Fettarmes Fleisch 6 gesunde Fleischsorten mit wenig Fett und viel Geschmack

Fettarme Fleischsorten
Fleischsorten gibt es viele, aber welche sind besonders fettarm und helfen uns beim Abnehmen? © Larisa Blinova / Shutterstock.com

Fleisch liefert reichlich Protein, was lange satt macht und so beim Abnehmen hilft. Das gilt allerdings nur für fettarme Fleischsorten – wie diese sechs leckeren Cuts von Pute, Rind & Co.

Fleisch ist einer der wichtigsten Lieferanten für Eiweiß, Vitamin B12, Zink und Eisen. Nicht umsonst gilt Fleisch bei Ernährungsformen wie Paleo, Dukan und Co. als Schlüssel zum Abnehm-Erfolg. Das bedeutet jetzt aber nicht, dass Sie alle Fleischarten nach Lust und Laune verputzen dürfen. Nur weil Hähnchen generell als fettarm gilt, heißt das zudem noch lange nicht, dass auch alle Teile vom Huhn mager sind. Wir verraten, welches fettarme Fleisch von Rind, Huhn & Co. besonders empfehlenswert ist:

1. Hähnchenbrust ist besonders mager und eiweißreich

Die Proteinbombe unter den fettarmen Fleischsorten: Hähnchenbrust liefert pro 100 Gramm satte 24 Gramm Eiweiß und hat dabei einen Fettanteil von gerade einmal 1 Gramm. Das gilt allerdings nur für Hähnchenbrust OHNE Haut, denn durch die knusprige Hülle erhöht sich der Fettgehalt stark.

Genauso ist es bei den verschiedenen Teilen vom Huhn: Während die Brust schön mager ist, schlägt die Keule beispielsweise mit 20 Prozent mehr Fett ganz schön auf die Hüften. Auch die Zubereitungsart entscheidet darüber, wie fettig oder fettarm Ihr Hähnchen-Gericht am Ende ist. So ist die Zubereitung im Backofen definitiv kalorienärmer, als wenn Sie das Huhn mit viel Öl in der Pfanne anbraten.

Fettarm: Hähnchenbrustfilet ohne Haut
Nicht fettarm:
Hähnchenfleisch aller Art MIT Haut, z.B. Schenkel oder Wings

2. Pute gehört zu den fettärmsten Fleischsorten

Neben Hähnchen, gehört Pute zu unseren Favoriten unter den fettarmen Fleischsorten. Gerade einmal 1 Gramm Fett und 107 kcal sind in 100 Gramm Putenbrust ohne Haut enthalten.

Putenfleisch ist gesund und fettarm
Putenfleisch ist mager und vielfältig zuzubereiten © sergeyshibut / Shutterstock.com

Genauso mager ist übrigens auch der jeweilige Aufschnitt der beiden weißen Fleischsorten, also Hähnchen- und Putenbrust-Aufschnitt. Auch beim Putenfleisch variiert der Fettgehalt, je nachdem für welches Teil der Pute Sie sich entscheiden, ob Sie es mit oder ohne Haut essen und wie Sie es zubereiten. Das weiße Brustfleisch ist besonders mager, während das Keulenfleisch beispielsweise viel dunkler ist und deutlich intensiver schmeckt.

Fettarm: Putenbrustfilet ohne Haut
Nicht fettarm:
Putenschenkel mit Haut

3. Fettarmes Schweinefleisch: Schnitzel und Filet

Schweinefleisch ist fettreich und total ungesund?! Von wegen! Die fiesen Gerüchte gelten nicht für jedes Teilstück der Fleischsorte. Bei richtiger Zubereitung und Wahl des Fleischstückes, kann Schweinefleisch sehr fettarm sein.

Schnitzel und Filet sind super fettarm
Schnitzel OHNE PANADE ist eine gute Wahl bei Schweinefleisch © sergeyshibut / Shutterstock.com

Vor allem das gute, alte Schnitzel überrascht uns positiv: Mit nur 2 Gramm Fett pro 100 Gramm können Sie es guten Gewissens öfter essen. Aber Achtung: Gemeint ist hier nicht das klassische Schnitzel mit dicker Panade, welches in literweise Öl fröhlich vor sich hin frittiert. Denn das gehört mit knapp 10 Gramm Fett pro 100 Gramm definitiv nicht regelmäßig auf Ihren Teller. Mit Schnitzel ist die "Natur-Variante" gemeint, also mageres Schnitzelfleisch ohne Semmelbrösel-Mantel. Auch fettarm und seeehr lecker: zartes Schweinefilet. Das können Sie am Stück zubereiten und hinterher aufschneiden oder direkt als kleine Medaillons zuschneiden, anbraten und genießen. Dazu ein paar grüne oder gelbe Bohnen und fertig ist ein gesundes, fettarmes Hauptgericht.

Fettarm: Schnitzel, Filet, Ober-/ Unterschale (Schinkenstück)
Nicht fettarm:
Backe, Haxe, Mett, Bauch

4. Rindfleisch ist ein echtes Allround-Talent

Wichtige B-Vitamine (wie Biotin, Niacin und Vitamin B 12) und jede Menge Eiweiß satt – all das bietet Rindfleisch. Daneben liefert Rind eine beachtliche Menge an hochwertigem Eisen, welches der Körper besonders gut verwerten kann. Besonders für uns Frauen sollten Ihren Eisenhaushalt im Blick behalten, da wir aufgrund unserer Monatsblutung zur Risikogruppe für Eisenmangel gehören.

Wählt man dann auch noch das richtige Stück vom Rind, bleibt die Gaumenfreude auch extrem fettarm. Filet, Tartar und Steak (nicht jedes!) heißen die fettarmen Varianten beim Rindfleisch. Vor allem das feine Tartar punktet mit gerade einmal 3 Gramm Fett pro 100 Gramm. Normales Rinderhack kann da nicht mithalten, denn es liefert auf gleicher Menge 14 Gramm Fett. Das ist allerdings immer noch besser als Schweinehack mit 20 Gramm.

Fettarm: Tartar, Steak, Filet, Keule (Ober-u. Unterschale, Hüfte, Kugel), Roastbeef
Nicht fettarm: Gehacktes, Kamm

5. Lammfleisch ist fettarm und vielfältig

Lammkotelett ist lecker, aber nicht sonderlich fettarm
Lammkoteletts sind lecker, aber Lammfilet ist viel fettärmer © Lisovskaya Natalia / Shutterstock.com

Lammfleisch ist nicht nur verdammt vielfältig in der Zubereitung, sondern auch eine sehr fettarme Fleischsorte. Ob gegrillt, gebraten oder geschmort: Das zarte Fleisch punktet immer mit einem saftigen Geschmack. Während einer fettarmen Ernährung sollten Sie allerdings nicht so oft an den beliebten "Lamb Chops" (Koteletts mit Knochen) herum knabbern. Der knusprig-saftige Leckerbissen ist mit 17 Gramm Fett pro 100 Gramm nämlich alles andere als fettarm und sollte lieber durch ein Filetstück ersetzt werden. Das ist mit gerade einmal 4 Gramm Fett das fettärmste Stück vom Lamm und wird Sie nicht mit ein paar extra Kilos bestrafen.

Fettarm: Keule, Filet
Nicht fettarm: Kotelett

6. Kalb: So zart, so fettarm, so lecker

Beim Jungbrunnen unter den Fleischsorten darf – anders als beim Schweinefleisch – auch mal ein Stück Haxe auf dem Tisch landen. Die Gaumenfreude ist mit 4 Gramm zwar nicht das fettärmste unter den Kalbfleischsorten, aber definitiv kein fettiges Vergnügen. Möchten Sie es noch fettärmer, sollten Sie auf ein Stück Filet zurückgreifen – weniger Fett beim Kalbfleisch geht dann aber wirklich nicht mehr. Von einem Kotelett sollten Sie allerdings lieber die Finger lassen. Das ist mit 8 Gramm zwar nicht ganz so fettreich wie das Kotelett vom Lamm, sollte aber bei einer fettarmen Ernährung nicht unbedingt gegessen werden.

Fettarm: Filet, Haxe, Keule, Leber, Schnitzel, Schulter
Nicht fettarm: Kotelett

Fazit: Von Hähnchenbrust über Rinderfilet, bis hin zur Lammkeule: Beim Fleisch ist für jeden Geschmack etwas Fettarmes dabei – zumindest solange Sie das richtige Stück wählen. Achten Sie dabei noch auf eine fettarme Zubereitung, so steht Ihrer Traumfigur nichts mehr im Weg.

24.07.2017| © womenshealth.de
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