Reishi So profitieren Sie vom Heilpilz Reishi

Vital- und Heilpilz: der Reishi als Kapsel oder Pulver
Frischer Reishi ist zu bitter um ihn zu essen, daher gibt es den Vitalpilz hierzulande nur als Kapsel oder Pulver © tarapong srichaiyos / Shutterstock.com

Der Reishi erlebt gerade einen riesen Hype, dabei ist der Vitalpilz viel mehr als nur ein flüchtiger Food-Trend: Wir verraten, wie Sie die natürliche Heilwirkung des Reishi für sich nutzen können

In diesem Artikel:

Was ist der Reishi?

Der Reishi ist einer der ältesten und wirkungsvollsten Vitalpilze. Das Heilen mit Pilzen – die sogenannte Mykotherapie – ist fester Bestandteil der Traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und auch hier bei uns eine (vollkommen legale) natürliche Naturheilmethode. In China gilt der Reishi sogar als "König der Heilpflanzen" und trägt Beinamen wie "Pilz des ewigen Lebens".

Naja, solche Wunder kann er wohl nicht bewirken, doch aktuell findet man immer mehr Posts mit #reishi auf Instagram. Doch was genau soll der Reishi eigentlich bewirken und wie isst man ihn?

Wir haben dazu den Gründer und Vorstand des Mykotroph Instituts für Ernährungs- und Pilzheilkunde Franz Schmaus befragt. Paleo-Bloggerin Marie Löffler von marie's. sweet paleo treats hat uns zudem verraten, was Sie mit dem Reishi in der Küche alles anstellt und wie auch Sie von den Benefits des Vitalpilzes profitieren können.

Welche Wirkungen hat der Vitalpilz?

Der Reishi-Pilz wird als Naturheilmittel bei zahlreichen Krankheiten angewendet. Seine Inhaltsstoffe zählen zu den am besten erforschten Vitalpilzsubstanzen. Denn fast alles, was man vor tausenden von Jahren in China über die Wunderwirkungen des Reishi schrieb, konnte mittlerweile in wissenschaftliche Studien nachgewiesen werden.

Der Reishi-Pilz
Der Reishi ist einer der wirkungsvollsten Vitalpilze überhaupt © successo images / Shutterstock.com

Die wichtigsten Inhaltsstoffe des Reishi – und der Grund für viele der gesundheitlichen Wirkungen – sind die Polysaccharide und die Triterpene. Triterpene wirken ähnlich wie Kortison und dämmen unter anderem die Histaminausschüttung ein, wodurch Allergien und Entzündungen aller Art mit dem Reishi natürlich behandelt werden können. "Der Reishi hat einen starken Bezug zur Lunge – beziehungsweise den Bronchien – und ist somit ein wichtiger Pilz, der bei allen Allergieformen die mit Pollen, Sporen, Milben oder Gerüchen zu tun haben, zum Einsatz kommt", so Experte Schmaus. "Er verbessert zudem die Sauerstoffsättigung im Blut und ist gut fürs Herz und für die Leistungssteigerung, vor allem bei Sportlern."

Neben den Atemwegsorganen, wirkt sich der Reishi besonders positiv auf die Leber(regeneration) aus. Doch damit nicht genug: "In der Leber wird 80 Prozent unseres Cholesterins produziert, somit wirkt sich der Reishi auch positiv auf einen erhöhten Cholesterinspiegel aus", so Franz Schmaus. "Da in der traditionellen chinesischen Medizin auch die Augen zum Leberkreislauf gehören, hilft der Pilz ebenfalls bei Augen- und Sehproblemen."

Und der "göttliche Pilz der Unsterblichkeit" würde nicht so heißen, wenn er nicht auch einen Anti-Aging-Effekt aufweisen würde. Der Reishi wirkt nämlich antioxidativem Stress entgegen und kann die Zellen vor schädlichen freien Radikalen, die die Hautalterung begünstigen, schützen.

"Der Reishi ist daher ideal für alle Pollen-Allergie geplagten Leute, aber auch für Sportler und alle, die ein gesundes Anti-Aging betreiben wollen", fasst der Mykologie-Experte zusammen.

Auf einen Blick: Bei diesen Krankheiten hilft der der Reishi-Pilz

  • Asthma
  • Allergien
  • Bronchitis
  • Neurodermitis
  • Chronischer Hepatitis
  • Gelenkentzündungen
  • Lebererkrankungen
  • Geschwächtes Immunsystem
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Bluthochdruck
  • Hohe Cholesterinwerte
  • Depressionen
  • Magengeschwüre
  • und sogar Krebs

Mehr Infos zur Behandlung gibt es auf der Seite des Instituts für Ernährungs- und Pilzheilkunde unseres Experten Franz Schmaus.

Wie kann man Reishi einnehmen?

Das Wichtigste zuerst: Reishi ist kein Speisepilz und roh so gut wie ungenießbar, da er einen sehr bitteren Geschmack hat. Daher wird er nach der Ernte getrocknet und dann weiter verarbeitet, zum Beispiel zu Kapseln oder Pulver. Das Reishi-Pulver schmeckt – wie auch der rohe Pilz – ziemlich bitter. "Wir empfehlen nur Pilzpulver-Kapseln, da loses Pulver zu schnell wieder feucht werden kann und dann auch wieder verschimmeln kann", rät Franz Schmaus. Kapseln lassen sich zudem besser dosieren.

Der Reishi gehört zu den Vitalpilzen
Reishi gibt es in Pulver- oder Kapselform © tarapong srichaiyos / Shutterstock.com

Laut Einnahmeempfehlungen verrührt man ein- bis zweimal täglich einen Teelöffel Pulver in Flüssigkeit (z.B. in warmes Wasser als Tee oder Brühe) oder streut es über Speisen.

Doch mit dem Pulver kann man in der Küche noch so viel mehr anstellen. Das beweist Bloggerin Marie mit ihren Reishi-Rezepten, zu denen wir gleich noch kommen werden. Im letzten Jahr ist sie auf den Heilpilz aufmerksam geworden und experimentiert seither viel damit herum. "Ich habe damals zum Thema TCM und Hormonhaushalt recherchiert und bin dabei auf Vital- und Heilpilze, Adaptogene und Kräuterelixiere gestoßen", so die Food-Bloggerin aus Leipzig.

Der Grund: Sie leidet unter Endometriose, ist dank Ernährungsumstellung aber symptomfrei. Sie war auf der Suche nach einem natürlichen Mittel, welches ihr in stressigen Zeiten hilft, sich auszubalancieren. Der Reishi ist dafür ideal.

Wie kann man Reishi-Pulver in der Küche verwenden?

Marie nimmt das Reishi-Pulver bevorzugt am Abend zu sich, denn: "Reishi beruhigt Körper und Geist, entspannt und sorgt bei mir für erholsameren und tieferen Schlaf", so die Paleo-Anhängerin.

Ihr Lieblingsdrink vor dem Schlafengehen: Moon Milk. "Das ist ein warmes Getränk, vorzugsweise mit Pflanzenmilch, und verschiedenen Adaptogenen, die entspannend und beruhigend auf Körper und Geist wirken." Der Reishi ist so ein Adaptogen, dazu gehören aber auch Ginseng, Rosenwurz, Ashwagandha & Co. Diese natürlichen Stoffe aus Pflanzen und Pilzen ermöglichen es unserem Körper, besser mit Stress umzugehen und sich Stresssituationen besser "anzupassen" (englisch: to adapt). Sie machen ihn zudem widerstandsfähiger gegenüber möglichen Überlastungssymptomen.

Moon milk mit Reishi
Leckerer Schlummertrunk: Moon milk © Marie Löffler @marie's sweet paleo treats

"Moon Milks stammen aus der ayurvedischen Tradition, erwärmte Milch vor dem Schlafengehen zu sich zu nehmen und Körper und Geist so zu beruhigen", erklärt Marie. Das Konzept ist nicht neu, auch bei uns ist warme Milch mit Honig ein beliebter Schlummertrunk.

Marie’s Rezept für Moon Milk mit Reishi

  • 1 Tasse Wasser (oder Pflanzenmilch)
  • 1 TL Kokosmus
  • 1 TL rohen Kakao
  • 1/2 TL Collagen
  • ¼ -1/2 TL Reishi
  • 1 Prise Zimt
  • 1 Prise Salz

Zubereitung: Wasser (oder Pflanzenmilch) erhitzen und das Kokosmus darin schmelzen lassen. Das nicht mehr kochende Wasser zusammen mit den restlichen zutaten in einen Hochleistungsmixer geben und etwa 10 - 30 Sekunden gut durchmixen, bis es schaumig und schön cremig ist. Die Moon milk warm genießen.

Tipp von Marie: "Wer sensibel auf das im Kakao enthaltene Koffein reagiert, kann auf koffeinfreies Carobpulver zurückgreifen oder aber statt Kakao 1 TL geschmolzene Kakaobutter zur Moon Milk hinzufügen."

Marie verwendet das Reishi-Pulver aber nicht nur für Ihren Schlummertrunk, sondern auch für Ihre süßen Paleo-Naschereien, wie diesen Mandel-Schokoladen-Fudge mit Reishi:

Wo kann man Reishi-Produkte kaufen?

Reishi-Pulver, Kapseln & Co. bekommen Sie in Bio-Läden, Reformhäusern, Apotheken und natürlich in Internetshops wie z.B. terraelements oder MycoVital.

Setzen Sie beim Kauf von Reishi auf Bio-Qualität. Das Reishi-Produkt – ob Kapsel oder Pulver – für das Sie sich am Ende entscheiden, sollte zu 100 Prozent natürlich sein und keinerlei Zusatzstoffe enthalten. Experte Schmaus rät: "Wir empfehlen nur Pilzpulver in Kapseln aus dem ganzen Pilz, da hier die wichtigen Entgiftungsenzyme enthalten sind."

Finger weg von Extrakten

„Wir empfehlen generell keine Extrakte, da diese zu 99 Prozentaus China kommen. Es werden dort viele Versprechungen gemacht aber oft nicht eingehalten“, warnt Franz Schmaus. "Amerikanische Untersuchungen habe gerade hervorgebracht, dass oft überhaupt keine wirksamen Inhaltsstoffe in den Extrakten nachgewiesen werden konnten", so der Mykologe.

So profitieren Sie vom Reishi-Pilz

Auch wenn Vitalpilze, wie der Reishi, gerade einen echten Hype erleben, sind sie viel mehr als nur ein kurzzeitiger Food-Trend. Seit Jahrtausenden gelten sie als wirksame und vollkommen natürliche Naturarznei, um Krankheiten zu heilen und Symptome zu lindern.

Man kann sie aber natürlich auch präventiv einnehmen, denn sie helfen uns, gesund und leistungsfähig zu bleiben, machen uns anpassungsfähiger gegenüber Stress, wirken als natürliches Antiallergikum und können unser Hautbild verbessern – und das ganz ohne Nebenwirkungen zu verursachen. Und als Moon milk genossen ist der Reishi wohl die leckerste "Medizin" schlechthin.

21.02.2018| © womenshealth.de
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