Warum nehme ich nicht ab? Das sind die 5 größten Abnehmfehler

5 Dinge, die Sie beim Abnehmen falsch machen
"Ich nehme nicht ab und weiß nicht warum!" Viele Frauen leiden unter dem Problem nicht zu wissen, warum sie keinen Erfolg beim Abnehmen haben © bbernard / Shutterstock.com

Sie treiben Sport und ernähren sich gesund, trotzdem nehmen Sie einfach nicht weiter ab? Nicht gleich das Handtuch werfen! Vielleicht liegt es einem dieser 5 Abnehm-Fehler?

"Ich mache doch alles richtig, also warum nehme ich nicht (weiter) ab ?" Kennen Sie diesen Satz? Viele Frauen versuchen 'mal schnell' 2, 5 oder 10 Kilo abzunehmen und scheitern meist nach kurzer Zeit kläglich oder sind irgendwann nur noch genervt. Nichts geht mehr, die Waage scheint eingefroren und mal ganz abgesehen davon ist die Motivation längst im Keller. Schluss damit! Wir verraten Ihnen, wie Sie die 5 häufigsten Hürden beim Abnehmen leichtfüßig nehmen und langfristige Figur- und Gesundheitsziele erreichen.

1. Sie wollen zu viel auf einmal

Egal wie ungeduldig Sie sind: Nehmen Sie sich Zeit beim Abnehmen. Viele Experten sind sich einig: 0,5 bis 1 Kilo Gewichtsverlust pro Woche sind ideal, wenn Sie den gefürchteten Jojo-Effekt vermeiden wollen. Abhängig davon, wie viel man an Gewicht verlieren will, variiert diese Zahl jedoch, sagt Michael Smith, medizinischer Direktor und Chefredakteur bei webmd.com, einer US-Gesundheitswebsite. Wenn Sie insgesamt nur 3 Kilo abnehmen wollen, ist 1 Kilo schon viel.

Abgesehen von der Zahl auf der Waage sollten Sie im Hinterkopf behalten, dass die positiven Effekte von gesunder Ernährung und Sport sich auch anderswo bemerkbar machen (zur Erinnerung: Muskeln wiegen mehr als Fett!). Es kann viel motivierender sein, zu überprüfen, ob die superengen Jeans endlich wieder passen oder Sie plötzlich viel mehr Energie haben. Gerade wenn Sie sich bewusst machen, dass Sie – neben der schlankeren Figur – auch beispielsweise besser schlafen und viel besser mit Stress umgehen können, behalten Sie Ihren neuen, gesünderen Lebensstil auch eher bei, sagt US-Ernährungswissenschaftlerin Marie Spano.

2. Sie konzentrieren sich zu sehr auf einzelne Körperstellen

Flacher Bauch, knackiger Po: Lokal abnehmen funktioniert leider nicht. Jeder Gedanke an angebliche Problemzonen ist also verschwendet. © bbernard / Shutterstock.com

Wir wissen alle, dass Gewichtsverlust an bestimmten Körperstellen mitunter schwer sein kann. Ironischerweise sind normalerweise die Körperstellen, an denen man zuerst zunimmt, diejenigen, an denen man zuletzt Gewicht verliert, so Smith. Na super. Das hängt von unserer genetischen Veranlagung ab. Hören Sie auf, sich über Ihre 'Problemzonen' Gedanken zu machen, setzen Sie Ihren Fokus lieber auf die Fortschritte, die Sie machen. "Wenn Sie damit beginnen, sich um Ihren Körper kümmern, wird sich Ihre komplette Einstellung zu Ernährung und körperlicher Betätigung ändern", so Spano. Gesundes Essen und Sport sind dann keine Strafe mehr, sondern ein Weg, Ihren Körper glücklich zu machen.

3. Sie sind in Ihrer Routine gefangen

Es klingt banal, ist aber essentiell: Wer sich ständig fragt "Warum nehme ich nicht ab?", hat vermutlich zu wenig Spaß beim Abnehmen. Ja, ganz richtig gelesen. Denn fühlt sich die Reise zum Traumkörper nach leidigem Kampf an, werden Sie langfristig nicht durchhalten. Gestalten Sie sowohl Ihre Ernährung als auch Ihren Trainingsplan so abwechslungsreich wie möglich. Wenn es Ihnen schwerfällt, kreativ zu sein, dann suchen Sie sich eine Freundin, die den gleichen Weg entlangschreitet. Gehen Sie zusammen laufen, tauschen Sie Rezepte und Übungen aus, besuchen Sie zusammen Kurse. Es ist viel schwerer, den Run um den See am Montagabend sausen zu lassen, wenn die SMS von der Freundin kommt: "Bin in 5 Minuten vor deiner Tür!"

4. Sie verbieten sich Ihr Lieblingsessen

Verbote bringen beim Abnehmen nichts – außer Frust. Denn Ihre süßen, fettigen Lieblingsspeisen können durchaus in einen gesunden Lebensstil integriert werden. In Maßen zumindest. Bei langfristigen Zielen, wie Gewichtsverlust, kommt es auf die Balance an. Heißt: Ein Donut macht noch nicht alles kaputt. Laut dem US-Psychologen Dr. Paul Hokemeyer kann es durchaus sein, dass Sie Pizza und Co. gar nicht mehr so toll finden, nachdem Sie Ihre Ernährung umgestellt haben.

Wer sich sein Lieblingessen verbietet, ist schnell frustiert und gibt eher auf. © bbernard / Shutterstock.com

Je mehr Sie sich an Grüne Smoothies und Avocado auf Toast gewöhnt haben, desto mehr werden Sie diese genießen – versprochen! Und dann schmecken der Donut oder die Pizza auf einmal gar nicht mehr so toll.

5. Sie verfluchen den Zeiger Ihrer Waage

Goldene Regel: Wenn die Zahl auf der Waage eine Woche lang gleich bleibt, machen Sie einfach genau so weiter. Schließlich heißt eine stagnierende Waage erst einmal gar nichts. Passiert mehrere Wochen lang nichts, dann versuchen Sie, Ihre Routine zu durchbrechen und Ihr Pensum zu steigern. Wenn man anfängt, Gewicht zu verlieren, gewöhnt sich der Körper an die höhere körperliche Betätigung und verbraucht dabei irgendwann weniger Kalorien, so Smith. Deshalb ist es umso wichtiger, Cardio und Kraft zu variieren, immer neue Dinge auszuprobieren und den einen Extrakilometer zu laufen.

Verzweifeln Sie nicht! Ein paar kleine Hänger und Motivationstiefs sind ganz normal – Sie dürfen sich davon nur nicht komplett runterziehen lassen. Haben Sie einen unserer typischen Abnehmfehler bei sich entdeckt, können Sie Ihr Verhalten ganz bewusst ändern und Ihrem Abnehmziel so ein weiteres Stück näher kommen.

06.02.2018| Cornelia Holzbauer © womenshealth.de
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