Food Blogs Das sind die besten deutschen Food Blogs 2018

Die besten Food Blogs des Jahres
Das Auge isst mit, denn auch die Optik spielt bei Food Blogs eine wichtige Rolle © Alliance / Shutterstock.com

Food Blogs gibt es viele, doch bei welchen lohnt es sich wirklich mal auf einen Klick vorbeizuschauen? Bei den Gewinnern des German Food Blog Awards auf jeden Fall ...

Kochen ist eine Leidenschaft. Das spiegelt sich auch in den unzähligen Food Blogs wieder, die sich im Internet tummeln. Alleine das Anschauen macht Lust auf mehr. Wenn in der eigenen Küche Langeweile und gähnende Leere herrscht, sind Food Blogs daher die beste Inspiration, um mal wieder etwas Abwechslung auf den Teller zu bringen.

Um im Dschungel der Essens-Blogs einen Durchblick zu bekommen, wird seit 2015 der German Food Blog Award vergeben. Die neunköpfige Jury setzt sich aus Gastronomen, Rezeptentwicklern, Back- und Koch-Experten, Journalisten und Bloggern, wie zum Beispiel die Gewinnerin aus dem Jahre 2015, zusammen – allesamt Genießer und leidenschaftliche Köche.

Vergeben wird der Award in drei Kategorien:

  • A: Rezept & Alltag
  • B: Zutat & Originalität
  • C: Innovation & Herzblut

Um sowohl alten Hasen als auch Frischlingen eine Chance zu geben, wurde bewusst darauf verzichtet, das kochtechnische Niveau zu bewerten. Dieses Jahr stellten sich 337 begeisterte Blogger den kritischen Augen der Fach-Jury. Wer überzeugen konnte? Hier kommen die Gewinner. Klicken Sie am besten gleich mal rein, es lohnt sich:

Kategorie A: Rezept & Alltag

Zwischen Arbeit, Haushalt und dem restlichen Leben geht es manchmal ganz schön drunter und drüber. Ein großes Tamtam ums Kochen ist da völlig fehl am Platz. Deshalb werden in dieser Kategorie die Blogs nach Ihrer Alltagstauglichkeit bewertet. Rezepte für jeden Tag, die immer passen und durch leckere Seelentröster den Stress der Woche vergessen machen.

Platz 1: Ye Olde Kitchen

Die beiden kreativen Köpfe Eva-Maria und Philipp beschreiben die Rezepte auf ihrem Blog Ye Olde Kitchen als "Essen wie bei Omma". Deshalb auch der Name, der so viel wie "die alte Küche" bedeutet und auf charmante Art die Bodenständigkeit des Blogs unterstreicht.

Nachhaltigkeit liegt ihnen besonders am Herzen. Dafür muss man nicht gleich die Welt retten. Aber zum Beispiel auf die Erdbeeren im Winter verzichten und stattdessen Obst lieber schon im Sommer für graue Wintertage einkochen. Das Zauberwort heißt auf diesem Food Blog: Saisonal Kochen.

Platz 2: Eat this!

Bunt, saisonal UND vegan: dafür steht Eat this! Der Blog besticht durch farbenfrohe und kreative Rezept-Kreationen, die beweisen wie lecker und vielfältig die vegane Küche sein kann.

Das sympathische Blogger-Paar Nadine und Jörg verzichtet zwar auf tierische Produkte aller Art, aber ganz sicher nicht auf guten Geschmack. Egal ob Smoothie, Lunch Bowl oder doch mal einen fetten (veganen) Burger: Die beiden meistern mit ihren Rezepten den Spagat zwischen einem gesunden Lifestyle und großem Genuss. Ihre kulinarischen Kreationen gibt es sogar im Buchladen: Mittlerweile sind es neben ihrem Erstlingswerk "Vegan kann jeder" noch drei weitere vegane Kochbücher erschienen.

Tipp: Im Eat this!-Shop kann man wundervolle DIY-Kunstdrucke erwerben.

Platz 3: VEGGIES

Hier ist der Name Programm. VEGGIES – also Gemüse – gibt es auf dem veganen Blog in allen Farben und Formen. Gründerin und Autorin Lea bezeichnet ihren Blog selbst als ihr "buntes, kreatives Baby" und "ihre große, dicke Liebe".

Und das spürt man: Ihre Rezepte sind einfach und gleichzeitig genial. Rote-Bete-Bratlinge peppen den Salat auf, das Auberginen-Curry wärmt von innen und das Soja-Schmorgulasch überzeugt sogar echte Fleisch Liebhaber. Natürlich dürfen auch ein paar süße Verführungen nicht fehlen. Um der großen Bandbreite an Foodtrends gerecht zu werden, findet man bei VEGGIES auch glutenfreie, sojafreie oder Low Carb und sojafreie Rezepte – alles vegan versteht sich. Wer auf dem Food Blog nicht genug bekommt, kann sich Leas Kreationen in ihren zwei Kochbüchern nach Hause holen.

Kategorie B: Zutat & Originalität

Woher stammen die Lebensmittel eigentlich? Eine Frage, auf die in der heutigen Zeit viele keine Antwort wissen. Immerhin leben wir im reinsten Überfluss. Umso wichtiger ist es, hierfür wieder eine Sensibilität zu entwickeln. Die Gewinner der Kategorie Zutat & Originalität widmen sich diesem Thema besonders feinfühlig.

Platz 1: Ohne Zucker

Zucker (ver)steckt mittlerweile in fast jedem industriellen Lebensmitteln. Wir werden regelrecht abhängig gemacht. Doch Dominique Bachmann vom Blog "ohne Zucker" weiß: "Es gibt keine physiologische Notwendigkeit für den Zuckerkonsum." Genau deswegen hat sie das Suchtmittel komplett aus ihrem Leben gestrichen.

Auf ihrem Blog ist alles – wie der Name schon sagt – ohne Zucker. Doch sie will niemandem vorschreiben für immer auf die eigene Lieblingsspeise zu verzichten, sondern lediglich aufklären und gleichzeitig zeigen, dass es auch gut ohne geht. Ihre Rezepte sind nämlich vor allem eins: süß. Apfel-Muffins, Mascarpone-Tarte, Brioche oder Schoko-Overnight-Oats. Schleckermäuler, Kuchenfans und Schokoliebhaber kommen ganz sicher auf Ihre Kosten. Sie zweifeln noch? Dann probieren Sie es einfach mal aus.

Platz 2: Haut-Gout

Nichts für schwache Nerven: Blogger Fabian von Haut-Gout verarbeitet nämlich nur, was er selber gejagt und getötet hat. So weiß er ganz genau was er vor sich hat und vor allem woher es kommt. Für ihn hat das Selberjagen mit "Freude am Selbermachen zu tun, ehrlicher, regionaler Ernährung, und vor allem mit Tieren, die ihre Bedürfnisse und Instinkte in Freiheit ausleben konnten."

Kein Wunder, dass sich der gelernte Kommunikationsdesigner so gut mit der Zubereitung von Fleisch, besonders Wild, auskennt. Dabei bereitet er auf seinem Blog neben Klassikern wie Entenbrust, Reh-Ragout, Saltimbocca oder Chili-con-Wild auch exotische Gerichte wie Wildschwein-Muffins, Flammkuchen mit Reh oder paniertes Rehhirn zu. Dabei entscheidet er sich bewusst für diese ausgefallenen Gerichte um möglichst alles vom Tier zu verarbeiten.

Platz 3: marie‘s sweet paleo treats

Auf Marie’s Blog findet man gesundes Soulfood en masse. Ihre Rezepte sind ganz nach dem Prinzip der Steinzeit-Ernährung frei von Gluten, Kuhmilch, Soja und raffiniertem Zucker. Stattdessen setzt sie auf Trockenfrüchte, Nüsse, Kokos- oder Mandelmehl, Ahornsirup und entöltes Kakao-Pulver. Die Bloggerin weiß genau, wie man mit den (zum Teil ziemlich ungewöhnlichen) Lebensmitteln umgeht und aus ihnen den leckersten und süßesten Gaumenschmauß zaubert.

Schokoholics finden sich dank Marie’s Brownies mit Feigen, Mandelschokoladenfudge mit Blaubeeren oder Cashew-Caramel-Slices im siebten Schokoladen Himmel wieder. Alle anderen gehen natürlich nicht leer aus. Wie wärs mit einem Pumpkin Spice Cheesecake oder einer gebackenen Birne mit Erdmandelcrumble?

Kategorie C: Innovation & Herzblut

Authentizität ist das was am Ende überzeugt. Genau das soll in dieser Kategorie belohnt werden. Hinter einem Food Blog steckt langes Probieren um die Rezepte zu perfektionieren, viel redaktionelle Arbeit, der Blick fürs Detail und vor allem viel Liebe für das Gesamtpaket.

Platz 1: Frau Herzblut

Diese Frau hat Leidenschaft fürs Kochen und Backen – und das schon seit Kindesalter. Bloggerin Carolin erzählt selbst, wie sie schon früh gelernt hat "wann und wie Obst und Gemüse wachsen und welche vielfältigen Köstlichkeiten sich in der Küche daraus zaubern lassen." Bis heute ist diese frühe Liebe immer größer geworden. Auf ihrem Blog "Frau Herzblut" gibt sie in Form ihrer vielen süßen und vegetarischen Rezepte davon ganz viel weiter.

Angerichtet sind ihre Food-Kreationen immer mit viel Liebe zum Detail. Hier möchte man sich am liebsten sofort an den gedeckten Tisch setzen und zusammen mit Carolin alias Frau Herzblut in die Welt der 1930er abtauchen.

Platz 2: Eatery Berlin

Angefangen hat Ben’s Liebe zum Kochen mit dem Essen. Genauer gesagt mit der Langeweile, denn er wollte nicht immer nur das Gleiche in sich reinschaufeln. Da wusste er: Er muss selber kreativ werden. Das macht der gelernte Pâtisser bis heute. Und zwar ziemlich gut.

Auf seinem Weg dorthin kochte er sich durch eine Reihe von (Luxus-) Restaurants und reiste in die verschiedensten Länder. Immer mit dem Ziel, seine Fähigkeiten weiter zu verbessern. „Essen ist lebensnotwendig, also mach es gut“, so sein Motto. Deshalb steht auf seinem Blog „Eatery Berlin“ das Essen komplett im Vordergrund. Ohne Schnick Schnack, ganz clean, auf den Punkt.

Platz 3: Geschmacksmomente

Momente, die bleiben und berühren: Solche Erinnerungen möchte Karin mit ihrem Food Blog Geschmacksmomente schaffen. Da sie selbst Mutter ist, kennt sie das Problem von mangelnder Zeit nur zu gut. Gekocht werden muss trotzdem. „Abstriche im Geschmack und Qualität werden jedoch nicht toleriert“, so die Bloggerin.

Ihr Geheimnis: simple Rezepte, mit einer ordentlichen Portion Kreativität. Österreichische Bodenständigkeit trifft hier auf internationale Raffinesse. Heraus kommen Geschmacksmomente, die in Erinnerung bleiben. Oder eben Topfennockerl mit exotischer Kürbismarmelade, Kürbis-Ricotta Ravioli auf Speck-Rotkraut oder eine süße Frühstückspolenta mit Kokosmilch.

Und, gibt es einen Food Blog, der ganz nach Ihrem Geschmack ist? Wir finden, dass alle Gewinner sind – auch die Zweit- und Drittplatzierten – und schauen ab sofort öfter auf ihren Blogs vorbei.

12.02.2018| © womenshealth.de
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