Netflix & Chill So (un-)gesund sind Netflix und Co. wirklich

So gesund sind Netflix und Co.
Gemeinsames Serien-Glotzen ist nicht nur wahnsinnig entspannt, sondern stärkt auch noch die Beziehung © bbernard / Shutterstock.com

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Eines der größten Probleme beim Dating ist es ja, die Zeit – die Sie nicht im Bett verbringen – möglichst sinnvoll mit Ihrem Liebsten sinnvoll zu nutzen. Und seien wir ehrlich: das ist leider eine ganze Menge. Wenn man den Sozialen Medien glauben will, ist die derzeit beliebteste Form des Datens „Netflix & Chill“. Das soll zwar letztlich auch aufs Bett hinauslaufen, aber zunächst heißt es: gemeinsames Abhängen und Serien-Glotzen in Dauerschleife. Und siehe da, allen Unkenrufen zum Trotz: Wenn Sie es richtig anstellen, kann das sogar gesund sein!

Zusammen Serien-Glotzen stärkt die Liebe

Gemeinsames Serien-Glotzen stärkt Ihre Beziehung, so eine Studie der University of Aberdeen. Paare, die zusammen Serien anschauen, erreichen damit ähnliche Erfahrungen von Gemeinschaft und Nähe wie bei anderen Freizeitaktivitäten in der realen Welt. Das Reden über die Serie, über Figuren oder die Entwicklung des Plots, fördern Kommunikation und Vertrauen in der Paarbeziehung. Und was gut für die Liebe ist, ist auch gut für die Gesundheit, oder?

Herzschmerz ja, Infarkt durch Serien nein

Das Anschauen von Serien steigert zwar das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes – aber erst ab einem Level von mehr als 3 Stunden täglich. 3 Folgen am Abend zu schauen ist also okay – vor allem, wenn Sie es nicht jeden Tag tun!

Nicht Serien sind gefährlich, sondern Sitzen

Die Meldung, dass das Herumsitzen beim Dauer-Netflixen das Risiko für gefährliche Embolien steigere, hat sich als übertrieben herausgestellt. Tatsächlich genügt es, wenn Sie während Ihrer Serien-Session öfter mal aufstehen und sich etwas bewegen – zum Beispiel beim Spazierengehen. Oder Sie versuchen unser Home-Workout. Oder Sex ... (Der Gang zum Kühlschrank reicht übrigens nicht, aber das ahnten Sie sicherlich schon.)

Wer oft Serien guckt, ist längst kein Junkie

Es ist zwar laut einer Studie der University of Texas in Austin durchaus möglich, süchtig nach Netflix & Co. zu werden – in derselben Studie zeigte sich aber, dass 75 Prozent der befragten Serienjunkies tatsächlich weniger als 3 Stunden lang glotzten. Nur 2 Prozent schauten täglich 7 Stunden oder mehr.

Isolationsalarm: Wann die Serie zum Killer wird

Wichtig ist, dass Sie nicht allein vor der Glotze sitzen. Das einsame Dauer-Starren auf den Bildschirm kann nämlich ein Signal für depressive Stimmungen und Alltagsflucht sein, die in die Isolation und letztlich in eine regelrechte Depression führen kann. Wenn Sie bei sich oder Ihrer Liebsten das Gefühl haben, das könnte der Fall sein, ziehen Sie die Notbremse und drücken Sie auf "Stop"!

Und bis dahin wünschen wir ganz viel Spaß bei der nächsten Session mit dem Liebsten auf dem Sofa!

19.09.2017| © womenshealth.de
Jens Clasen Stellv. Chefredakteur von Women's Health
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