So funktioniert Low Carb
Abnehmen mit der Low Carb-Diät
3 Gründe, warum Sie trotz Low Carb Diät nicht abnehmen VGstockstudio / Shutterstock.com

Warum nehme ich nicht ab? So vermeidest du die 3 häufigsten Low-Carb-Fehler

Damit du beim Abnehmen ohne Kohlenhydrate auch wirklich Erfolge verbuchst, solltest du diese 3 Low-Carb-Fehler unbedingt ausschließen

Die Low-Carb-Diät gilt mittlerweile als erprobter Klassiker unter den Abnehm-Strategien. Einfach ein paar Kohlenhydrate aus dem Ernährungsplan streichen und schon schwinden die Fettpölsterchen. Soweit zumindest die Theorie. Aber so einfach ist es dann doch nicht.

Wie immer gilt es, sich zuerst ein genaues Programm zu erstellen (oder erstellen zu lassen), und sich dann diszipliniert daran zu halten. Das bedeutet auch: die Fehlerquote gering halten. Wir sagen dir, wie es geht.

Was bedeutet eigentlich Low Carb?

Die wichtigste Regel lautet: Stürze dich nicht kopflos in diese "Diät", denn genau das ist Low Carb eigentlich nicht: Es handelt sich dabei nicht um ein auf einen bestimmten Zeitraum begrenztes Programm, sondern vielmehr um eine langfristige Ernährungsumstellung. Du willst konsequent auf alle unnötigen Kohlenhydrate verzichten, und das langfristig.

Dafür ist es wichtig, dass du dich bewusst mit deiner Ernährung auseinandersetzt. Damit das Ganze auch funktioniert, solltest du bestimmte Fehler bei deiner Low-Carb-Ernährung auf jeden Fall zu vermeiden suchen.

Was sind typische Fehler bei der Low-Carb-Ernährung?

Selbst wenn du dich grundsätzlich an die Vorgaben des Low Carb hältst, passieren leicht Fehler, die den Erfolg des Projekts sabotieren. Wir zeigen dir die 3 häufigsten Fails und sagen dir, wie du den Kurs korrigierst.

1. Du isst zu wenig Kohlenhydrate

Low Carb bedeutet übersetzt "wenig Kohlenhydrate". Nicht "null", und das ist wichtig. Einige meinen es zu gut und denken, je mehr Carbs sie einsparen, desto besser. Doch wie so oft gilt auch hier: Viel hilft nicht immer viel, daher heißt Low Carb ja auch nicht No Carb!

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Eine gewisse Menge an Kohlenhydraten ist auch bei der Low-Carb-Diät erlaubt. Denn das Gehirn und die Blutkörperchen verbrauchen lediglich Kohlenhydrate. Ist davon jedoch weniger vorhanden, als der Körper benötigt, setzt die Gluconeogenese ein. Dann produziert die Leber unter Energieverlust Kohlenhydrate selbst. Der Stoffwechsel stellt sich mit der Zeit um und die Energie wird nicht mehr aus Kohlenhydraten, sondern aus Fett gewonnen. Man spricht von der Ketose.

Da die Ketose auch bei 50 bis 120 Gramm Kohlenhydrate einsetzt, musst du diese nicht komplett aus deiner Ernährung streichen. Denn durch die Kohlenhydrate kann dein Gehirn besser arbeiten, und du hast zudem eine größere Auswahl an Lebensmitteln, die du zu dir nehmen darfst. Dadurch ist die Low-Carb-Diät einfacher durchzuhalten als eine No-Carb-Diät, bei der maximal 30 Gramm Kohlenhydrate erlaubt sind. Wer auf zu viel verzichtet, wird schneller schwach und übertreibt es wieder mit den Carbs.

2. Du isst die falschen Carbs

Entscheidend ist zudem, dass du die richtigen Kohlenhydrate zu dir nimmst. Versuche dich während deiner Low-Carb Diät auf jeden Fall von stark verarbeiteten Lebensmitteln mit einfachen Kohlenhydraten, wie Weißmehl, Süßigkeiten, Fertigprodukten und zuckerhaltigen Getränken fernzuhalten. Denn die gehen schnell ins Blut und sorgen dafür, dass dein Blutzuckerspiegel sehr stark schwankt. Die nächste Heißhungerattacke ist somit schon programmiert. (Diese Low-Carb-Burger könntest du mal probieren.)

Wähle lieber gesunde Lebensmittel, die von Natur aus arm an Kohlenhydraten und reich an Ballaststoffen sind. Diese gehen nicht nur langsamer ins Blut, sie machen auch länger satt und liefern zusätzlich Vitamine und Mineralien. Gesunde Kohlenhydrate stecken zum Beispiel in Hülsenfrüchten, zum Beispiel Linsen und Kichererbsen, Obst, Gemüse und Vollkornprodukten.

3. Deine Portionen sind zu groß

Viele Low-Carb-Einsteiger laden sich automatisch größere Portionen auf ihre Teller, weil die sättigenden Kohlenhydrate auf dem Speiseplan fehlen und sie denken, sie müssten den "Verlust" ausgleichen. Das ist jedoch genau falsch. Es ist maßgeblich für deinen Erfolg, nicht zu große Portionen zu essen. (Anregungen hier: Unsere besten Low-Carb-Rezepte.)

Der Verzicht auf Kohlenhydrate bringt nichts, wenn du am Ende des Tages insgesamt zu viele Kalorien aufgenommen hast. Denn beim Abnehmen – ob mit Low Carb oder einer anderen Strategie – zählt letztendlich immer die Energiebilanz, sprich: Nur wenn du weniger Kalorien aufnimmst als du verbrennst, nimmst du ab. Und Low Carb heißt nicht automatisch, dass du weniger Kalorien zu dir nimmst.

Tipp: So trickst du mit Low-Carb-Reis

Mit Low Carb kannst du also abnehmen, wenn du die oben genannten Fehler vermeidest. Doch der Verzicht auf Kohlenhydrate fällt nicht immer leicht, denn die tun vor allem meist eins: gut schmecken. Tricksen kannst du mit Ersatz-Lebensmitteln, die nur wenige Kohlenhydrate enthalten, aber in Geschmack, Aussehen und Konsistenz den kohlenhydratreichen Lebensmitteln ähneln.

Anstatt Reis kannst du zum Beispiel Low-Carb-Reis zubereiten. Hierfür zerkleinerst du einen Blumenkohl ganz fein mit dem Messer oder einer Küchenmaschine und dämpfst ihn für ein paar Minuten in einer Pfanne mit Deckel. Die Reis-Alternative ist gar, wenn er zwar weich, aber noch bissfest ist. (Mehr Ideen: Die besten vegetarischen Low-Carb-Rezepte.)

Um mit dem Low Carb Prinzip abzunehmen, musst du wissen, welche Lebensmittel einfache und komplexe Kohlenhydrate enthalten, und wie viele du wann davon essen darfst. Mit diesem Wissen läufst du auch nicht Gefahr, die 3 Low-Carb-Fehler zu begehen.

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