Gefährliche Zysten Wann Eierstockzysten gefährlich sind

Wann Eierstockzysten gefährlich sind
Eierstockzysten unbedingt regelmäßig vom Gynäkologen überwachen lassen © Shutterstock

Die gute Nachricht zuerst: 98 Prozent aller Eierstockzysten sind gutartig. Über die restlichen 2 Prozent erfahren Sie hier mehr

Auch ein Überschuss an männlichen Hormonen macht Zysten

In Deutschland produzieren rund 1 Million Frauen überdurchschnittlich männliche Hormone (Androgene). Diese Androgene stellen den weiblichen Zyklus ziemlich auf den Kopf und stören die normale Reifung des Follikels. Das begünstigt die Bildung gleich mehrerer Zysten. Polyzystisches-Ovarien-Syndrom, kurz PCOS, heißt das im Fachjargon. Dabei platzen die Follikel nicht, es gibt keine reifen Eier und es kann keine Befruchtung stattfinden. Eine Therapie ist da möglich, z.B. mit einer Antibabypille oder niedrig dosierten Kortison-Präparaten.

Makaber aussehende Zysten infolge angeborener Fehlbildung

Zysten infolge angeborener Fehlbildungen stellen eine zweite Gruppe dar. Das sind relativ große Keimzelltumore, die sich – bedingt durch eine Fehlentwicklung während der Zeit als Embryo – in einem Hohlraum des Eierstocks entwickeln. Sie bestehen aus vollkommen verschiedenen Gewebearten und damit aus Muskeln, Knorpel, kleinen Knochen, Haaren und teils aus völlig ausgebildeten Zähnen. Glücklicherweise entarten die merkwürdigen Gebilde nur in 1 bis 2 Prozent der Fälle. Dann müssen sie unbedingt operativ entfernt werden.

Vorsicht bei Komplikationen

Zwar sind 98 Prozent der Eierstockzysten gutartig. Doch bei einer von zehn Frauen kann es zu gefährlichen Komplikationen kommen: Die Zyste kann platzen, was mitunter gefährliche Blutungen ins Bauchinnere verursacht, die flüssigkeitsgefüllte Zyste kann sich um die eigene Achse (Stieldrehung) drehen und stranguliert dabei die zuführenden Blutgefäße des Eierstocks bis hin zum Abriss der Gefäße. Beide Male ist eine Notfalloperation erforderlich. Wenn Sie also kolikartige Schmerzen bekommen, ab ins Krankenhaus. Treten Dauerblutungen der Gebärmutter auf, hilft zumeist eine Hormontherapie.

08.03.2012| Gerlinde Felix © womenshealth.de
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