Nonnamaxxing: Warum plötzlich alle wie italienische Omas leben wollen

Viraler TikTok-Trend
Nonnamaxxing: Warum plötzlich alle wie italienische Omas leben wollen

ArtikeldatumVeröffentlicht am 02.07.2026
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Nonnamaxxing TikTok-Trend; italienische Großmutter
Foto: gettyimages/photoguns

Statt Clubbing, Dauerstress und endlosem Scrollen setzen viele junge Menschen plötzlich auf Gartenarbeit, Handarbeiten und gemeinsame Kochabende. Auf TikTok hat dieser entschleunigte Lifestyle inzwischen sogar einen Namen: "Nonnamaxxing". Was steckt dahinter?

Der Begriff leitet sich von "Nonna" – italienisch für Großmutter – ab und beschreibt einen Lebensstil, der sich an klassischen Gewohnheiten italienischer Omas orientiert. Dahinter steckt vor allem ein Wunsch nach mehr Ruhe, Gemeinschaft und Alltagsritualen. Und tatsächlich zeigen Studien: Viele dieser Gewohnheiten können sich positiv auf mentale und körperliche Gesundheit auswirken.

Was genau hinter dem TikTok-Trend steckt

Beim sogenannten Nonnamaxxing geht es vor allem darum, langsamer und bewusster zu leben. Statt ständig erreichbar zu sein oder jede freie Minute online zu verbringen, setzen viele wieder auf einfache Alltagsrituale: frisch kochen, gemeinsam essen, gärtnern, stricken oder einfach mehr Zeit mit Familie und anderen Lieblingsmenschen verbringen.

Auf TikTok und Instagram zeigen Creator:innen ihre selbst gekochte Pasta, handgestrickte Pullover oder kleine Balkongärten. Dahinter steckt vor allem der Wunsch nach weniger Stress, mehr Offline-Zeit und einem entschleunigten Alltag. Besonders beliebt ist der Trend aktuell bei Gen Z und Millennials, die sich bewusst von permanenter Reizüberflutung und Hustle Culture distanzieren.

Warum Nonnamaxxing gerade so viele anspricht

Viele Menschen fühlen sich dauerhaft gestresst, mental erschöpft oder sozial isoliert. Genau deshalb wächst die Sehnsucht nach langsameren Routinen und echten sozialen Kontakten. Psychologinnen sehen darin auch eine Form moderner Selbstfürsorge: Rituale wie gemeinsames Essen, Handarbeit oder Gartenarbeit vermitteln Struktur, Sinnhaftigkeit und Entspannung – also genau das, was im hektischen Alltag oft fehlt. Hinzu kommt: Viele der typischen "Nonna-Gewohnheiten" decken sich überraschend stark mit Erkenntnissen aus der sogenannten Lifestyle-Medizin.

Infobox: Das gehört zum Nonnamaxxing Wer den Trend auf TikTok verfolgt, sieht schnell wiederkehrende Routinen: frisch gekochte Pasta, selbst angebaute Kräuter auf dem Balkon, Strickprojekte auf dem Sofa oder gemeinsame Abendessen mit Freundinnen und Freunden. Im Mittelpunkt steht vor allem ein langsamerer Alltag mit mehr Offline-Zeit, echten sozialen Kontakten und kleinen Ritualen, die bewusst entschleunigen sollen.

Darum sind soziale Kontakte so wichtig für die Gesundheit

Ein zentraler Bestandteil des Trends sind soziale Beziehungen. Genau das ist laut Forschung tatsächlich einer der wichtigsten Faktoren für langfristige Gesundheit und Wohlbefinden. Studien zeigen, dass positive soziale Kontakte ...

  • Stress reduzieren können
  • die emotionale Stabilität fördern
  • Entzündungen im Körper beeinflussen
  • das Immunsystem stärken
  • das Gefühl von Zugehörigkeit verbessern

Selbst kleine soziale Interaktionen – etwa ein kurzes Gespräch im Café – können positive Effekte auf Stimmung und Wohlbefinden haben.

Nonnamxxingm - TikTokTrend; Soziale Kontakte pflegen
gettyimages/mapodile

Warum Gartenarbeit Körper und Gehirn guttut

Auch Gartenarbeit gehört zu den wichtigsten Bestandteilen des Trends. Und tatsächlich bringt sie gleich mehrere gesundheitliche Vorteile mit sich. Studien zeigen, dass Gärtnern ...

Besonders spannend: Gartenarbeit fordert gleichzeitig Bewegung, Koordination und Planung. Genau diese Kombination kann laut Forschung helfen, sogenannte kognitive Reserven aufzubauen – also das Gehirn langfristig widerstandsfähiger zu halten.

Nonnamaxxing TikTok-Trend; Gartenarbeit
gettyimages/Morsa Images

Warum Handarbeiten plötzlich wieder im Trend liegen

Stricken, Häkeln oder Sticken galten lange als klassische Oma-Hobbys – jetzt erleben sie auf TikTok ein riesiges Comeback. Viele Creators beschreiben die repetitiven Bewegungen als beruhigend und fast meditativ.

Tatsächlich zeigen Studien, dass Handarbeit Stress reduzieren und die Konzentration verbessern kann. Gleichzeitig entsteht etwas Greifbares mit den eigenen Händen – ein Gefühl, das im digitalen Alltag vielen fehlt.

Nonnamaxxing TikTok-Trend; Stricken
gettyimages/Anastasiia Krivenok

Selbst kochen wird plötzlich wieder cool

Auch gemeinsames Kochen gehört zum Nonnamaxxing-Lifestyle. Statt Fertiggerichten stehen frische Zutaten, einfache Rezepte und gemeinsames Essen im Mittelpunkt. Das kann sich ebenfalls positiv auf die Gesundheit auswirken. Menschen, die häufiger selbst kochen, essen laut Studien oft ...

Außerdem verbinden viele Essen mit Erinnerungen, Familie und Geborgenheit – ein Effekt, der laut Psycholog:innen emotional stabilisierend wirken kann.

Nonnamaxxing TikTok-Trend; Kochen
gettyimages/Vladimir Vladimirov

So lässt sich der Trend einfach in den Alltag integrieren

Für Nonnamaxxing muss niemand plötzlich aufs Land ziehen oder jeden Abend stundenlang Tomatensoße einkochen. Oft reichen schon kleine Veränderungen:

  • ein Abendessen komplett ohne Handy
  • mindestens ein selbstgekochtes Gericht unter der Woche (Mikrowelle zählt nicht!)
  • ein kurzer Spaziergang ohne Podcast und Dauerbeschallung
  • eine kleine Sammlung von Balkonkräutern anlegen und pflegen
  • ein kreatives Hobby wie Stricken oder Journaling anfangen und gegen abendliches Doomscrolling tauschen

FAQ: Häufige Fragen zu Nonnamaxxing

Fazit