Ungesundes Frühstück Das sind die 5 schlimmsten Lebensmittel fürs Frühstück

Ein gesundes Frühstück ist besonders wichtig
Ein gesundes Frühstück sieht anders aus – aber ab und zu darfst du auch mal sündigen. © LightField Studios / Shutterstock.com

Mit einem gutem Frühstück startest du energiegeladen in den Tag. Diese 5 Lebensmittel sollten jedoch nicht auf dem Tisch landen

Ein guter Tag beginnt mit einem guten Frühstück. Damit du morgens richtig in die Gänge kommst, müssen deine über Nacht geleerten Energiespeicher rasch wieder aufgefüllt und der Stoffwechsel angeheizt werden.

Darum ist die erste Mahlzeit des Tages auch so wichtig. Sie kann nämlich darüber entscheiden, ob du konzentriert durcharbeiten kannst oder noch vor dem Mittagessen von Heißhunger geplagt wirst.

Die gute Nachricht: gesund zu frühstücken ist nicht schwer. Du musst nur wissen, mit welchen Lebensmitteln du deinem Körper etwas Gutes tust, und welche du definitiv weglassen solltest. Die folgenden 5 Frühstücks-Varianten gehören definitiv nicht zu einem gesunden Frühstück!

1. Warum eine Tasse Kaffee nicht genügt

Kaffee ersetzt kein Frühstück
Kaffee ersetzt kein Frühstück. © Nick Starichenko / Shutterstock.com

Für mehr als Kaffee reicht es bei dir morgens einfach nicht? Das Zeitproblem kennen wir nur zu gut, doch der schwarze Lebensretter liefert deinem Körper keinerlei Energie, wodurch deine Energie-Speicher leer bleiben.

Unsere Empfehlung
Ernährungsplan zum Abnehmen Abnehmen in 12 Wochen
Hier können Sie sich den kompletten Plan downloaden – funktioniert auf allen Geräten. Also, worauf warten Sie noch?

Und nein, Koffein ist auch keine gute Lösung, um schnell wach zu werden, denn der Hallo-Wach-Kick hält nur kurz. Mit schwarzem und grünem Tee funktioniert das um einiges besser, denn im Gegensatz zum Koffein, das innerhalb kürzester Zeit im Blut wirkt, hält die Wirkung von Teein um einiges länger an.

Zudem machen grüner und schwarzer Tee nicht so nervös und hibbelig wie Kaffee und sie schlagen nicht auf den Magen. Aber: Verwertbare Kalorien, aus denen dein Körper Energie ziehen könnte, hat Tee auch nicht.

Bekommst du morgens nichts Festes runter, kannst du es mit einem Frühstücksshake oder Smoothie probieren. Auch hier gilt: Eine Mischung aus Eiweiß und guten Kohlenhydraten sorgt für Energie. Mixe dafür zum Beispiel Beeren mit Milch oder veganen Milch-Drinks, einem Esslöffel Haferflocken und ein paar Chiasamen zu einem cremigen Frühstücksdrink. Der lässt sich sogar zur Arbeit oder zur Uni mitnehmen.

2. Weshalb fettarmer Jogurt und Banane den Morgen nicht retten

Fettarmer Joghurt macht nicht satt
Fettarmer Joghurt hat zwar weniger Kalorien, dafür auch weniger Geschmack. © Nata Bene / Shutterstock.com

Bitte nicht falsch verstehen: Natürlich ist Obst gesund und für deinen Körper ein wichtiger Vitaminlieferant. Und auch Joghurt ist alles andere als ungesund. Das Problem an zu viel Obst ist der Fruchtzucker. Fruktose ist nämlich genauso heimtückisch wie normaler Zucker.

Bevor dein Körper ihn zur Energiegewinnung nutzen kann, muss er einen „Umweg“ gehen und ihn in Glukose umwandeln. Das dauert – und in der Zwischenzeit belastet der Fruchtzucker die Verdauung und macht dich träge und satt. Anders als Glukose führt Fruktose zudem selbst nicht zu einer Insulin-Ausschüttung, wodurch aber auch kein Sättigungssignal ans Gehirn gesendet wird. Die Folge: Du futterst oft mehr Obst, als dein Körper eigentlich benötigt.

Besonders fatal ist das bei Fruchtsäften: Die sind in Nullkommanichts weg, hauen kalorienmäßig jedoch ganz schön rein und belasten den Darm mit der großen Menge Fruktose, die du auf einmal trinkst. Hallo Blähbauch!

Auch der fettarme Joghurt ist an sich gesund, aber nicht die beste Wahl zum Frühstück. Weniger Fett bedeutet zwar weniger Kalorien, für deinen Körper aber auch weniger Energie. Und die braucht der Körper gerade morgens.

Ersetze den Joghurt am besten durch proteinreichere Alternativen wie Quark oder Hüttenkäse, wähle fruktosearmes Obst wie Beeren und kombiniere das Ganze mit Nüssen, Samen und Haferflocken. Die Mischung aus Protein und komplexen Kohlenhydraten hält deinen Blutzuckerspiegel stabil und versorgt dich mit ausreichend Energie für den Tag.

3. Warum ein Nutella-Brot kein guter Start in den Tag ist

Nutella-Toast macht nicht satt
Toast mit Nutella sollte beim Frühstück eine Ausnahme sein. © AlexeiLogvinovich / Shutterstock.com

Über Nutella müssen wir hier nicht lange reden, oder? Zucker und böses Fett in leckerer Schmierform. Verabschiede dich aber auch von hellen Weizenbrötchen, Baguette und Toastbrot – nicht nur zum Frühstück. Diese Lebensmittel werden aus Auszugsmehl (Weißmehl) hergestellt, das deutlich weniger Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe als Vollkornmehl enthält.

Zudem enthält Weißmehl lediglich die kurzkettigen Kohlenhydrate. Im Darm werden diese – aufgrund ihrer einfachen Struktur – ruck zuck in ihre kleinsten Bestandteile (Glukose) aufgespalten und in einem Schwung ins Blut abgegeben. Kurzfristig fühlt sich das wie ein Energiehoch an, da dein Insulinspiegel nach oben schnellt. Wenig später ist das Hochgefühl verpufft, der Blutzucker fällt in den Keller und du stürzt in ein Hungerloch – obwohl du gerade erst gefrühstückt hast.

Die vermeintliche Energiequelle entpuppt sich also als kurzes (kalorienreiches) Vergnügen ohne Mehrwert. Greife stattdessen zu Vollkornbrötchen. Die komplexen Kohlenhydratketten werden nämlich deutlich langsamer verstoffwechselt und sättigen dadurch länger und nachhaltiger.

4. Wieso süße Teilchen und Gebäck zum Frühstück schlecht sind

Croissants liefern viele Kalorien
Croissants liefern viele Kalorien. © Anna Pustynnikova / Shutterstock.com

Statt zu Hause in Ruhe zu frühstücken, verputzt du regelmäßig ein Croissant auf dem Weg zur Arbeit? Keine gute Wahl. Auch Donuts, Muffins und andere süße Teilchen vom Bäcker stehen auf der No-go Liste.

Mit ausgewogen hat das nämlich gar nichts mehr zu tun. Immerhin besteht das Gebäck quasi nur aus Zucker und minderwertigem Fett – eine echte Nullnummer für den Körper. Wieder ein Fall von leeren Kalorien, sprich: Keine Nährstoffe und viele kurzkettige Kohlenhydrate, die deinen Blutzuckerspiegel auf und ab jagen.

Auf die kurze Befriedigung folgt dann schnell ein noch größeres Hungergefühl. Lieferst du deinem Körper dann noch mehr Zucker, fängt das Spiel kurze Zeit später wieder von vorne an. Also: Finger weg von solchen Zuckerbomben. Das gilt nicht nur am Morgen: Donuts, Berliner und Co. sind auch als Nachmittags-Snack keine gute Wahl.

5. Warum Fertig-Müsli und Cerealien kein gutes Frühstück sind

fertige Müsli-Mischungen enthalten viel Zucker
fertige Müsli-Mischungen enthalten viel Zucker. © Flaffy / Shutterstock.com

Gesunde Getreideflocken, Trockenfrüchte und Nüsse: klingt doch eigentlich ganz gesund, oder? Eigentlich schon, wäre da nicht die große Menge an (verstecktem) Zucker, die bei fertigen Müslimischungen oft weit oben in der Zutatenliste steht.

Lass dich auch von hübschen Verpackungen und Slogans wie "mit Vollkornflocken" oder "besonders hoher Fruchtanteil" nicht täuschen. Der Blick auf die Zutatenliste ist bei den Fertigflocken unerlässlich und bringt die Wahrheit ans Licht.

Mit einem Müsli kannst du aber trotzdem gut in den Tag starten – zumindest wenn du es selber mixt. So weißt du ganz genau, was drin steckt. Für das gesunde Selfmade-Müsli mischst du Hafer-, Dinkel- oder Sojaflocken mit Samen, Nüssen und Kernen. Für eine natürliche Süße mischst du noch ein paar Trockenfrüchte unter und kombinierst das Ganze mit Milch, Magerquark und ein bisschen Obst.

Wie frühstücke ich gesund?

So sieht ein gesundes Frühstück aus
So sieht ein gesundes Frühstück aus. © Anna Shepulova / Shutterstock.com

Jetzt weißt du, welche Lebensmittel definitiv NICHT auf den Frühstückstisch gehören, stellt sich nur die Frage: Wie sieht ein gesundes Frühstück denn nun aus? Ideal ist eine Mischung aus komplexen Kohlenhydraten, Proteinen, Ballaststoffen und hochwertigen Fetten. Dabei solltest du den Fokus auf Lebensmittel setzen, die lange sättigen und den Blutzuckerspiegel konstant halten, sodass du von Heißhunger verschont bleibst.

Protein powert: Besonders eiweißreiche Lebensmittel, wie Quark, Hüttenkäse oder Eier sind bereits am Morgen eine gute Wahl. Kombiniere sie am besten mit gesunden Kohlenhydrat-Quellen wie zum Beispiel Haferflocken oder Vollkornprodukten.

Vollkorn füllt: Neben den langkettigen Kohlenhydraten, die dich bis zum Mittagessen mit Energie versorgen, punkten Vollkornprodukte zusätzlich mit reichlich Ballaststoffen und pflanzlichen Proteinen. Ballaststoffe stecken stecken auch in Gemüse, das immer erlaubt ist.

Fett versorgt: Um das Frühstück komplett zu machen, fehlen noch ein paar gesunde Fette, sprich mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Die sind in Nüssen, Kernen, Samen, Avocados, Leinöl oder Fisch enthalten. Ein gesundes Frühstück könnte also beispielsweise aus Rührei mit Vollkornbrot und Lachs, oder aus Haferflocken, Beeren, Nüssen und Magerquark bestehen.

Mach dein Frühstück zu einer morgendlichen Routine, aus dem du dir alle Energie ziehst, die du brauchst. Verbieten solltest du dir Croissant und Nutella-Brot aber natürlich nicht: Cheaten ist beim gemütlichen Wochenend-Frühstück im Bett oder mit Freunden ausdrücklich erlaubt.

05.09.2019| © womenshealth.de
Aktuelles Heft
Sponsored Section