Glute Kickbacks richtig machen: Die beste Übung für deinen Po

Po-Kickbacks
Glute Kickbacks richtig machen: Die beste Übung für deinen Po

Übungen von A–Z
ArtikeldatumZuletzt aktualisiert am 21.04.2026
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Glute Kickbacks - Übung
Foto: gettyimages/Kala Moments

Egal ob im Fitness-Studio oder im Wohnzimmer: Kickbacks bringen dich deinem Traum-Po ein Stück näher. Hier erfährst du alles zur richtigen Ausführung, typischen Fehlern, Varianten und wie du Kickbacks in dein Po-Training integrierst.

Summary

  • Schwierigkeitsgrad: Anfänger bis Fortgeschrittene
  • MET-Wert: 4,5–5
  • Hauptregion: Gesäß
  • Equipment/Hilfsmittel: keine; optional: Kabelzug, Kickback Maschine, Gewichtsmanschette oder Miniband

Was sind Kickbacks und warum ist die Übung für den Po so effektiv?

Glute Kickbacks, oft einfach Kickbacks genannt, sind eine klassische Isolationsübung für den Po. Im Gegensatz zu komplexen Übungen wie Squats oder Ausfallschritten liegt der Fokus hier fast ausschließlich auf der Hüftstreckung: Du führst das Bein kontrolliert nach hinten und aktivierst gezielt den Gluteus maximus.

Die Effektivität der Kickbacks liegt darin, dass sie den Gluteus maximus, also den größten Gesäßmuskel, gezielt und ohne Ablenkung aktivieren. Gerade für Frauen ist das besonders interessant, da diese Muskelgruppe sowohl für die Optik als auch für die Funktion eine Schlüsselrolle spielt. Durch die einfache, aber präzise Bewegung lassen sich Pomuskeln isoliert ansteuern, was die Übung zu einer beliebten Ergänzung im Po-Training für Frauen macht.

Diese Muskeln werden beansprucht

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Kickbacks sind eine Isolationsübung, bei der die Bewegung primär aus dem Hüftgelenk erfolgt. Mehrere Muskelgruppen arbeiten dabei zusammen, um die Hüftstreckung kontrolliert auszuführen und das Becken zu stabilisieren:

  • Gluteus maximus (großer Gesäßmuskel): Hauptakteur der Übung und verantwortlich für die Hüftstreckung.
  • Hamstrings (Oberschenkelrückseite): Unterstützen die Bewegung als Synergisten.
  • Gluteus medius und minimus: Stabilisieren das Becken und verhindern ein Abkippen.
  • Core (Rumpfmuskulatur): Sorgt für eine stabile Körpermitte und schützt vor einem Hohlkreuz.
  • Unterer Rücken: Arbeitet stabilisierend, um die Wirbelsäule in Position zu halten.

Tipp: Drehst du das Bein leicht nach außen, aktivierst du zusätzlich den mittleren Gesäßmuskel stärker.

MET-Wert und Kalorienverbrauch

Mit einem MET-Wert von 4,5–5 sind Kickbacks eine moderate Übung. Je nach Tempo und Gewicht verbrennst du 45–50 kcal in 10 Minuten. Besonders im Supersatz mit Squats oder Hip Thrusts steigt der Kalorienverbrauch deutlich.

Funktionale Alltagsvorteile

Ein starker Po bedeutet weit mehr als nur eine ästhetische Form. Der Gluteus maximus ist einer der größten und wichtigsten Muskeln des Körpers – und Kickbacks helfen dir, ihn gezielt zu kräftigen.

Eine verbesserte Hüftstreckung macht sich im Alltag schnell bemerkbar: Du hast mehr Kraft beim Treppensteigen und läufst dynamischer.

Gleichzeitig entlastet ein starker Po den unteren Rücken. Ist die Gesäßmuskulatur zu schwach, übernimmt oft die Lendenwirbelsäule zu viel Arbeit – ein häufiger Grund für Beschwerden.

Gerade Frauen profitieren in besonderem Maße von diesem Training. Ein kräftiger Gluteus wirkt aktiv gegen Beckeninstabilitäten, die häufig zu Problemen im Bewegungsapparat führen. Das macht nicht nur Bewegungen im Alltag sicherer, sondern verbessert auch die Stabilität bei Sportarten wie Yoga, Pilates, Tennis oder Krafttraining.

So vereinen Kickbacks optische Vorteile mit einem echten Plus an Funktionalität, Gesundheit und Leistungsfähigkeit – ein Gewinn für jede Frau, die langfristig stark, stabil und beschwerdefrei bleiben möchte.

Nachteile von Kickbacks

Kickbacks sind eine effektive, aber isolierte Übung. Im Vergleich zu Grundübungen wie Squats oder Hip Thrusts ist der Trainingsreiz geringer, da weniger Muskelgruppen gleichzeitig arbeiten. Für maximalen Muskelaufbau sollten sie daher eher ergänzend eingesetzt werden.

Zudem ist die Progression begrenzt: Ohne Geräte oder hohe Zusatzgewichte lässt sich die Intensität nur eingeschränkt steigern.

Auch die Muskelaktivierung fällt individuell unterschiedlich aus. Viele spüren die Übung anfangs eher im unteren Rücken oder in den Beinen, wenn die Ansteuerung der Glutes noch nicht optimal ist.

Die richtige Ausführung

Kickbacks wirken nur dann optimal, wenn du sie technisch sauber ausführst. So geht es richtig:

Wichtig zu beachten

Diese Variante im Vierfüßlerstand ist ideal für Einsteigerinnen, um ein gezieltes Gefühl für die Aktivierung der Gesäßmuskulatur zu entwickeln.

Ausgangsposition: Platziere deine Hände im Vierfüßlerstand direkt unter den Schultern und deine Knie unter der Hüfte. Dein Rücken bildet eine gerade Linie, der Blick ist neutral nach unten gerichtet.

Core-Spannung: Aktiviere deine Körpermitte, indem du den Bauchnabel fest Richtung Wirbelsäule ziehst. Das ist entscheidend, um dein Becken zu fixieren und ein Ausweichen in das Hohlkreuz zu verhindern.

Die Bewegung (Kick): Schiebe ein Bein kontrolliert und kraftvoll nach hinten oben, bis es fast vollständig gestreckt ist. Führe die Bewegung allein aus der Kraft deines Gesäßes aus, ohne mit dem Oberkörper zu schwingen.

Endposition: Drücke die Ferse am höchsten Punkt aktiv nach hinten weg, bis du die maximale Spannung im Po spürst. Achte darauf, das Bein nur so hoch zu heben, wie du deinen unteren Rücken absolut stabil und gerade halten kannst.

Rückführung: Führe das Bein langsam und kontrolliert wieder nach vorn, bis das Knie wieder unter der Hüfte schwebt. Wichtig: Stoppe die Bewegung hier bewusst und ziehe das Knie nicht zu weit Richtung Brust, damit dein Rücken flach bleibt und die Spannung im Gesäßmuskel erhalten bleibt.

Dos und Don'ts

Die häufigsten Fehler und wie du sie vermeidest

Kickbacks sehen simpel aus – genau deshalb werden sie oft falsch ausgeführt und verlieren schnell an Effektivität.

Checkliste für Anfängerinnen

Achte bei Kickbacks auf diese Basics:

  • Core aktiv: Bauch fest anspannen, kein Hohlkreuz
  • Bewegung aus der Hüfte, nicht aus dem Rücken
  • Langsam und kontrolliert statt mit Schwung
  • Bein nur so hoch heben, wie der Rücken stabil bleibt
  • Lieber leicht starten und Technik zuerst sauber lernen

Wenn du diese Grundlagen verinnerlichst, wirst du schnell Fortschritte bemerken und das Training nicht nur effektiver, sondern auch deutlich angenehmer erleben.

Varianten der Kickbacks

Kickbacks lassen sich je nach Trainingslevel und Equipment variieren – von einfach bis anspruchsvoll:

  • Kickbacks ohne Geräte: Die oben beschriebene Basis-Variante am Boden – ideal zum Aufwärmen oder für ein reines Körpergewichtstraining.
  • Kickbacks mit Miniband: Perfekt für zu Hause. Das Band wird um die Fußgelenke fixiert, um den Widerstand zu erhöhen.
  • Kickbacks mit Zusatzgewicht: Hier werden Gewichtsmanschetten an den Fußgelenken genutzt, um die Intensität zu steigern.
  • Kickbacks am Kabelzug (klassisch): konstante Spannung über den gesamten Bewegungsumfang, ideal für das Training im Studio.
  • Kickbacks an der Maschine: Viele Studios bieten spezielle Geräte, die den bogenförmigen Bewegungsablauf des Kickbacks mechanisch führen und so eine maximale Isolation ermöglichen.

Progressionsweg mit Tipps

Kickbacks lassen sich einfach progressiv gestalten.

  • Level 1: Beginne mit Körpergewicht im Vierfüßlerstand. Konzentriere dich auf die Spannung im Po.
  • Level 2: Nutze Minibänder für mehr Widerstand. Variiere zwischen stehend und auf allen Vieren.
  • Level 3: Steige auf Kabelzug oder Zusatzgewichte um. Hier kannst du die Intensität gezielt steigern.
  • Level 4: Ergänze Kickbacks mit komplexeren Po-Übungen wie Hip Thrusts oder Bulgarian Split Squats, um das Training abzurunden.

FAQ – Häufige Fragen zu Kickbacks

Fazit