Ungesunde Salat-Zutaten Diese 6 Fehler verwandeln Ihren Salat in eine Kalorienbombe

Diese 5 Zutaten verwandeln jeden Salat in eine Kalorienbombe
Wir verraten, welche Zutaten in Ihrem "gesunden" Salat echte Kalorienbomben sind © Kiian-Oksana / Shutterstock.com

Ein Salat ist immer eine gute Wahl, denken Sie? Nicht unbedingt, denn wer die knackige grüne Basis mit den falschen Zutaten kombiniert, tappt gewaltig in die Kalorienfalle

Um eines vorweg zu sagen: Wir lieben Salat – aus gutem Grund. Denn ein Salat ist – vor allem im Sommer – eine leichte Hauptmahlzeit, die anders als Pasta, Pommes & Co. zum Mittag nicht schwer im Magen liegt. Hier kann man ganz ohne schlechtes Gewissen zugreifen und sich so richtig schön satt essen. Doch das gilt nicht für jeden Salat, schon gar nicht für Fertig-Salate!

Denn obwohl die Basis aus Rucola, Eisberg- oder Feldsalat kaum Kalorien hat, können die falschen Zutaten Ihren Salat in eine echte Kalorien- und Fettbombe verwandeln. Bei diesen 6 sollten Sie besonders aufpassen:

1. Fertig-Dressing ist eine echte Fettfalle

Fertige Dressings aus dem Supermarkt sind zwar praktisch, doch wer seinen Salat darin großzügig ertränkt, fährt damit ganz unbewusst eine ordentliche Portion Extra-Kalorien ein. Der Grund: Viele bestehen aus Mayo, Creme fraiche oder Sahne und haben zusätzlich noch eine Ladung Zucker mit im Gepäck. Pro Portion (30 Milliliter) sind bis zu 2 Stück Würfelzucker enthalten – je nach Sorte und Hersteller. Sie glauben, die Light-Variante ist die bessere Wahl? Nope, denn künstliche Süßstoffe sind kein Stück besser als Zucker. Plus: Aromen, Stabilisatoren und andere Zusatzstoffe finden sich in fast jedem Fertig-Dressing. Die haben allerdings null Mehrwert für den Körper.

Auch Fertig-Salate enthalten Fertig-Dressing – Finger weg!
Fertig-Salat plus Fertig-Dressing: keine gesunde Kombi © VICUSCHKA / Shutterstock.com

Auch das Salatdressing-Pulver in den kleinen Tütchen zum Anrühren ist nicht gesünder. Schauen Sie mal auf die Zutatenliste: Zucker taucht häufig weit oben auf und ist somit ein Hauptbestandteil des Dressings.

Extra-Tipp für die Salatbestellung im Restaurant: Bestellen Sie das Dressing am besten separat, also in einem kleinen Kännchen zum Salat. So können Sie es besser dosieren oder gegebenenfalls gegen Essig und Öl austauschen.

2. Panierte Proteine meiden

Proteinreiche Zutaten wie Hühnchen, Rind, Tofu oder Garnelen gehören in jeden guten Salat. Mit einer entscheidenden Ausnahme: Sie sollten weder paniert und frittiert, noch in irgendeinem ominösen Knuspermantel stecken. Klar, frittierte Speisen schmecken einfach unglaublich lecker, doch sie enthalten auch unglaublich viele Kalorien. Und die können Sie sich getrost sparen, indem Sie beispielsweise im Restaurant ganz genau hinschauen.

Bei einem Salat mit "knusprigen" Putenstreifen sollten Sie besser mal nachfragen, was sich genau hinter dieser Beschreibung verbirgt, bevor Sie ahnungslos in die Fettfalle tappen.

3. Käse: die heimliche Kalorienbombe

Käse ist eine echte Eiweißgranate, denn je nach Sorte liefert er bis zu 35 Prozent Protein pro 100 Gramm. Problematisch wird es allerdings, wenn Sie es mengenmäßig zu sehr krachen lassen, denn Käse ist gleichzeitig auch sehr kalorien- und fettreich. Eine ganze Kugel Mozzarella, eine halbe Packung Feta oder eine große Handvoll Gouda-Würfel im Salat können Ihr Kalorienkonto daher schnell sprengen. Behalten Sie die Menge immer im Blick!

Feta im Salat ist lecker, achten Sie nur auf die Menge
Feta im Salat ist lecker, achten Sie aber auf die Menge! © Gayvoronskaya_Yana / Shutterstock.com

Unser Tipp: Versuchen Sie doch mal Harzer Käse im Salat. Da rümpfen Sie gleich die Nase? Trauen Sie sich! Es lohnt sich, denn der kleine Stinker ist mit einem Eiweiß-Anteil von 30 Prozent und einem sehr niedrigen Kaloriengehalt von nur 130 Kalorien pro 100 Gramm ein echtes Leichtgewicht. Alternativ hobeln Sie sich ein paar leckere Parmesanspäne über Ihren Salat.

4. Croutons als Salat-Topping? Bitte nicht!

Croutons verleihen jedem Salat einen leckeren Crunch. Doch die kleinen Brotwürfel werden in reichlich Butter angebraten und sind echte Fettschleudern. Sprich: Unnötige Kalorien, die Sie sich ganz nebenbei reinschaufeln.

Und was ist mit Fertig-Croutons? Dreimal dürfen Sie raten! Hier haben wir einmal die Zutatenliste eines Produkts, das aktuell so in den Regalen steht, für Sie herausgesucht: "Weizenmehl, pflanzliches Fett (Palm), Salz, Kräuter, Süßmolkenpulver, Hefeextrakt, Gewürze, Joghurtpulver, Sellerie, Aroma, Zucker, Hefe, Rapsöl." Ein bunter Mix aus Hefeextrakt, umweltschädlichem Palmöl, Aromen und Zucker. Lecker liest sich anders, oder? Dass das nicht gesund ist, müssen wir an dieser Stelle sicher nicht mehr erwähnen.

5. Zu viele verschiedene Fettlieferanten

Seit Avocados den Aufstieg zum "Superfood“ geschafft haben, findet man sie auf Blogs, bei Insta & Co. in fast jedem Rezept. Verständlich, denn Avocados sind mega lecker und enthalten viele gesunde Inhaltsstoffe. Doch sie liefern auch viel Fett. Das gehört zwar zu den "guten Fetten“, doch auch die bringen viele Kalorien mit sich und am Ende des Tages sollten Sie Tagesbedarf an Fett (ob gut oder schlecht) nicht überschreiten, dieser liegt bei 60 bis 80 Gramm.

Gesunde Fette liefern leider auch viele Kalorien
Auch gesunde Fette enthalten leider viele Kalorien und natürlich Fett © Yulia-Furman / Shutterstock.com

Eine halbe Avocado allein liefert schon 27 Gramm Fett. Hinzu kommt noch das Fett aus Ihrem Dressing (pro Esslöffel Öl sind das jeweils 12 Gramm) und vielleicht toppen Sie Ihren Salat noch mit Nüssen oder Samen, die ebenfalls sehr fetthaltig sind. Beispiel: 20 Gramm Walnüsse liefern circa 12 Gramm Fett, 20 Gramm Pinienkerne 10 Gramm und die gleiche Menge Pecannüsse sogar um die 15 Gramm Fett. Sie lieben Lachs? Dann rein damit in den Salat: 100 Gramm Lachsfilet liefern 14 Gramm Fett. Da ist der Tagesbedarf schnell gesprengt. Und das mit nur einer Mahlzeit.

6. Brot zum Salat = jede Menge Extra-Kalorien

Zum Salat darf eine Sättigungsbeilage in Form von Brot nicht fehlen, schließlich macht das Grünzeug ja gar nicht richtig satt – oder was meinen Sie? Wir sagen: so ein Quatsch! Denn wer die richtigen Salat-Zutaten auswählt, kommt locker ohne die unnötigen Kohlenhydrate aus. Ausnahme: Eine Scheibe gesundes Vollkornbrot mit Hüttenkäse ergänzt Ihren Salat perfekt. Alternativ können Sie ein wenig Quinoa unter den Salat schmuggeln.

Sie brauchen Brot zum Salat zum Sattessen? Dann stimmt etwas mit Ihrem Salat nicht
Wenn Sie zum Salat Brot brauchen, stimmt grundsätzlich etwas mit Ihrem Salat nicht, denn schon der alleine sollte Sie sattmachen © Karl-Allgaeuer / Shutterstock.com

Auf Weißbrot, Baguette oder Ciabatta sollten Sie hingegen lieber verzichten. Das fällt natürlich besonders schwer, wenn es im Restaurant zum Salat gereicht wird. Noch schlimmer wird das Ganze in Kombination mit Kräuterbutter, Aioli & Co. Bestellen Sie lieber ein paar Oliven zum Snacken und lassen Sie den Brotkorb einfach zurückgehen.

Diese Zutaten gehören in einen guten Salat

Salat ist sowohl zu Hause als auch im Restaurant eine gute Wahl. Vorausgesetzt, Sie entscheiden sich für die richtigen Zutaten: Neben einem Salat oder Salat-Mix als Basis, darf Gemüse (Paprika, Tomate, Gurke & Co.) natürlich nicht fehlen. Hinzukommt ein gesunder Proteinlieferant wie Pute, Huhn, Rind, Ei, Kochschinken, Garnelen, Tofu & Co. Toppen Sie Ihren Salat mit ein paar Nüssen oder Kernen. Dazu können Sie ein leckeres Essig-Öl-Dressing mit Kräutern anmischen, fertig!

21.06.2018| © womenshealth.de
Kathleen Schmidt-Prange Ernährung & Abnehmen
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