Beachvolleyball Die wichtigsten Moves und Tipps beim Beachvolleyball

Mit dieser Beachvolleyball-Anleitung machen auch Anfänger eine gute Figur beim Match am Strand © sashafolly / Shutterstock.com

Nur faul in der Sonne brutzeln fällt diesen Sommer aus. Unsere Beachvolleyball-Anleitung für Anfänger mit Tipps von Laura Ludwig bringt Action an den Strand

Workout mit Spaßfaktor: Darum lieben wir Beachvolleyball

Wer diesen Sommer neben Faulenzen am Strand auch etwas für seine Fitness tun will, schnappt sich einfach einen Ball und tobt sich im Sand aus: Beachvolleyball ist ein tolles Ganzkörpertraining mit extrem hohem Spaßfaktor. Dabei werden nicht nur Arme und Schulterpartie trainiert. Das Laufen im Sand und das Schwungholen aus den Beinen fordern optimal Beine und Po. Da der Sand uneben und weich ist, muss auch Ihre Core-Muskulatur ordentlich ackern, um die Balance zu halten. Das Resultat: Schöne Bauchmuskeln, straffe Beine und einen Knackpo.

Wir haben Beachvolleyball-Olympiasiegerin Laura Ludwig im Rahmen der mit Bridgestone-Kampagne "Verfolge deinen Traum. Egal, was kommt" zum Training getroffen und sie nach ihren besten Volleyball-Tipps für Anfänger gefragt.

Anleitung: Die Beachvolleyball-Basics für Anfänger

Beim Volleyball gibt es viele Annahme-, Zuspiel-, Aufschlag- und Blocktechniken. Mit diesen 3 Basic Moves machen auch Anfänger eine gute Figur beim Match:

Baggern

Das Baggern kommt sowohl bei der Annahme als auch beim Zuspiel zum Einsatz. Dabei ist es wichtig, dass die Arme lang vor dem Körper ausgestreckt sind und die Handgelenke mit den Unterarmen eine gerade Linie bilden. Am besten können Sie den Ball kontrollieren, wenn Sie ihn möglichst nah an den Handgelenken spielen.

Pritschen

Beim Pritschen wird der Ball über der Stirn gespielt. Bilden Sie dazu ein Dreieck mit beiden Händen aus Zeigefinger und Daumen und halten Sie die Arme ausgestreckt nach vorne oben. Wenn nun der Ball kommt, geben die Handgelenke und Ellenbogen etwas nach, nur die vorderen Fingerglieder berühren den Ball und spielen ihn in die Höhe.

Schlagen und Aufschlagen

Beim Aufschlagen und auch beim Schlagen über das Netz kommt es auf das richtige Timing an. Also: Bringen Sie sich in eine gute Position zum Ball. Mit einem anschließenden Stemmschritt leiten Sie den Move ein, dann tief in die Knie gehen und gleichzeitig mit beiden Armen nach hinten ausholen. Im anschließenden Absprung holen Sie die Arme nach vorne, der Schlagarm holt nach hinten aus und trifft den Ball ausgestreckt mit der flachen Hand.

Diese 11 Beachvolleyball-Regeln sollten Anfänger kennen

Die wichtigsten Moves sitzen, dann geht es jetzt ans Regelwerk. Diese Volleyball-Regeln und -Fachbegriffe machen Sie zur Queen of the Beach:

1. Spielzug

Ein Team darf den Ball in einem Spielzug dreimal berühren und muss versuchen ihn beim gegnerischen Team auf den Boden zu bringen.

"Queen of the Beach" ist eine Turnierart, bei der die Teampartner mit jedem Spiel wechseln. Die Spielerin, die die meisten Spiele gewinnt ist Königin des Strands. © sashafolly / Shutterstock.com

2. Sätze

Beim Beachvolleyball werden maximal 3 Sätze gespielt. Die ersten beiden haben 21 Punkte, der dritte Entscheidungssatz hat nur 15 Punkte und wird nur bei Gleichstand gespielt. Um einen Satz zu gewinnen, muss ein Team mindestens 2 Punkte Vorsprung haben. Gewinnt ein Team zwei Sätze hintereinander sagt man "One-Two-Barbecue“, weil das Match damit vorbei ist.

3. Seitenwechsel

Nach 7 gespielten Punkten wechseln die Teams die Seite, um einen wetterbedingten Nachteil auszugleichen.

4. Punkte

Ein Team bekommt einen Punkt, wenn es gelingt den Ball auf dem gegnerischen Spielfeld auf den Boden zu bringen oder das andere Team einen Fehler macht.

5. Fehler

Das gegnerische Team bekommt einen Punkt, wenn der Ball gegen einen Pfosten prallt, ins Netz geht, unter dem Netz durchfliegt, geworfen oder gehalten wird.

6. Aufschlag

Der Ball wird vom hinteren rechten Spielfeldrand ins Spiel gebracht. Dafür gibt es nur einen Versuch und die Grundlinie darf nicht berührt werden. Macht das aufschlagende Team einen Punkt, hat derselbe Spieler wieder Aufschlag. Wenn das annehmende Team einen Punkt macht, wird in der Aufschlagreihenfolge rotiert.

Ein sehr hoch gespielter Ball heißt beim Volleyball "Skyball" oder "Sun Serve". © sashafolly / Shutterstock.com

7. Netz

Das Volleyballnetz ist bei den Damen 2,24 Meter hoch. Sowohl Ball als auch Spieler dürfen es nicht berühren.

8. Blocken

Außer beim Aufschlag dürfen Spielzüge des Gegners geblockt werden. Dabei dürfen Sie auch über das Netz greifen. Die 3 Ballkontakte zählen erst nach dem Blocken.

9. Ballkontakt

Außer beim Aufschlag darf der Ball mit jedem Körperteil gespielt werden. Wichtig ist nur, dass Sie ihn schlagen – niemals werfen oder festhalten. Außerdem darf der Ball nicht zweimal direkt hintereinander vom selben Spieler berührt werden.

10. Angriff und Abwehr

Der Ball darf nur bei einem hart geschlagenen Schmetterball mit der offenen Hand ("open hand“) abgewehrt werden. Oft wird er allerdings nur mit den Fingerknöcheln ("Poke Shot“) über das Netz gespielt, um ihn kurz dahinter abzulegen.

11. Time-out

Jedes Team darf pro Satz eine Auszeit von 30 Sekunden nehmen.

5 Profi-Tipps, mit denen Sie sofort besser Volleyball

Mit diesen 5 Tipps von Olympiasiegerin Laura Ludwig optimierten Sie Ihre Performance auf dem Volleyballfeld:

Olympia-Siegerin Laura Ludwig verrät Ihre besten Volleyball-Tipps. © sashafolly / Shutterstock.com

1. Auf den Ball zugehen
Bei der Annahme des Balls ist es wichtig, den Körper hinter den Ball zu bringen, um ihn möglichst frontal vor dem Körper spielen zu können. So haben Sie ihn besser unter Kontrolle und können ihn Ihrem Teampartner gezielt zuspielen. Heißt: Wenn der Ball auf Sie zukommt, bewegen Sie sich mit schnellen Schritten in seine Richtung, sodass Sie in einer guten Position sind, um ihn gerade annehmen zu können. Es reicht nicht aus, nur die Arme nach dem Ball auszustrecken, da Sie ihn so meist nicht gut erwischen.

2. Aus den Beinen arbeiten
Die Beinarbeit ist beim Beachvolleyball wichtiger, als es vielleicht den Anschein macht. Sowohl bei der Annahme als auch beim Zuspiel und Schlagen sollte man tief in die Knie gehen und sich zeitgleich mit dem Spielen des Balls wieder aus den Knien hochdrücken, um den Schwung auf den Ball zu übertragen. Eine leichte Schrittstellung sorgt dafür, dass Sie stabil stehen.

3. Spannung aufbauen
Bei jedem Kontakt mit dem Ball ist Spannung in den Armen und Händen super wichtig, damit der Ball gut abprallen kann. Außerdem beugen Sie so Verletzungen vor. Nur beim Pritschen ist es wichtig, dass die Finger und Handgelenke etwas nachgeben, damit Sie den Ball gezielt zuspielen können.

4. Hoch spielen
Beim Schlagen sollten Sie immer versuchen, den Schwung aus dem Stemmschritt nicht in Weite, sondern in Höhe umzusetzen. Die Höhe brauchen Sie nämlich, um den Ball sicher übers Netz zu schlagen. Außerdem wollen Sie sich ja nicht im Netz verheddern und dem gegnerischen Team einen Punkt schenken.

5. Die Beine trainieren
2 Fitnessübungen, die Sie besonders gut aufs Beachvolleyballspielen vorbereiten, sind Box Step-ups mit zu den Seiten ausgestreckten Armen und tiefe Kniebeugen.

Nun liegt es an Ihnen! Trauen Sie sich dieses Volleyball-Wissen in die Tat umzusetzen. Egal ob im Freibad, am Baggersee oder am Strand: Legen Sie das Buch zur Seite und bringen den Ball in die Luft! Auch wenn die Moves anfangs noch etwas Übung brauchen, es lohnt sich. Das Workout im Sand macht Spaß, formt einen sexy Beachbody und das Gefühl nach einem Match völlig verschwitzt wie ein vom Sand paniertes Schnitzel ins Wasser zu springen, ist einfach unvergleichbar.

13.06.2018| © womenshealth.de
Mimi Manthei Fitness-Trainee
Anna Ullrich Fitness-Redakteurin
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