Lebensmittel gegen Kopfschmerzen Kopfschmerzen? Gegessen – dank dieser 7 Lebensmittel

Das beste Essen bei Kopfschmerzen
Mit Kopfschmerzen aufgewacht? Dann muss jetzt ein gesundes Frühstück her © shurkin_son / Shutterstock.com

Sie haben Kopfschmerzen und wollen schon wieder zur Tablette greifen? Bitte nicht: Versuchen Sie es doch lieber erstmal mit diesen 7 gesunden Lebensmitteln, mit denen Sie Ihr Kopfweh einfach wegfuttern

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Sie sind unangenehm, kommen immer in den unpassendsten Momenten und rauben uns den letzten Nerv: Kopfschmerzen. Egal, ob sie sich als fieses Stechen, pulsierendes Pochen oder in Form eines unangenehmen Druckgefühls äußern. Besonders nervig wird es, wenn sie regelmäßig auftreten. Schmerzmittel, wie Ibuprofen oder Paracetamol, sind bei Kopfweh das gängigste Hilfsmittel und schnell zur Hand. Doch eine unkontrollierte Einnahme von Kopfschmerztabletten kann im schlimmsten Fall sogar Kopfschmerzen verursachen.

Schmerzmittel sind aber nicht die einzige Lösung gegen Kopfweh – und schon gar nicht die beste. Denn auch mit Hilfe der richtigen Ernährung können Sie Kopfschmerzen vorbeugen und lindern.

Können bestimmte Nahrungsmittel Kopfschmerzen auslösen?

Kopfschmerzen sind eine Volkskrankheit. Jeder hatte sie schon einmal und viele leiden sogar regelmäßig daran. Auslöser dafür gibt es unendlich viele, wie zum Beispiel Stress oder Schlafmangel. Aber auch Lebensmittel gelten als häufige Ursache für Kopfschmerzen. "Nahrungsmittel als Auslöser für Kopfschmerzen werden meist überschätzt", erklärt Dr. med. Stefanie Förderreuther, Präsidentin der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft DMKG.

Kopfschmerzen vermiesen einem den Alltag ziemlich
Stress – auch in Bezug auf Ihr Essverhalten – ist ein ein häufiger Auslöser von Kopfweh © g-stockstudio / Shutterstock.com

"Am häufigsten werden bestimmte Nahrungsmittel als Auslöser für Migräne angeschuldigt. Meist sind gewisse Essensgelüste jedoch bereits ein Vorläufersymptom einer Migräne, also Ausdruck einer beginnenden Attacke selbst," so die zertifizierte Kopfschmerzexpertin. Stress, durch den Sie zum Beispiel eine Mahlzeit auslassen, sieht die Expertin als größeren Einflussfaktor.

Fakt ist, dass bestimmte Nährstoffe die Leistungsfähigkeit des Gehirns beeinflussen. Eine ungenügende Versorgung an Mineralien und Vitaminen können so negative Auswirkungen haben und Kopfschmerzen begünstigen.

B-Vitamine sind dabei von besonderer Bedeutung. Sie werden vor allem für die Bildung von Botenstoffen und Neurotransmittern benötigt, die unter anderem Ihre Konzentrationsfähigkeit sowie Ihr Erinnerungsvermögen steigern und sich positiv auf Ihren Schlaf auswirken. Wichtigstes Detail im Kampf gegen Kopfschmerzen ist auch, dass sie an der Druckregulation der Gefäße mitwirken. Und alles, was die Gefäßspannung natürlich beeinflusst, hilft, das Pochen im Kopf zu lindern.

Regelmäßiges Essen hilft gegen Kopfweh

Da das Gehirn den ganzen Tag auf Hochdruck arbeitet, muss es mit guten Energiequellen versorgt werden. Das ist nicht nur für Ihre Leistung entscheidend, sondern kann auch Kopfschmerzen vorbeugen. Vor allem, wenn Sie regelmäßig darunter leiden oder sogar mit Migräne kämpfen.

"Manche Patienten reagieren auch auf Durst und Fasten mit Kopfschmerzen", so die Oberärztin des Neurologischen Konsildiensts der Ludwig-Maximilians-Universität München. Lassen Sie eine Mahlzeit ausfallen, verweigern Sie Ihrem Gehirn nämlich gleichzeitig wichtige Nährstoffe und vor allem Ressourcen, aus denen es Energie schöpfen kann. "Wer auf das Weglassen einer Mahlzeit mit Kopfschmerzen reagiert, sollte deshalb natürlich auf regelmäßige Mahlzeiten und ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten."

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Regelmäßige Mahlzeiten beugen Kopfschmerzen vor © 4-PM-production / Shutterstock.com

Besonders gut eignen sich Lebensmitteln, von denen Ihr Organismus lange zehrt und die gleichzeitig Ihren Blutzuckerspiegel konstant halten. Beides sind optimale Voraussetzungen, um plötzlich auftretende Kopfschmerzen zu umgehen. Daneben können feste Essensrituale Stress lindern – und der ist bekanntermaßen oft genug Grund für einen brummenden Schädel. Nehmen Sie sich deshalb Zeit, essen Sie in Ruhe und nutzen Sie die Mahlzeiten um kurz abzuschalten.

Ist eine Ernährungsumstellung bei Kopfschmerzen sinnvoll?

"Bei den wenigsten Menschen hilft eine spezielle Diät. Kopfschmerzen sind keine Allergie auf Nahrungsmittel und meist auch nicht durch Nahrungsmittel ausgelöst", stellt die Kopfschmerzexpertin klar.

"Trotzdem haben viele Menschen das Bedürfnis einen Schuldigen für ihre Kopfschmerzen zu finden. Nahrungsmittel müssen da oft herhalten. Um sicher zu sein, ob tatsächlich ein bestimmtes Lebensmittel Kopfschmerzen auslöst, sollte man genau prüfen, ob das Nahrungsmittel wirklich regelhaft Kopfschmerzen auslöst", empfiehlt sie.

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Mit einem Ernährungstagebuch können Sie dem Auslöser für Ihre Kopfschmerzen auf die Schliche kommen © shurkin_son / Shutterstock.com

Um das herauszufinden, sollten Sie für einige Wochen ein Ernährungstagebuch führen. Darin notieren Sie nicht nur, was Sie gegessen haben, sondern auch, ob und in welcher Intensität / Dauer Kopfschmerzen auftraten.

Diese 7 Lebensmittel beugen Migräne und Kopfweh vor

Auch wenn im Akutfall Tabletten die schnellste Lösung sind, kann sich eine gesunde Ernährung positiv auf das Kopfschmerzleiden auswirken. Diese Lebensmittel sollen helfen:

1. Vollkorn hält den Blutzucker konstant

Ein konstanter Blutzuckerspiegel verschont Sie nicht nur von Heißhungerattacken, sondern soll auch Kopfschmerzen und Migräne vorbeugen. Bedeutet für Sie: Statt Weißmehlprodukte, die durch einfache Kohlenhydrate Ihren Blutzuckerspiegel rapide in die Höhe treiben, sollten Sie bei Brot, Nudeln oder Reis lieber zur Vollkornvariante greifen. Die komplexen Carbs werden nur langsam aufgespalten und versorgen Ihr Gehirn so über einen längeren Zeitraum mit Energie. Zusätzlich liefern Lebensmittel aus Vollkorn viele weitere gesunde Nährstoffe wie zum Beispiel Magnesium oder Calcium.

2. Kaffee gegen Entzugs-Kopfschmerz

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Auf Kaffee-Entzug? Dann können Kopfschmerzen auftreten © Zamurovic Photography / Shutterstock.com

Kaffee mit Zitrone ist ein Hausmittel, auf das viele bei Kopfweh schwören. Das kann durchaus helfen, wie die Medizinerin erklärt: "Wer regelmäßig und viel Kaffee trinkt, reagiert manchmal mit Kopfschmerzen, wenn er den Kaffee plötzlich weg lässt.

In solchen Fällen spricht man von einem Koffein-Entzugskopfschmerz, bei dem man tatsächlich mit Kaffee Linderung erzielen kann." Koffein regt außerdem die Durchblutung an und kann so – zumindest kurzweilig – Ihre Leistungsfähigkeit pushen.

3. Nüsse & Co. liefern Magnesium

Nüsse sind nicht nur gute Nervennahrung. Auch wenn Sie sich gegen Kopfschmerzen wappnen wollen, sind Walnüsse, Mandeln, Cashew- oder Kürbiskerne eine gute Wahl. Sie punkten durch gesunde Fette und sind reich an Magnesium.

Der Mineralstoff soll eine besonders effektive Waffe gegen regelmäßig auftretende Kopfschmerzen sein. Er fördert die Muskelentspannung und kann so auch Ihrem Kopf helfen endlich mal abzuschalten.

4. Serotonin in Bananen hilft gegen Migräne

Bananen machen nicht nur glücklich, sie sollen auch Kopfschmerzen ausknocken – dank des enthaltenen Botenstoffs Serotonin. Bekannt ist der vor allem als Glückshormon. Was viele jedoch nicht wissen: Serotonin reguliert auch die Spannung in den Gefäßen. Ein Mangel kann Ursache von Kopfschmerzen und Migräne sein.

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Bananen sind ein echtes Good-Mood-Food © HandmadePictures / Shutterstock.com

Bananen enthalten zudem eine besonders große Menge der Aminosäure Tryptophan, der Vorstufe von Serotonin. Damit sind sie nicht nur ein Gute-Laune-Macher, sondern auch noch ein richtig gute Waffe gegen Kopfschmerzen.

5. Omega-3-Fett aus Fisch als Kopfschmerz-Killer

Fettreiche Fischsorten wie Lachs, Thunfisch, Hering oder Makrele haben dank ihres hohen Omega-3-Gehalts einen besonders guten Ruf. Die gesunde Fettsäure ist für Ihren Körper essentiell, sprich lebensnotwendig. Sie hat nämlich gleich an einer ganzen Reihe von Vorgängen ihre Finger im Spiel.

Unter anderem wirkt sie entzündungshemmend und soll so auch bei Kopfschmerzen, vor allem bei Migräne, Linderung schaffen. In Kombination mit Vitamin D – ebenfalls in Fisch enthalten – soll das sogar noch besser funktionieren.

6. Datteln als natürliches Aspirin

Ein süßes Energiewunder, das Kopfschmerzen den Kampf ansagt: Datteln sind zwar reich an Fruchtzucker, gleichzeitig aber ein echtes Superfood. Ihre vielen guten Nährstoffe wie Vitamin B und C, Magnesium und Eisen rücken Sie in ein richtig gutes Licht. Wer regelmäßig an Kopfschmerzen leidet, hat mit Datteln gleich ein natürliches Heilmittel gefunden. Die süßen Früchte enthalten nämlich Salizylsäure, der gleiche Wirkstoff, der auch in Aspirin verwendet wird und schmerzlindernd wirkt.

Trotzdem sollten Sie Datteln auf Grund ihres hohen Kaloriengehalts nur in Maßen naschen. Wenn der Schädel brummt, ist aber auch der Nebensache.

7. Wassermangel verursachte Kopfweh

Zwei bis Drei Liter täglich – so viel sollten Sie auf jeden Fall trinken, um Ihren Flüssigkeitsbedarf zu decken. Wassermangel ist nämlich eine weit verbreitete Ursache für Kopfschmerzen.

Zu wenig getrunken? Das bemerkt man häufig erst, wenn es anfängt im Schädel zu pochen © sebra / Shutterstock.com

Durch Flüssigkeitsmangel werden Ihre Zellen nur ungenügend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und schon beginnt der Kopf zu brummen. Am besten stellen Sie sich eine Flasche Wasser immer in Blicknähe bereit. So werden Sie automatisch daran erinnert, regelmäßig einen Schluck zu nehmen.

Kopfschmerzen ohne Tabletten richtig behandeln

Wer regelmäßig an Kopfschmerzen leidet, sollte sich auf Dauer keinesfalls damit zufrieden geben. Besonders, wenn Sie ohne Kopfschmerztabletten nicht mehr auskommen. Scheuen Sie sich nicht davor sich auch bei einem Experten Rat zu holen. Neben der Ernährung gibt es eine ganze Reihe an Faktoren, die Kopfschmerzen begünstigen und beeinflussen können. Auch Bewegung, Sport und frische Luft können helfen Spannungen zu lösen und Sie endlich von Ihrem brummenden Schädel zu befreien.

03.04.2018| © womenshealth.de
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