Kombucha Tee werden viele gesunde Wirkungen nachgesagt Oksana Mizina / Shutterstock.com

Kombucha So gesund ist das Trend-Getränk tatsächlich

Er soll das Immunsystem stärken und das Blut reinigen: Kombucha ist der neueste Food-Trend. Doch was hat es mit dem Hype wirklich auf sich?

Es ist die Lieblings-Limo der Stars: Kombucha ist aus Hollywood nicht mehr wegzudenken. Stars wie Kourtney Kardashian und Halle Berry schwören auf das fermentierte Tee-Getränk.

Angeblich soll Kombucha das Immunsystem stärken und sogar von innen heraus strahlend schön machen. Doch was ist an diesen oft gepriesenen Wunderwirkungen dran? Wir haben das Trend-Getränk genauer unter die Lupe genommen.

Was ist Kombucha?

Kombucha ist ein fermentiertes Tee-Getränk, das schon seit Tausenden von Jahren in Asien getrunken wird und dem seit jeher viele gesundheitsfördernde Eigenschaften zugesprochen werden. Wasser, Teeblätter (meist schwarzer und/oder grüner Tee) und Zucker werden zunächst gemischt, bis ein süßlicher Tee entsteht.

Nachdem der Tee abgeseiht wurde, das heißt durch eine Sieb gegossen wurde, werden Kombucha-Kulturen (ein Bakterien-Hefe-Gemisch) hinzugegeben, die dafür sorgen, dass der Tee gärt und der Zucker zu Kohlenstoffdioxid und Ethanol (Alkohol) abgebaut wird. Somit ist Kombucha leicht alkoholisch, der Alkoholgehalt variiert jedoch je nach Hersteller zwischen 0,5 und 2 Prozent.

Wie viele Kalorien und Zucker hat Kombucha?

Auch die Nährstoffzusammensetzung von Kombucha kann je nach Hersteller variieren. Die fermentierten Tee-Getränke enthalten im Durchschnitt pro 100 ml 22 Kalorien, zusammengesetzt aus 4,4 Gramm Kohlenhydrate in Form von Zucker und geringfügigen Mengen an Salz, Fett und Eiweiß.

Wonach schmeckt Kombucha?

Der Geschmack kommt ganz auf das Geschmacksdesign der Kombuchahersteller an. Grundsätzlich hat jeder Kombucha einen leicht süß-säuerlichen Geschmack, der ein wenig an Fassbrause, Cidre oder Federweißer erinnern kann.

Kombucha gibt es in vielen Geschmacksrichtungen
SewCream / Shutterstock.com
Kombucha gibt es in vielen Geschmäckern. Vorne links: der Teepilz.

Von den fertig produzierten Getränken auf dem Markt werden sehr unterschiedliche Geschmäcker bedient, von Zitronengras, Ingwer-Limette, bis Hibiskus mit rosa Pfeffer ist alles dabei. Meistens gilt: Umso mehr Mainstream die Marke, desto süffiger ist auch der Geschmack und desto weniger "Kombucha-Charakter" hat das Produkt am Ende.

Warum ist Kombucha gesund?

Kombucha werden sehr viele gesundheitliche Funktionen zugesagt, im Vordergrund steht aber vor allem die probiotische Wirkung und die gute Bekömmlichkeit für ein angenehmes Bauchgefühl. Je nach Herstellungsprozess kann diese stärker oder schwächer ausgeprägt sein.

Eine Systemic Review aus dem Jahr 2019 fasste 310 Studien zu Kombucha zusammen: So weisen Laboruntersuchungen (in vitro) und Tier-Experimente (in vivo), unter anderen mit Mäusen und Schweinen, darauf hin, dass sich Kombucha unter anderem positiv auf die Entwicklung bei Krebs, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen auswirken kann. Kann, wohlgemerkt.

Zudem scheint Kombucha antimikrobiell und entgiftend zu wirken, vielleicht kann es das Immunsystem stärken, womöglich auch die Funktionen der Leber und des Magen-Darm-Trakts unterstützen. Diese Effekte konnten jedoch bislang nicht an Menschen nachgewiesen werden, so dass z. B. den Herstellern solche Aussagen im Bezug auf Kombucha sogar verboten sind. Weitere Studien sind somit notwendig, um gesundheitsbezogene Effekte nachweisen zu können.

Nichtsdestotrotz ist Kombucha ein durchaus gesundes Getränk, vergleichbar mit anderen fermentierten Produkten wie beispielsweise Kefir.

Kombucha ist ein gesundes fermentiertes Teegetränk
Jacob Lund / Shutterstock.com
Es gibt Hinweise darauf, dass Kombucha die Gesundheit fördert.

Worauf sollte ich beim Kauf achten?

Beim Kauf solltest du vor allem auf zwei Aspekte achten: Das eine ist die rohe Herstellung, was bedeutet, dass das Produkt nicht pasteurisiert – also wärmebehandelt – wird und die lebenden Mikroorganismen somit überleben können.

Das andere, und das ist etwas schwieriger herauszufinden, ist die Dauer der Fermentation, also der mikrobiellen Umwandlung. Es gibt Hersteller, die ihren Kombucha traditionell und natürlich herstellen. Ähnlich wie bei gutem Wein, spielt die Dauer der Fermentation eine wichtige und entscheidende Rolle.

"Je länger das Produkt fermentiert, desto komplexer und geschmacksintensiver und hochwertiger wird das Getränk", erklärt Jennifer Färber, Gründerin des Anbieters Rho-Kombucha. "Der Unterschied ist daran zu erkennen, dass die Säure und der Zucker nicht ausgeglichen sind, wenn der Tee zu kurz fermentiert wurde. Fermentiert der Kombucha jedoch länger, sind Zucker und Säure ausbalanciert."

Hier hilft es einfach nur selbst zu probieren. Verwenden Marken eine traditionelle Fermentation, steht dies aber auch oft auf der Flasche oder Verpackung, weil es ein wesentlicher Differenzierungsfaktor ist.

Woran erkenne ich hochwertiges Kombucha?

Ob der Kombucha roh hergestellt wurde, kannst du zuhause ganz einfach nachprüfen. Stellst du den gekauften Kombucha neben die Heizung, sollte sich auf der Oberfläche der Flüssigkeit nach kurzer Zeit ein Kombuchapilz bilden, ein SCOBY (aus dem Englischen "Simbiotic culture of bakteria and yeast", zu deutsch: "eine Symbiose aus Bakterien und Hefen").

Wenn sich kein Kombuchapilz auf der Oberfläche bildet, weißt du, dass der Kombucha pasteurisiert beziehungsweise wärmebehandelt wurde und die Mikroorganismen im Getränk tot sind.

Kombucha wird mit Hilfe eines Teepilzes hergestellt
GreenArt / Shutterstock.com
Der Tee- oder auch Kombuchapilz ist ein Hinweis auf lebende Mikroorganismen.

So machst du Kombucha selbst

Du kannst auch selbst Kombucha zuhause herstellen. Einfach nur eine Flasche rohen Kombucha kaufen. Diesen als Ansatzflüssigkeit benutzen und mit Tee und Zucker anreichern, abdecken und neben die Heizung stellen. Meistens fermentiert der Tee bei 25 Grad Celsius.

Es gilt: Je wärmer die Außentemperatur, desto schneller fermentiert der Kombucha. Sobald das Getränk den gewünschten Geschmack erreicht hat, sollte die Fermentation gestoppt werden, indem du ihn ganz einfach in den Kühlschrank stellst.

Die Verbraucherzentrale weist jedoch darauf hin, dass bei der eigenen Herstellung Vorsicht geboten ist. So gibt es einige Berichte von allergischen Reaktionen, Übelkeit oder einer Übersäuerung des Blutes, die nach dem Konsum von selbst hergestelltem Kombucha auftraten. Es ist zwar unklar, ob tatsächlich der selbstgemachte Kombucha die Gesundheitsprobleme hervorgerufen hat, oder ob den Gesundheitsproblemen eine andere Ursache zugrunde liegt. Aber du solltest ein paar Punkte beachten, damit du deiner Gesundheit nicht schadest:

  1. Hände und benutze Utensilien ordentlich und heiß reinigen.
  2. Kein Keramik verwenden.
  3. Das Gefäß muss abgedeckt werden, damit es nicht verunreinigt.
  4. Kultur bei Schimmelbildung oder einer Veränderung der Farbe oder des Geruchs wegwerfen.

Kombucha ist ein abwechslungsreiches und gesundes Erfrischungsgetränk, aber kein Heilmittel. Du kannst es als kalorienarmen Durstlöscher und als Alternative zu anderen Softdrinks verwenden. Möchtest du Kombucha selbst herstellen, solltest du auf einen sauberen Umgang achten, ansonsten kann das gesunde Getränk schnell gesundheitsschädlich werden.

Individuelles Coaching
SPECIAL Jetzt 30% sparen!
  • 5 Top-Trainer zur Auswahl für dein Ziel
  • Ausführlicher Check-up vor Beginn
  • Maßgeschneiderter Trainings- und Ernährungsplan
  • Jede Übung in Bild und Video
  • Persönlicher Kontakt für Rückfragen und Feintuning
ab 15,00€
pro Woche
Jetzt buchen
Dieser Artikel kann Links zu Anbietern enthalten, von denen Women's Health eine Provision erhält. Diese Links sind mit folgendem Icon gekennzeichnet:
Zur Startseite
Food Food-Trends Nussmus Wir checken 10 Sorten Nussmus im Geschmackstest