So machen Sie sich Ihre Hormone beim Abnehmen zu Nutze Lyubov Levitskaya / Shutterstock.com

Abnehmen und Hormone Diese 5 Hormone sabotieren deinen Abnehm-Erfolg

Du treibst oft und viel Sport, isst gesund und vernünftig, aber trotzdem nimmst du nicht ab? Nicht verzweifeln! Vielleicht sind einfach diese 5 Hormone schuld

Du bist nicht schuld. Du tust alles, um abzunehmen, isst gesund, treibst viel und regelmäßig Sport. Wenn du dadurch nicht abnimmst, muss es an etwas anderem liegen. Wir haben da eine Idee.

Wenn die Kilos nicht (mehr) purzeln, könnten deine Hormone dahinterstecken. Denn Hormone bestimmen unter anderem, wie groß dein Appetit ist, wie gut deine Fettverbrennung funktioniert und wann die nächste Heißhungerattacke kommt.

In diesem Artikel:

Wie wirken Hormone auf das Essverhalten?

Sie regulieren es im Hintergrund. Grundsätzlich macht das auch Sinn, denn: "Der Körper steuert über Hormone einen sehr grundlegenden Regelkreis im Organismus. Sie sind gewissermaßen die Kommunikationsachse zwischen Bauch und Kopf", erklärt der Lübecker Ernährungsmediziner Prof. Sebastian Schmid.

Konkret sieht das dann so aus: "Durch das Hunger-Hormon Ghrelin zum Beispiel kann der Magen dem Gehirn melden 'Ich bin leer, bitte iss was' – und dann bekommt man Hunger. Sein Gegenstück, das Leptin, ist dagegen dafür verantwortlich, dass man mit dem Essen aufhört, sobald man genug zu sich genommen hat."

Kann es zu Heißhungerattacken durch Hormone kommen?

Du kennst es ja selbst: Du isst nicht immer nur, wenn oder weil du Hunger hast. Es gibt Situationen, in denen du automatisch mehr verschlingst: Zum Beispiel wenn du deine Tage bekommst oder wenn du schlecht geschlafen hast. Dass du dann Dauerkohldampf hast, verdankst du ebenfalls den Hormonen: "Schon eine halbe durchwachte Nacht lässt den Ghrelin-Spiegel messbar ansteigen", weiß Schmid. "Schlafmangel macht also nicht nur mürrisch, sondern auch hungrig." Ähnlich wirkt sich Stress aus: Stehst du unter Anspannung, beschert dir das Hormon Cortisol regelrechte Fressattacken.

So verhindern Hormone, dass Sie abnehmen
Lyubov Levitskaya / Shutterstock.com
Sport bleibt ein Abnehm-Faktor, er dient nicht nur der Kalorienverbrennung, sondern auch dem Abbau von Stress – und der kann auch dick machen.

Jetzt ausprobieren

Unsere Empfehlung
Abnehm-Trainingsplan Burn Fat Fast
Trainingsplan für 8 Wochen Fett weg in 8 Wochen
  • 39-Seiten-Trainingsplan als PDF
  • nur 2 Kurzhanteln nötig
  • für Einsteiger und Fortgeschrittene
  • jede Übung in Bild und Video erklärt
  • zum Ausdrucken optimiert, auf jedem Gerät verfügbar
  • Mehr Infos
7,90 €
Jetzt kaufen Nach Bezahlung kannst du das PDF hier in dieser Box herunterladen. Bei Problemen wende dich bitte per Mail an usermail@womenshealth.de. Wir helfen gern!
Personal Coaching
Coaching ZoneDein Fitness-Ziel in greifbarer Nähe

Du willst Gewicht verlieren, Muskeln aufbauen oder rundum fitter werden? Dann bist du bei uns genau richtig. Unsere Top-Trainer holen dich genau dort ab, wo du gerade stehst und schreiben dir einen maßgeschneiderten Trainings- und/oder Ernährungsplan - Motivation und Rückfragen inklusive.

Wie verhindern Hormone die Gewichtsabnahme?

Die Hormone tun das nicht aktiv oder gezielt. Sie reagieren eher auf einen ungesunden Lebensstil jenseits von Sport und Ernährung. Wenn du dir wie oben gesagt auf Dauer zu wenig Schlaf gönnst oder ständig gestresst bist, schaffst du damit die besten Voraussetzungen für eine Gewichtszunahme.

Das Problem: Das so entstandene Übergewicht wirkt sich dann wiederum negativ auf Ihren Hormonhaushalt aus und bringt ihn ordentlich durcheinander, was die ganze Sache nur noch schlimmer macht.

"Statt dem Übergewicht entgegenzuwirken und das Körpergewicht so zu regulieren, regen die Hormone zu weiterer Zunahme an“, erklärt der Hormonexperte. Das heißt: "Wer einmal dick war, hat es viel schwerer, ein gesundes Gewicht auf Dauer zu halten, als jemand, der schon immer normalgewichtig war." Damit es gar nicht erst so weit kommt, stellen wir dir die schlimmsten Abnehm-Boykottierer unter den Hormonen vor.

Welche Hormone verhindern das Abnehmen?

Jetzt mal Tacheles: Wer sind die Hormone, die deinen Abnehm-Erfolg sabotieren? Diese 5 Kandidaten sind maßgeblich für die Prozesse verantwortlich, die sich auf dein Gewicht auswirken:

1. Leptin

Leptin reguliert das Hunger- und Sättigungsgefühl und gibt deinem Gehirn Bescheid, dass du aufhören kannst zu essen, wenn du voll bist. Ein cleverer Kreislauf, der im Normalfall auch gut funktioniert.

Keinen Spaß versteht dieses Hormon aber, wenn du abnimmst und Fett abbaust, denn dann verliert es seine Lebensgrundlage (Leptin wird in den Körperfettzellen produziert) und macht sich rar. Heißt: Schmelzen die Fettdepots, sinkt auch der Leptinspiegel im Blut. Folge: Du hast mehr Hunger. Der Jo-Jo-Effekt ist somit programmiert und das Abnehmen fällt noch schwerer.

So regulierst du den Leptin-Spiegel: Finger weg von Radikal-Diäten, sonst macht sich dein Leptin in Nullkommanichts aus dem Staub und sorgt für ein Durcheinander deines Hunger-/Sattgefühls. Zudem solltest du auf eine ausreichende Zinkversorgung achten, denn ein Mangel an dem Spurenelement kann die zusätzlich Leptin-Produktion verringern. Super dafür: Sonnenblumen- und Kürbiskerne, Erdnüsse, Sesam oder Austern. Die 15 Top-Lebensmittel mit viel Zink haben wir hier zusammengestellt.

2. Ghrelin

Das Hormon Ghrelin ist der beste Freund des Leptins, zusammen ergänzen sie sich und steuern dein Essverhalten. Ghrelin sitzt im Magen und schreit laut "HUNGEEER!", wenn dieser leer wird, also ungefähr alle 3 Stunden.

Isst du weniger, zum Beispiel weil du abnehmen willst, reagiert der Magen mit Panik und stellt vorsichtshalber noch mehr Ghrelin her. Schließlich weiß dein Körper nicht, dass es sich um eine freiwillige Diät und keine lebensbedrohliche Hungersnot handelt.

So bekommst du das Hormon Ghrelin in den Griff: Achte auf einen gut gefüllten Magen, auch wenn du gerade abnehmen willst. Greife dafür zu Nahrung mit niedriger Energiedichte und hohem Ballaststoffgehalt, wie etwa Gemüse und klaren Suppen, die dich lange satt halten. Zudem solltest du Schlafmangel vermeiden, um deinen Ghrelinspiegel nicht unnötig in die Höhe zu treiben.

3. Östrogen

Eigentlich ist es für die Reifung der Eizellen verantwortlich. Östrogen bringt aber ein paar weniger schöne Nebenwirkungen in Bezug aufs Abnehmen mit sich. Steht der Östrogenspiegel nämlich kurz vor der Periode auf Ebbe, sind Heißhungerattacken ein typisches Signal. Kurz vor dem Eisprung hingegen, wenn das Östrogen seinen Höchststand erreicht, klagen viele Frauen über Appetitlosigkeit.

Östrogen entschärfen – so klappt's: Ballaststoffe binden das Hormon Östrogen, sodass es für dich ungefährlicher wird. Setze also regelmäßig Hülsenfrüchte, Trockenobst und Getreidekeime auf deinen Speiseplan. Übrigens: Wer generell ordentlich Gemüse, Obst und Vollkornprodukte zu sich nimmt, hält nicht nur seine Östrogene im Zaum, sondern reduziert auch noch das Brustkrebsrisiko.

4. Cortisol

Manche Menschen kriegen bei Stress keinen Bissen runter, die meisten aber schlagen vor lauter Anspannung doppelt und dreifach zu: Schoki, Chips und Gummibärchen – Hauptsache, schnell und möglichst viel davon. Schuld an solchen Fressattacken ist das Hormon Cortisol.

Eigentlich ist es ganz nützlich, denn es setzt in bedrohlichen Situationen Energie frei. Bei einer Begegnung mit dem Säbelzahntiger gab das unseren Vorfahren den nötigen Push für Kampf oder Flucht.

Das Problem ist nur: Moderne Stresssituationen unterscheiden sich von denen unserer Vorfahren. Deine zeternde Chefin ist (bei aller Ähnlichkeit) kein Säbelzahntiger, der Kampf mit ihr zerrt eher an den Nerven, als dass er Kalorien verbraucht. Kaum ist der Stress vorbei, sorgt Cortisol trotzdem für eine Heißhungerattacke, damit die Energiedepots wieder aufgefüllt werden. Ergebnis: Mehr Kalorien rein als raus – und zack: Extra-Pfunde!

Cortisolspiegel nicht zusätzlich hochtreiben: "Überfüttere" Cortisol nicht zusätzlich mit Kaffee! Wenn du deinen Koffeinkonsum einschränkst, musst du dich weniger mit dem kleinen Stressmacher herumschlagen.

Was außerdem gut hilft, das Cortisol in Schach zu halten: Lache dich schlapp! Ob du zum Lachyoga gehst oder dir das neueste Fail-Video auf Youtube anguckst – Lachflashs reduzieren den Cortisolgehalt im Blut um fast 40 Prozent! Das haben Wissenschaftler der Loma Linda University in Kalifornien herausgefunden. Mehr Tipps: So senkst du deinen Cortisolspiegel.

5. Testosteron

Obwohl sich das Wort Testosteron vom Lateinischen "testis" für Hoden ableitet und eigentlich immer nur mit Männern in Verbindung gebracht wird, kommt das Hormon auch bei Frauen vor. Und das ist auch gut so, denn es hilft dir, Muskeln aufzubauen, und versorgt dich mit Energie und einem ordentlichen Sexualtrieb.

Blöd nur, dass sich Testosteron langsam aus dem Staub macht, sobald du die 20 überschritten hast oder bestimmte hormonelle Verhütungsmethoden wie die Antibabypille nutzt. Das führt zu Muskelabbau, einem langsameren Stoffwechsel und dadurch – wohl oder übel – zu einer stetigen Gewichtszunahme.

Testosteronspiegel mit Sport erhöhen: Mit Sport kannst du der Testosteronflucht entgegenwirken. Wenn du mindestens 3-mal pro Woche eine halbe Stunde Kraft- oder – noch besser – HIIT-Training machst, regt das deine Testosteronproduktion an. Gut zu wissen: Wenn du erst mal überschüssige Pfunde losgeworden bist, steigt auch der Testosteronspiegel – und das hilft dir, dein Wunschgewicht zu halten.

Helfen Hormonspritzen gegen Übergewicht?

Ja, aber nur in extremen Fällen. Es klingt aber auch zu gut: Spritze rein, Gewicht runter: Schon seit 2009 wird das Hormon Liraglutid in der Diabetesbehandlung eingesetzt. Liraglutid ist eine langlebigere Abwandlung des natürlichen Hormons GLP-1, das die Magenentleerung verlangsamt und das Sättigungsgefühl fördert, im Körper aber innerhalb weniger Minuten zerfällt. Die abgeänderte Form hält länger und hat sich während der Verwendung auch als guter Abnehmhelfer erwiesen.

Als Präparat Saxenda ist es in Deutschland auch für diesen Zweck zugelassen, muss allerdings vom Arzt verschrieben und selbst bezahlt werden. Für Kandidatinnen, die ein paar Kilo abnehmen wollen, sind die Hormonspritzen allerdings nicht gedacht. Es wird nur Menschen verordnet, die unter echter Adipositas (Fettleibigkeit) leiden.

Dass Hormone deine Abnehm-Ziele durchkreuzen, gehört gewiss nicht zu ihren Aufgaben. Jetzt kennst du die "Nebenwirkungen" bestimmter Hormone ganz genau und kannst dich gezielt gegen die Abnehm-Saboteure wehren. Nun können die Pfunde wieder ungestört purzeln!

Jetzt ausprobieren

Unsere Empfehlung
Ernährungsplan für 8 Wochen Effektiv Abnehmen mit Keto
9,90 €
Jetzt kaufen Nach Bezahlung kannst du das PDF hier in dieser Box herunterladen. Bei Problemen wende dich bitte per Mail an usermail@womenshealth.de. Wir helfen gern!
Personal Coaching
Coaching ZoneDein Fitness-Ziel in greifbarer Nähe

Du willst Gewicht verlieren, Muskeln aufbauen oder rundum fitter werden? Dann bist du bei uns genau richtig. Unsere Top-Trainer holen dich genau dort ab, wo du gerade stehst und schreiben dir einen maßgeschneiderten Trainings- und/oder Ernährungsplan - Motivation und Rückfragen inklusive.

Individuelles Coaching
SPECIAL Jetzt 30% sparen!
  • 5 Top-Trainer zur Auswahl für dein Ziel
  • Ausführlicher Check-up vor Beginn
  • Maßgeschneiderter Trainings- und Ernährungsplan
  • Jede Übung in Bild und Video
  • Persönlicher Kontakt für Rückfragen und Feintuning
ab 15,00€
pro Woche
Jetzt buchen
Dieser Artikel kann Links zu Anbietern enthalten, von denen Women's Health eine Provision erhält. Diese Links sind mit folgendem Icon gekennzeichnet:
Zur Startseite