Anders als viele komplexe Mehrgelenksübungen konzentrieren sich Kickbacks ausschließlich auf die Rückseite des Oberarms und eignen sich daher besonders gut, um gezielt Muskeln aufzubauen und Definition zu erreichen.
Summary
- Schwierigkeitsgrad: Anfänger bis Fortgeschrittene
- MET-Wert: 4–5
- Hauptregion: Trizeps
- Equipment/Hilfsmittel: Kurzhantel, Kabelzug oder Widerstandsband
Was sind Kickbacks und warum ist die Trizeps-Übung so effektiv?
Kickbacks sind eine klassische Isolationsübung für den Trizeps, die sich besonders gut mit Kurzhanteln oder am Kabelzug ausführen lässt. Der Bewegungsablauf ist vergleichsweise simpel, aber sehr effektiv: Während der Oberarm eng am Körper bleibt und fixiert wird, streckt sich der Unterarm kontrolliert nach hinten. Dadurch wird der Trizeps gezielt belastet, ohne dass andere Muskeln wie Schultern oder Rücken wesentlich mitarbeiten.
Das macht die Übung zu einer beliebten Wahl für alle, die den hinteren Oberarm definieren und gleichzeitig ein besseres Muskelgefühl entwickeln möchten. Gerade im Vergleich zu komplexeren Druckübungen, bei denen mehrere Muskelgruppen aktiv sind, sorgt der Kickback für eine sehr klare und konzentrierte Aktivierung des Trizeps.
Kickbacks sind weit mehr als nur eine optische Übung. Durch die isolierte Belastung stärkst du den gesamten Trizeps, was nicht nur für straffe und definierte Arme sorgt, sondern dir auch bei vielen anderen Bewegungen Vorteile bringt. Ein kräftiger Trizeps unterstützt dich bei sämtlichen Druckübungen wie Bankdrücken, Schulterdrücken oder Liegestützen und entlastet gleichzeitig Schultern und Brust.
Diese Muskeln werden beansprucht

Beanspruchte Muskeln beim Trizeps-Kickback.
Kickbacks zielen direkt auf den Trizeps ab, den dreiköpfigen Armmuskel, der die Streckung im Ellenbogen steuert und für einen Großteil des Armvolumens verantwortlich ist. Jeder der 3 Köpfe des Trizeps spielt bei Kickbacks eine Rolle:
- Langer Kopf – dieser Muskelkopf verläuft entlang der Armrückseite und sorgt für Fülle und Masse. Er ist entscheidend für ein starkes Erscheinungsbild des Oberarms. Er wird hier besonders intensiv in der Endkontraktion gefordert, da der Arm hinter den Körper geführt wird.
- Medialer Kopf – weniger sichtbar, aber extrem wichtig für die Stabilisierung und Kraftü Er ist bei jeder Streckbewegung aktiv und sorgt für die grundlegende Stabilität des Ellenbogengelenks.
- Lateraler Kopf – der äußere Anteil des Trizeps, der die Form der Armlinie prägt und bei trainierten Personen gut sichtbar hervortritt.
Zusätzlich wird die Unterarmmuskulatur stabilisierend aktiviert, da das Gewicht in Position gehalten werden muss. Damit zählen Kickbacks zu den isoliertesten und fokussiertesten Übungen für den Trizeps und ermöglichen eine gezielte Belastung, die mit Grundübungen allein nicht erreichbar ist.
MET-Wert und Kalorienverbrauch
Kickbacks sind primär eine Muskelaufbau- und Definitionsübung, weniger eine Übung für die Kalorienverbrennung. Dennoch ist es interessant, den Energieverbrauch im Blick zu behalten: Mit einem MET-Wert von 4–5 liegt der Verbrauch bei ca. 40–50 kcal in 10 Minuten, bei einem Körpergewicht von 60 kg.
Zwar wirkt das im Vergleich zu Ausdauersport gering, doch der Wert darf nicht unterschätzt werden, da Kickbacks in Kombination mit anderen Übungen eine langfristige Steigerung des Grundumsatzes durch Muskelwachstum unterstützen.
Funktionale Alltagsvorteile
Kickbacks bringen nicht nur optische Vorteile in Form von definierten Oberarmen, sondern haben auch funktionale Effekte. Ein starker Trizeps verbessert die Leistung in allen Druckbewegungen, sei es beim Bankdrücken, Schulterdrücken, Dips oder Liegestützen. Darüber hinaus schützt ein kräftiger Trizeps die Ellenbogengelenke und sorgt für mehr Stabilität bei sportlichen Bewegungen. Auch im Alltag, etwa beim Tragen schwerer Taschen oder beim Drücken von Objekten über Kopf, macht sich ein trainierter Trizeps bemerkbar. Kickbacks sind daher eine ideale Ergänzung zu Grundübungen und helfen, Kraft, Stabilität und Optik in Einklang zu bringen.
Nachteile von Kickbacks
Kickbacks sind eine sehr isolierte Übung und daher weniger effektiv für den gesamten Muskelaufbau als komplexe Grundübungen. Zudem ist der Bewegungsradius vergleichsweise klein, wodurch der Trainingsreiz schnell nachlässt, wenn du nicht bewusst sauber und kontrolliert arbeitest.
Durch die vorgebeugte Haltung kann außerdem der untere Rücken belastet werden, vor allem bei fehlender Rumpfspannung. Auch das Ellenbogengelenk wird stark beansprucht, wenn die Bewegung unsauber oder mit zu viel Gewicht ausgeführt wird.
Die richtige Ausführung
Die Technik bei Kickbacks ist entscheidend, um den Trizeps maximal zu fordern. Hier im Video bekommst du einen guten Eindruck davon:
Wichtig zu beachten
Ausgangsposition: Gehe in eine leichte Vorbeuge, der Oberkörper ist nahezu waagerecht. Halte den Rücken gerade und stabil. Die Oberarme liegen eng am Körper an und werden hinten leicht über den Oberkörper angehoben.Trainierst du einarmig: Stütze dich mit der freien Hand auf einer Bank oder dem Oberschenkel ab.
Arme nach hinten strecken: Halte Kurzhanteln oder den Kabelgriff in den Händen und strecke die Unterarme kontrolliert nach hinten, bis die Arme vollständig gestreckt sind.
Endposition halten: Spanne den Trizeps am Endpunkt bewusst an und halte die Position für 1–2 Sekunden, um den Muskelreiz zu verstärken.
Kontrolliert zurückführen: Führe die Unterarme langsam zurück in die Ausgangsposition, ohne Schwung zu holen. Der Oberarm bleibt während der gesamten Bewegung stabil.
Dos and Don'ts
Dos:
- Arme vollständig strecken, um den Trizeps optimal zu aktivieren.
- Die Endposition bewusst halten und Muskelspannung spüren.
- Gleichmäßiges Tempo beibehalten, um eine konstante Belastung zu sichern.
Don'ts:
- Kein Schwung oder ruckartige Bewegungen.
- Ellenbogen nicht nach außen abspreizen lassen.
- Nicht zu schweres Gewicht wählen – Technik geht vor Last.
Häufige Fehler und wie du sie vermeidest
Auch wenn Kickbacks einfach wirken, schleichen sich schnell kleine Technikfehler ein, die den Trainingseffekt deutlich reduzieren oder die Gelenke unnötig belasten.
Checkliste für Anfängerinnen
- Halte deine Oberarme während der gesamten Bewegung stabil und eng am Körper.
- Wähle ein Gewicht, das du kontrolliert ohne Schwung bewegen kannst.
- Achte auf einen geraden Rücken und spanne deine Körpermitte aktiv an.
- Nutze den vollen Bewegungsradius und strecke die Arme vollständig durch.
- Führe jede Wiederholung langsam aus und halte die Endposition kurz.
Trizeps-Kickback-Varianten
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Kickbacks zu trainieren, je nach Equipment und Trainingsziel:
Kickbacks mit Widerstandsbändern
Die einfachste und gelenkschonendste Variante. Ideal für Einsteiger und das Training zu Hause, da der Widerstand flexibel angepasst werden kann.
Kurzhantel-Kickbacks
Der Klassiker für zu Hause und im Studio. Sie ermöglichen ein gutes Muskelgefühl und sind leicht zu kontrollieren.
Einarmige Kickbacks
Durch die Konzentration auf einen Arm wird die Ausführung präziser. Ideal, um Dysbalancen auszugleichen und die Muskelaktivierung zu verbessern.
Kabelzug-Kickbacks
Die anspruchsvollste Variante: Der Kabelzug sorgt für eine konstante Spannung über den gesamten Bewegungsradius und erhöht so den Trainingsreiz.
Progressionsweg mit Tipps
Level 1 – Anfänger
Starte mit leichten Gewichten (1–3 kg) und 3 Sätzen à 12–15 Wiederholungen. Fokus: saubere Technik, stabile Oberarme und kontrollierte Bewegung mit kurzer Pause in der Endposition.
Level 2 – Fortgeschritten
Erhöhe das Gewicht und trainiere 3–4 Sätze à 10–12 Wiederholungen. Wechsle zwischen Kurzhantel- und Kabelzug-Kickbacks und baue einarmige Varianten ein, um die Intensität zu steigern.
Level 3 – Profi
Nutze Intensitätstechniken wie Dropsets, Supersätze (z. B. mit Dips oder French Press) oder langsame Negativbewegungen. Halte die Endposition länger, um den Muskel maximal zu fordern.
FAQ – Häufige Fragen zu Kickbacks
Der Kabelzug hat den Vorteil einer gleichbleibenden Spannung über den gesamten Bewegungsablauf. Das bedeutet: Der Muskel wird in jeder Phase der Bewegung gleichmäßig belastet. Kurzhanteln hingegen sind stärker von der Schwerkraft abhängig und verlieren in manchen Winkeln etwas Spannung.
Für optimale Ergebnisse reicht es, Kickbacks 2-bis 3-mal pro Woche in den Trainingsplan zu integrieren. Wichtig: Kickbacks sind eine Ergänzungsübung, die du mit Grundübungen wie Bankdrücken, Dips oder French Press kombinieren solltest. Diese Mischung aus Grund- und Isolationsübungen sorgt dafür, dass dein Trizeps sowohl Kraft als auch Definition entwickelt, ohne überlastet zu werden.
Ja, Kickbacks sind eine der einfachsten Trizepsübungen für zu Hause. Schon kleine Wasserflaschen, gefüllte Rucksäcke oder Widerstandsbänder reichen aus, um den Muskel effektiv zu trainieren. Widerstandsbänder haben den Vorteil, dass sie eine ähnliche konstante Spannung wie der Kabelzug erzeugen. So lässt sich auch ohne Studio-Equipment ein intensiver Reiz setzen.












