Statt Clubbing, Dauerstress und endlosem Scrollen setzen viele junge Menschen plötzlich auf Gartenarbeit, Handarbeiten und gemeinsame Kochabende. Auf TikTok hat dieser entschleunigte Lifestyle inzwischen sogar einen Namen: "Nonnamaxxing". Was steckt dahinter?
Der Begriff leitet sich von "Nonna" – italienisch für Großmutter – ab und beschreibt einen Lebensstil, der sich an klassischen Gewohnheiten italienischer Omas orientiert. Dahinter steckt vor allem ein Wunsch nach mehr Ruhe, Gemeinschaft und Alltagsritualen. Und tatsächlich zeigen Studien: Viele dieser Gewohnheiten können sich positiv auf mentale und körperliche Gesundheit auswirken.
Was genau hinter dem TikTok-Trend steckt
Beim sogenannten Nonnamaxxing geht es vor allem darum, langsamer und bewusster zu leben. Statt ständig erreichbar zu sein oder jede freie Minute online zu verbringen, setzen viele wieder auf einfache Alltagsrituale: frisch kochen, gemeinsam essen, gärtnern, stricken oder einfach mehr Zeit mit Familie und anderen Lieblingsmenschen verbringen.
Auf TikTok und Instagram zeigen Creator:innen ihre selbst gekochte Pasta, handgestrickte Pullover oder kleine Balkongärten. Dahinter steckt vor allem der Wunsch nach weniger Stress, mehr Offline-Zeit und einem entschleunigten Alltag. Besonders beliebt ist der Trend aktuell bei Gen Z und Millennials, die sich bewusst von permanenter Reizüberflutung und Hustle Culture distanzieren.
Warum Nonnamaxxing gerade so viele anspricht
Viele Menschen fühlen sich dauerhaft gestresst, mental erschöpft oder sozial isoliert. Genau deshalb wächst die Sehnsucht nach langsameren Routinen und echten sozialen Kontakten. Psychologinnen sehen darin auch eine Form moderner Selbstfürsorge: Rituale wie gemeinsames Essen, Handarbeit oder Gartenarbeit vermitteln Struktur, Sinnhaftigkeit und Entspannung – also genau das, was im hektischen Alltag oft fehlt. Hinzu kommt: Viele der typischen "Nonna-Gewohnheiten" decken sich überraschend stark mit Erkenntnissen aus der sogenannten Lifestyle-Medizin.
Infobox: Das gehört zum Nonnamaxxing Wer den Trend auf TikTok verfolgt, sieht schnell wiederkehrende Routinen: frisch gekochte Pasta, selbst angebaute Kräuter auf dem Balkon, Strickprojekte auf dem Sofa oder gemeinsame Abendessen mit Freundinnen und Freunden. Im Mittelpunkt steht vor allem ein langsamerer Alltag mit mehr Offline-Zeit, echten sozialen Kontakten und kleinen Ritualen, die bewusst entschleunigen sollen.
Darum sind soziale Kontakte so wichtig für die Gesundheit
Ein zentraler Bestandteil des Trends sind soziale Beziehungen. Genau das ist laut Forschung tatsächlich einer der wichtigsten Faktoren für langfristige Gesundheit und Wohlbefinden. Studien zeigen, dass positive soziale Kontakte ...
- Stress reduzieren können
- die emotionale Stabilität fördern
- Entzündungen im Körper beeinflussen
- das Immunsystem stärken
- das Gefühl von Zugehörigkeit verbessern
Selbst kleine soziale Interaktionen – etwa ein kurzes Gespräch im Café – können positive Effekte auf Stimmung und Wohlbefinden haben.

Mehr Zeit für echte Gespräche: Soziale Kontakte und gemeinsame Offline-Momente gehören zu den wichtigsten Grundideen hinter dem Nonnamaxxing-Trend.
Warum Gartenarbeit Körper und Gehirn guttut
Auch Gartenarbeit gehört zu den wichtigsten Bestandteilen des Trends. Und tatsächlich bringt sie gleich mehrere gesundheitliche Vorteile mit sich. Studien zeigen, dass Gärtnern ...
- die tägliche Bewegung erhöht
- andauerndes Sitzen verhindert
- Stress abbauen kann
- die mentale Gesundheit unterstützt
- Konzentration und Gedächtnis trainiert
Besonders spannend: Gartenarbeit fordert gleichzeitig Bewegung, Koordination und Planung. Genau diese Kombination kann laut Forschung helfen, sogenannte kognitive Reserven aufzubauen – also das Gehirn langfristig widerstandsfähiger zu halten.

Pflanzen statt Dauerstress: Gartenarbeit und Urban Gardening gelten als wichtiger Teil des Trends und bringen mehr Bewegung sowie Ruhe in den Alltag.
Warum Handarbeiten plötzlich wieder im Trend liegen
Stricken, Häkeln oder Sticken galten lange als klassische Oma-Hobbys – jetzt erleben sie auf TikTok ein riesiges Comeback. Viele Creators beschreiben die repetitiven Bewegungen als beruhigend und fast meditativ.
Tatsächlich zeigen Studien, dass Handarbeit Stress reduzieren und die Konzentration verbessern kann. Gleichzeitig entsteht etwas Greifbares mit den eigenen Händen – ein Gefühl, das im digitalen Alltag vielen fehlt.

Stricken statt Scrollen: Handarbeiten wie Stricken oder Häkeln gehören zu den beliebtesten Nonnamaxxing-Ritualen – und können laut Studien Stress reduzieren und entspannend wirken.
Selbst kochen wird plötzlich wieder cool
Auch gemeinsames Kochen gehört zum Nonnamaxxing-Lifestyle. Statt Fertiggerichten stehen frische Zutaten, einfache Rezepte und gemeinsames Essen im Mittelpunkt. Das kann sich ebenfalls positiv auf die Gesundheit auswirken. Menschen, die häufiger selbst kochen, essen laut Studien oft ...
Außerdem verbinden viele Essen mit Erinnerungen, Familie und Geborgenheit – ein Effekt, der laut Psycholog:innen emotional stabilisierend wirken kann.

Selbst kochen wie eine italienische Nonna: Frische Zutaten, einfache Rezepte und gemeinsames Essen stehen beim Nonnamaxxing-Lifestyle im Mittelpunkt.
So lässt sich der Trend einfach in den Alltag integrieren
Für Nonnamaxxing muss niemand plötzlich aufs Land ziehen oder jeden Abend stundenlang Tomatensoße einkochen. Oft reichen schon kleine Veränderungen:
- ein Abendessen komplett ohne Handy
- mindestens ein selbstgekochtes Gericht unter der Woche (Mikrowelle zählt nicht!)
- ein kurzer Spaziergang ohne Podcast und Dauerbeschallung
- eine kleine Sammlung von Balkonkräutern anlegen und pflegen
- ein kreatives Hobby wie Stricken oder Journaling anfangen und gegen abendliches Doomscrolling tauschen
FAQ: Häufige Fragen zu Nonnamaxxing
Der Begriff beschreibt einen entschleunigten Lifestyle, der sich an den Gewohnheiten italienischer Großmütter orientiert.
Viele Menschen sehnen sich nach weniger Stress, mehr Gemeinschaft und bewussteren Routinen.
Viele Elemente des Trends – etwa soziale Kontakte, Bewegung, frisches Kochen oder Handarbeiten – werden tatsächlich mit positiven Gesundheitseffekten in Verbindung gebracht.
Nein. Schon kleine Rituale oder Offline-Momente können helfen.
Teilweise schon – aber auch um mentale Gesundheit, Entschleunigung und bewussteren Konsum.





