Brustschmerzen 5 Gründe, warum deine Brüste weh tun

Brustschmerzen haben meist harmlose Gründe
Keine Angst, wenn die Brust mal weh tut. Viele harmlose Ursachen kannst du selbst beheben! © puhhha / Shutterstock.com

Das solltest du wissen, wenn deine Brüste öfter mal schmerzen, spannen oder extrem empfindlich auf Berührung reagieren

Au, was ist denn das plötzlich? Plötzlich schmerzt es im Busen. Was kann das sein? Ganz ruhig. Schmerzen, Spannungsgefühl oder extreme Empfindlichkeit bei Berührung der Brust – viele Frauen haben mit solchen Problemen immer wieder zu kämpfen. Und es gibt einfache Lösungen.

Woher kommen diese Beschwerden? Und noch viel wichtiger: Was kannst du dagegen tun? Wir nennen dir die 5 häufigsten Gründe für schmerzende Brüste und erklären, was du dagegen unternehmen kannst.

Was können Brustschmerzen bedeuten?

Brustschmerzen können aus einer Reihe von Gründen auftreten. Eine Entwarnung gibt es direkt vorweg: Sie müssen kein Zeichen für Brustkrebs sein! Im Gegenteil: Brustkrebs tut in den Anfangsstadien nicht weh.

Vielmehr sind diese Beschwerden oftmals hormonbedingt und treten während der Menstruation, Schwangerschaft oder in der Stillzeit auf. Aber auch andere Gründe sind möglich. Je nachdem, ob die Symptome zyklusabhängig auftreten oder nicht, sprechen Experten von einer Mastodynie (zyklusbedingt) oder Mastalgie (nicht zyklusbedingt).

Übrigens sind Brustschmerzen kein Problem, mit dem nur Frauen zu kämpfen haben. Auch einigen Männern sind schmerzhafte Symptome in der Brust nicht unbekannt.

Ein gut sitzender BH kann Brustschmerzen verhindern
Super-Schutz vor Schmerzen in der Brust: Ein perfekt sitzender BH. © DK samco / Shutterstock.com

Warum habe ich Brustschmerzen?

Es können verschiedene Ursachen vorliegen, warum dein Busen sich in dieser Form meldet. Sie können sowohl organisch als auch mechanisch bedingt sein. Die bekanntesten und wichtigsten Gründe für Schmerzen in der Brust haben wir hier für dich gesammelt.

5 Gründe, warum deine Brüste schmerzen können

1. Deine Periode steht bevor

Der häufigste Grund für Schmerzen in der Brust sind Verschiebungen im Hormonhaushalt, die oft im Zuge der Periode auftreten. Mit Beginn des Eisprungs wird vermehrt Progesteron freigesetzt, während dein Östrogenspiegel abfällt. Durch den „Östrogenentzug“ können verschiedene Symptome auftreten wie zum Beispiel Kopf- und Rückenschmerzen, Stimmungsschwankungen und auch Schmerzen in der Brust durch vermehrte Wassereinlagerungen.

Die Gesamtheit dieser Symptome wird auch als Prämenstruelles Syndroms (PMS) bezeichnet. Die Einnahme kombinierter Hormonpräparate wie zum Beispiel der Pille können dazu beitragen, das Auftreten von PMS-Symptomen zu unterdrücken, da sie in den Hormonhaushalt eingreifen. Durch die Verhinderung des Eisprungs fällt der Östrogenspiegel nicht ab, sondern bleibt konstant.

Schmerzen, die insbesondere während der Menstruation auftreten, werden auch zyklische Schmerzen genannt. Sie treten vor allem vor und während des ersten Tages der Periode auf. Auch kann es dann zu einem Anschwellen und extremer Empfindlichkeit der Brüste kommen. Die gute Nachricht: Mit Ende der Monatsblutung verschwinden auch die Schmerzen.

2. Du hast es mit dem Workout ein wenig übertrieben

Wenn die Oberweite nach einer ausgiebigen Session Push-Ups vom Vortag schmerzt, ist das kein Wunder. Dann sind es aber eigentlich nicht die Brüste, die wehtun, sondern die darunter liegenden Muskeln. Dieser Schmerz kann aber gefühlt in andere Bereiche abstrahlen.

Zum Glück sind auch diese Schmerzen nur vorübergehend (und abhängig davon, wie intensiv du trainiert hast). Wärme- oder Kältebehandlung können hier Linderung verschaffen.

Der Sport-BH sollte perfekt sitzen, um Brustschmerzen vorzubeugen
Wenn die Brüste nach dem Workout wehtun, liegt das oft am Muskelgewebe. © Jacob Lund / Shutterstock.com

3. Der BH passt nicht

Wann hast du dich das letzte Mal beim Kauf eines BH beraten lassen? Wenn du häufiger Brustschmerzen hast, und seit Jahren die gleiche Körbchengröße trägst, könnte hier der GRund für die Schmerzen liegen. Ist der BH zu eng, zu klein oder sitzt einfach nicht richtig, kann er auf die Brüste drücken. Und das jeden Tag, viele Stunden… – autsch! Dass deine Brüste das übelnehmen, ist nicht überraschend.

Übrigens gilt das gleiche für Sport-BHs, vor allem wenn sie etwas mehr zu halten haben. Fehlt die Stützfunktion bei ausgiebigen Workouts, sorgt die zusätzliche Bewegung im Gewebe für umso stärkere Beschwerden.

Die einfachste Lösung: Lasse dir deine BHs professionell anpassen, und zwar ausnahmslos alle. Bei Alleingängen in der Umkleide stellst du sicher, dass der BH wirklich richtig sitzt. Das heißt kein Überquellen, kein Zwicken und nur wenig Bewegung im Körbchen, wenn du in der Kabine auf und ab hüpfst. Wirklich, tu’s! Es kann auch durchaus hilfreich sein, sich mal beraten zu lassen, vor allem aber verschiedene Größen und Schnitte anzuprobieren.

4. Veränderungen im Brustgewebe

Manchmal fühlen sich die Brüste an, als wäre in ihrem Inneren etwas „Klumpiges“ – das liegt an sogenannten fibrozystischen Veränderungen im Brustgewebe. Mediziner nennen dieses Phänomen Mastopathie. Klingt gefährlich, ist aber nichts, worüber du dir ernsthaft Sorgen machen müssen.

Diese „Klumpen“ treten tatsächlich relativ häufig auf und sind nichts anderes als benigne (also gutartige) Zysten oder mit Flüssigkeit gefüllte Aussackungen in der Brust. Während der Periode können die Zysten aufgrund der hormonellen Veränderungen anschwellen und empfindlich werden, was dann zu Schmerzen führen kann.

Kaffee kann Schmerzen in der Brust hervorrufen
Sorry, aber Kaffee und Schokolade können die Schmerzempfindlichkeit der Brüste erhöhen. © Boumen Japet / Shutterstock.com

5. Dein Brüste reagieren empfindlich auf Kaffee (kein Scherz)

Ist bei dir fibrozystisches Brustgewebe vorhanden, kann es sein, dass es auf stimulierende Stoffe wie Koffein empfindlich reagieren. Im Brustgewebe befinden sich kleine Gänge, die durch Stimulanzien wie Kaffee und Schokolade anschwellen können. Diese Schwellungen können für Schmerzen in der Brust sorgen.

Keine Panik, wenn deine Brust mal schmerzt. Oft helfen schon kleine Verhaltensänderungen wie weniger Kaffee zu trinken oder ein unter fachkundiger Beratung gekaufter, neuer BH. Treten die Schmerzen jedoch über einen längeren Zeitraum auf, solltest du die Symptome mit deiner Gynäkologin abklären.

09.10.2019| Lisa Opitz © womenshealth.de
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