit zu den besten Kalium-Lieferanten. Der Mineralstoff ist für den Körper besonders wichtig, denn er reguliert zusammen mit Natrium den Wasserhaushalt und somit auch Ihren Blutdruck. Auch die Reizweiterleitung zwischen den Nerven funktioniert nur mit ausreichend Kalium.

Wieso ist der Granatapfel so gesund?

Der Granatapfel schmeckt und enthält Nährstoffe, na gut. Aber warum ist nun gerade er so eine Gesundheitsgranate? Hier kommen 6 Gründe, den Granatapfel öfter mal in den Einkaufswagen zu legen.

1. Der Granatapfel schützt Ihr Herz

Granatäpfel enthalten Polyphenole und Flavonoide, sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe. Die wirken sich positiv auf den Cholesterinspiegel aus und können dadurch das Herz schützen. Denn ein hoher Cholesterinwert erhöht das Risiko von Ablagerungen in den Blutgefäßen, und somit auch die Gefahr einer Gefäßverkalkung, der Arteriosklerose. Die Arteriosklerose wiederum ist die häufigste Ursache für einen Herzinfarkt.

Die Devise: Vorbeugen! Ernähren Sie sich gesund und ausgewogen und wählen Sie den Granatapfel als Snack oder als gewisses Etwas im Müsli oder Salat. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Chicorée-Birnen-Salat mit Walnüssen?

Die Kerne eignen sich super als Getränke-Highlight. © Rawpixel.com /Pexels.com

2. Der Granatapfel hält Sie jung

Unter der robusten Schale verbirgt sich ein wahres Schönheitselixier. Der Granatapfel enthält nämlich besonders viele Antioxidanzien. Die wirken wie eine Art Verjüngungskur, da sie Ihre Zellen vor freien Radikalen schützen. Diese Moleküle können Zellmembranen zerstören und Enzyme deaktivieren. Genau das nimmt Ihrer Haut die Spannung und lässt sie fahl aussehen. Antioxidanzien hingegen fangen die freien Radikale ein und machen sie unschädlich.

3. Granatäpfel steigern die Libido

Der Granatapfel gilt als Frucht der Lust. Vor allem der hochkonzentrierte Saft soll bei Frauen die Libido so richtig in Schwung bringen. Doch auch bei Männern soll er potenzfördernd wirken. Die Kerne enthalten nämlich Stoffe, die die Durchblutung fördern, was wiederum die Lust steigert. Ein natürliches Aphrodisiakum, mit dem Sie Aufregung in Ihr Liebesleben bringen können. Verführen Sie Ihren Liebsten das nächste Mal mit einem Candle-Light-Dinner und servieren Sie zum Nachtisch ein Granatapfel-Dessert. Danach können Sie sich gegenseitig vernaschen.

4. Granatäpfel sind extrem kalorienarm

Um überschüssige Kilos loszuwerden, müssen Sie mehr Kalorien verbrennen, als Sie aufnehmen. Das Prinzip ist simpel und funktioniert noch leichter, wenn Sie sich mit kalorienarmen Lebensmitteln anfreunden. Leider entpuppen sich selbst einige Früchte manchmal als reine (Frucht-) Zucker- und Kalorienbomben. Während eine Banane 95 Kalorien pro 100 Gramm enthält, ist der Granatapfel mit 78 Kalorien hingegen ein echtes Leichtgewicht, bei dem Sie gerne zugreifen dürfen. Die süß-säuerlichen Kerne eignen sich wunderbar zum Snacken und können auch Ihre Gelüste auf Süßes stillen.

Granatapfelkerne sind auch perfekt als crunchiges Topping. © Life morning / Shutterstock.com
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5. Granatapfel reguliert den Blutzuckerspiegel

Der Kampf gegen die Kilos ist immer auch ein Kampf gegen den (Heiß-)Hunger und damit auch ein Kampf gegen ihren Blutzuckerspiegel. All das hängt nämlich eng miteinander zusammen. Landen viele Zuckermoleküle auf einmal im Blut, steigt Ihr Blutzuckerspiegel rasant in die Höhe, fällt aber ebenso schnell wieder ab. Ihr Körper verlangt nach Nachschub. Granatapfelkerne hingegen halten den Blutzuckerspiegel konstant und beugen somit Heißhunger-Attacken vor.

6. Der Granatapfel hilft bei Verdauungsproblemen

Wenn die Verdauung nicht richtig funktioniert, kann das unter anderem zu Bauchschmerzen, Unwohlsein und sogar Kopfschmerzen führen. Der ganze Organismus gerät aus dem Gleichgewicht. Immerhin ist es der Ort, an dem alle wichtigen Nährstoffe aufgenommen werden. Umso wichtiger also, dass Ihr Darm richtig arbeitet. Der Granatapfel regt aufgrund seiner Ballaststoffe die Verdauung an und unterstützt somit die Darmgesundheit und Ihr Wohlbefinden.

Wie bekomme ich beim Granatapfel die Kerne aus der Schale?

Wer sich schon mal an die Paradiesfrucht gewagt hat, kennt das Problem. Ein falscher Schnitt und schon spritzt es in alle Richtungen. Zurück bleiben unschöne Flecken. Damit das nicht passiert, ist die richtige Technik gefragt. Wir schwören auf diese drei Methoden.

1. Granatapfel mit Hilfe von Wasser aufschneiden

Alles, was Sie brauchen ist eine Schüssel voller Wasser, in der Sie den Granatapfel aufschneiden und die Kerne mit den Händen herausbrechen. Die sinken dann auf den Boden während das weiße Fruchtfleisch an der Oberfläche schwimmt.

Schälen Sie den Granatapfel wie eine Orange und drücken Sie die Kerne heraus. © ORLIO / Shutterstock.com

2. Schälen Sie den Granatapfel wie eine Orange

Schneiden Sie oben an der Frucht den Strunk kreisförmig aus. Schneiden Sie die Schale dann mit 4 Schnitten von oben nach unten an, ähnlich wie bei einer Orange. Sie erhalten so vier gleichgroße Stücke. Hier lösen sich die Kerne ganz einfach, wenn Sie die Schale nach außen biegen.

3. Die Alternative: Auspressen

Statt die Granatapfelkerne zu futtern, können Sie auch den Saft auspressen. Dafür halbieren sie die Frucht und pressen die Hälften wie Orangen aus.

Mit dem Granatapfelsaft können Sie dann zum Beispiel eine zuckerfreie Granatapfel-Zitronen-Limonade zaubern oder einen fruchtigen Smoothie mit Rote Beete und Himbeeren mixen.

Wer es sich noch einfacher machen will, greift auf die TK-Variante zurück. Damit sparen Sie sich jegliches Klopfen oder Herausbrechen und umgehen in jedem Fall auch das Fleckenproblem. Tiefgefroren enthalten sie meist mehr Nährstoffe als die fertig herausgelösten Granatapfelkerne, die Sie in Schälchen im Supermarkt bekommen.

Was sollte ich beim Kauf von Granatäpfeln beachten?

Zu kaufen gibt es Granatäpfel beim Gemüsehändler und in jedem gut sortierten Supermarkt. Ob ein Granatapfel reif ist, erkennen Sie an der Schale. Anders als bei den meisten Obstsorten darf die aber ruhig etwas schrumpelig und rau sein. Genau dann ist die Frucht besonders saftig und lecker. Weiche Stellen sind hingegen Anzeichen, dass er innen schon faul ist.

Granatapfelkerne eignen sich als Topping für fast alle Gerichte. © Jessica Lewis / Pexels.com

Der Granatapfel glänzt nicht nur aufgrund seiner leuchtend roten Farbe, sondern vor allem durch die inneren Werte. Die Nährstoffe des Granatapfels halten Herz und Darm fit und haben sogar eine Anti-Aging Wirkung. Damit hat er sich den Titel als Schönheitsfrucht mehr als verdient.

05.04.2019| © womenshealth.de
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