Typveränderung So gelingt das mutige Umstyling

Die besten Tipps fürs Umstyling
Von lang und blond auf kurz und dunkel: So gelingt die Typveränderung

Sie wollen einen neuen Look, fragen sich aber: "Wie gehe ich eine Typveränderung an?" Wir liefern passende Beispiele und Anleitungen fürs Umstyling

Sie tragen Ihre Frisur gefühlt schon seit der Grundschule? Das Verlangen, endlich mal etwas zu verändern, keimt schon seit längerer Zeit in Ihnen? Dann trauen Sie sich! Hier stellen wir Ihnen 6 Ideen für radikale Typveränderung vor. Und für (noch) Unentschlossene haben wir natürlich auch Light-Varianten in petto.

1. Typveränderung von Brünett auf Blond

"Blondes have more fun" – ob da was dran ist, wissen wir nicht. Fakt ist, dass viele Frauen von strahlenden, blonden Haaren träumen. Mathias Scharf von Wella Professionals betont, wie wichtig eine professionelle Beratung durch einen Profi ist: "Im ersten Schritt wird eine passende Blondnuance ausgewählt – die hat zum Beispiel einen großen Effekt auf die Augen! Konträre Looks sind total modern, also zum Beispiel weißblonde Haare zu einem dunklen Teint. Kundinnen, die überfärbtes oder unruhiges Haar haben, rate ich eher von einer solchen Typveränderung ab."

Welche Methoden gibt es, um dunkle Haare aufzuhellen?

"Im Prinzip gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder, man blondiert das Haar oder man färbt es", erklärt Matthias Scharf. Kostentechnisch kommt man, laut Scharf, bei einer Blondierung oder Färbung auf eine Preisspanne (Grundpreis + individuelle Menge der Farbe) von 80 bis 180 Euro, Pflege-Treatments und mögliche Abmattierungen nicht eingerechnet.

So gelingt eine gute Blondierung

"Um ein sauberes Ergebnis beim Blondieren zu erzielen, muss unbedingt schrittweise gearbeitet werden", sagt der Profi. Heißt: Erst die Längen und Spitzen blondieren, dann den Ansatz. Er wird durch die Wärme vom Kopf sonst schneller hell. Grundsätzlich gilt: "Lieber während der Einwirkzeit immer wieder neue Blondierung auftragen, um den Bleichprozess zu verlängern, als die Haare auszuwaschen und erneut zu blondieren. Diese Vorgehensweise dauert zwar länger, aber es ist definitiv empfehlenswerter, das Haar nur einmal zu belasten."

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Light-Variante: Bändigungs-Treatment

"Will eine Kundin nicht von heute auf morgen platinblond werden, empfiehlt es sich, mit Strähnchen oder Paintings zu arbeiten. Bei beiden Techniken werden dunkle Schattierungen im Haar behalten, dadurch kann man schrittweise immer heller gehen und die Kundin kann sich langsam an das Blond herantasten", erläutert der Wella-Experte. Bei der Technik zahle man für mehr Arbeit, Zeit und Handarbeit und komme auf eine Spanne von 105-250 Euro.

2. Umstyling von Blond zu Braun

Helles Haar in einen dunklen Schopf zu verwandeln, ist zwar weniger kompliziert als dunkles Haar zu blondieren. Aber auch hier gibt es einige Einschränkungen, weiß auch Bastian Casaretto von Aveda: "Die Kundin muss verstehen, dass nicht immer alles auf einmal möglich ist. Haarlänge und Haarqualität stellen einen großen Faktor dar. Wichtig ist außerdem eine regelmäßige Farbauffrischung." Matthias Scharf von Wella Professionals rät zu einer Tönung: "Das Haar sollte vorher mit Rot vorpigmentiert werden, um ein schönes glänzendes Braun zu erzielen, das lange hält und sich nicht zu einem matten Grün verwäscht."

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Damit Ihr heller Ansatz Ihnen nicht den Spaß an der neuen, dunklen Haarfarbe verdirbt, sollten Sie etwa alle 3 bis 4 Wochen einen Termin zum Nachfärben vereinbaren. Das muss so häufig sein, weil ein hellblonder Ansatz schnell wie eine kleine Glatze aussieht. Bastian Casaretto empfiehlt für die letzten Tage vorm Nachfärben Trockenshampoo mit Farbpigmenten, das im Handumdrehen den Ansatz kaschiert. Sind Sie den dunklen Farbton doch irgendwann leid, rät Matthias Scharf zu einem Farbentzieher, der künstliche Pigmente abbaut.

3. Typveränderung von lockig auf glatt

Ob starke Krause oder leichte Wellen: "Jeder Haartyp kann geglättet werden, sofern auf die passende Methode und Intensität der Behandlung geachtet wird", sagt Goldwell-Experte Mario Krankl. Kundinnen mit sehr feinem oder geschädigtem Haar würde er allerdings davon abraten: "Trotz pflegender Inhaltsstoffe strapazieren solche Treatments das Haar."

Dauerhaft glattes Haar dank permanenter Glättung

Für mittellanges Haar sollten Sie für eine solche Behandlung etwa 3 Stunden einplanen. Die permanente Glättung wächst (wie eine Dauerwelle) aus und kostet um die 250 Euro.

Light-Variante: Bändigungs-Treatment

Für Frauen, die Naturwellen abschwächen oder Frizz beseitigen wollen, empfiehlt Krankl Anwendungen wie das Kerasilk Keratin Treatment von Goldwell. Glättende und pflegende Inhaltsstoffe wie Keratin- und Seidenproteine und Glyoxylsäure bilden im Haar neue Keratin-Brücken, die das Haar geschmeidig machen und die neue Form stabilisieren. Das Ergebnis kann je nach Dosierung leichter oder stärker ausfallen, macht das tägliche Styling mit dem Glätteisen überflüssig und hält etwa drei bis fünf Monate an.

Natürlich ist es auch immer eine Möglichkeit, Ihr Haar einfach zuhause mit einem Glätteisen zu glätten. Achten Sie allerdings immer darauf, ein hochwertiges Gerät und einen guten Hitzeschutz zu nutzen. Falls Sie jeden Tag Ihr Haar glätten, sollten Sie über eine permanente oder semi-permanente Glättung nachdenken, da diese dank enthaltener Pflegeprodukte schonender sind als die tägliche Belastung durch Ihr Glätteisen.

4. Glatte Haare dauerhaft locken

Lockige Haare sind ständig in Bewegung und damit ein echter Hingucker. Doch wie schwer ist es, die glatte Schnittlauchfrisur in eine volle Löwenmähne zu verwandeln?

Permanente Locken per Dauerwelle

Das Wort Dauerwelle weckt böse Assoziationen an die 80er-Jahre – an massig Haarspray und Minipli. Doch keine Angst: Die Dauerwelle hat eine erstaunliche Entwicklung durchgemacht und ist mittlerweile eine tolle Möglichkeit für langanhaltende, natürliche Wellen und Locken. Essentiell ist eine Pflegesubstanz, die schon in die Dauerwellenflüssigkeit gegeben wird und das Haar vor der extremen Belastung schützt. Bei einer permanenten Umformung werden die Brückenverbindungen im Haar gelöst und in neuer Form fixiert.

Ausschlaggebend für das Ergebnis ist die Form und Größe der Lockenwickler, auf welche das Haar dafür gedreht wird: Große Wickler ergeben sanfte, große Locken, die sich allerdings relativ schnell aushängen (besonders bei längerem Haar). Kleine Wickler sorgen für eine volle Lockenpracht, konische Wickler für zarte Wellen. Einschränkung: Kurzes und mittellanges Haar lässt sich problemlos locken, lange Haare sind oft zu schwer.

Light-Variante: Locken für zu Hause

Es gibt auch zahlreiche Möglichkeiten, Ihr Haar einmalig zuhause zu locken. Mit einem Lockenstab erzielen Sie in kürzester Zeit regelmäßige Locken oder Wellen – je nach Durchmesser des Curlers. Nutzen Sie aber unbedingt einen Hitzeschutz, um Ihr Haar zu schonen. Papilloten, Lockenwickler oder geflochtene Zöpfe sorgen für ein natürliches Ergebnis über Nacht.

5. Radikale Typveränderung von Lang auf Kurz

Die lange Walle-Mähne in einen radikalen Kurzhaarschnitt zu verwandeln – das ist die leichteste der hier vorgestellten Typveränderungen, da man eigentlich nur eine Schere braucht. Eine weitere essentielle Zutat braucht es dann aber doch: eine gehörige Portion Mut. Denn nicht selten hängen wir sehr an unseren langen Haaren, die uns mindestens ein paar Jahre begleitet haben. Trotzdem: Ist der Entschluss einmal gefasst, geht es ganz schnell!

Wie wäre es denn zum Beispiel mit einem super angesagten Pixie-Cut? Wer es gleich ganz extrem will, lässt sich den direkt noch platinblond aufhellen. Auch androgyne Styles oder gar Herrenschnitte sind dieses Jahr absoluter Trend.

Kurze Haare ausprobieren

Unentschlossene prüfen erstmal per Frisuren-App, ob ihnen ein kurzer Haarschnitt steht. Wer sich langsam herantasten möchte, kann mit halblangen Schnitten wie einem Long Bob anfangen.

6. Expressverwandlung dank Extensions

Viele kurzhaarige Frauen sehnen sich danach, endlich einmal oder wieder einen langen Zopf binden zu können oder ihre Haare im Wind wehen zu sehen. Dank diverser Haarverlängerungs-Möglichkeiten ist dieser Traum relativ schnell erfüllbar.

Welche Haarverlängerungsmethoden gibt es?

Allgemein spricht man von warmen und kalten Haarverlängerungs-Methoden. Warme Methoden funktionieren z.B. mit Wärmezangen, Plastikschläuchen, die unter Hitze schrumpfen (shrinkies), Wachs oder Silikon, kalte Methoden funktionieren mechanisch und arbeiten mit Kunststoff- oder Metallverbindungen, Clips, Klebestreifen, Tressen, Einnähen oder Einflechten. Kosten, Zeitaufwand und Haltbarkeit unterscheiden sich natürlich je nach Methode – da das Eigenhaar aber im Durchschnitt 1 cm pro Monat wächst, sollten die Verlängerungen regelmäßig erneuert werden.

Die Variante für Geduldige: Die Haare wachsen lassen

Mit guter Pflege und viel Geduld lassen sich auch die kürzesten Haare lang züchten. Die Schulterlänge ist dabei die gefährlichste Länge – durch die ständige Reibung auf den Schultern kann leicht Spliss entstehen. Stecken Sie Ihre Haare in dieser Phase also öfters mal hoch. Nutzen Sie außerdem am besten Bürsten mit Naturborsten, um die Haare zu schonen; pflegen Sie ausreichend mit Spülungen und Haarkuren und lassen Sie geschädigte Spitzen regelmäßig schneiden.

Denken Sie schon seit geraumer Zeit über eine Typveränderung nach? Dann los! Unentschlossene oder Zaghafte sollten erst einmal einen Beratungstermin beim Friseur vereinbaren oder sich mit einer unserer Light-Varianten an das Umstyling herantasten.

08.02.2018| © womenshealth.de
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