Die Yoga Basics
Alles, was Sie über Yoga wissen müssen
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Yoga Basics Alles, was Sie über Yoga wissen müssen

Yoga ist so viel mehr als ein effektives Ganzkörper-Workout. Wir erklären, was Yoga genau ist, woher es kommt und warum es sich lohnt Yoga zu machen

Was ist Yoga eigentlich genau?

Yoga ist eine 5000 Jahre alte, indisch-philosophische Lehre. Sie umfasst nicht nur körperliche Übungen, wie wir sie hier im Westen kennen, sondern ist vielmehr eine Anleitung, wie Sie Körper und Geist in Einklang bringt, um in einen Zustand des vollständigen Glücks zu gelangen. Daher entstammt auch der Begriff “Yoga”, was übersetzt soviel wie “das Einswerden von Körper, Geist und Seele” bedeutet. Der Weg besteht aus verschiedenen Praktiken, zu denen auch Körperübungen, die sogenannten Asanas, gehören. Daneben sind Atmung, Konzentration, Meditation sowie das eigene Handeln, also der Umgang mit seiner Umwelt und sich selbst Teile des traditionellen Verständnisses von Yoga.

Im Westen ist Yoga zu einem beliebten Ganzkörpertraining geworden, bei dem es vor allem um die physischen Übungen geht. Dabei werden die Asanas meist in Verbindung mit Atmung geübt. Die kraftvollen Positionen kräftigen jedoch nicht nur Ihren Körper, sondern trainieren auch Ihre mentale Stärke.

Der Ursprung des Yogas: Woher kommt Yoga?

Die Wurzeln des Yogas liegen in Indien und sind im Hinduismus sowie Teilen des Buddhismus zu finden. Erlösung ist im Hinduismus eines der höchsten Lebensziele und das Streben danach schon immer eine zentrale Lebensaufgabe. Anfangs war Yoga jedoch ein rein spiritueller Weg um den Geist zu beruhigen und so zu einer höheren Erkenntnis zu gelangen. Die erste Erwähnung findet man in der Bhagavadgita, eine der wichtigsten Schriften des Hinduismus. Dort werden vier verschiedenen Yoga Richtungen aufgezeigt, die jedoch rein spiritueller Natur sind. Mit diesen befasst sich auch das Yogasutra (“Yogaleitfaden”), ein zentraler Ursprungstext des Yogas, der von Patanjali, einem indischen Gelehrten geschrieben wurde. In 195 Versen ist darin die Essenz des Yogas zusammengefasst. Im 14. Jahrhundert verfasste Svatmarama die Hathayogapradibika, die sich speziell den physischen Techniken widmete. Darin beschreibt er Reinigungsrituale und erklärt spezielle Körperhaltungen, die Asanas, die zur angestrebten Erkenntnis beitragen sollen. Yoga vereint damit spirituelle und körperliche Rituale um Körper und Geist in ein Gleichgewicht zu bringen.

Im Westen wurde Yoga ungefähr ab den 1920ern populär. Bedeutende indische Gurus wie Krishnamacharya oder Pattabhi Jois begannen die östlichen Traditionen an westliche Lehrer weiterzugeben, woraus sich dann eine Vielzahl von Yoga-Richtungen wie Kundalini, Ashtanga, Iyengar oder Jivamukti Yoga entwickelten.

Was unterscheidet Yoga von anderen Sportarten?

Yoga ist nicht "bloß ein bisschen dehnen", unterscheidet sich aber dennoch deutlich von anderen Sportarten:

1. Yoga trainiert Körper UND Geist

Yoga ist mehr als ein körperliches Workout. Wer es schon mal ausprobiert hat weiß: Bei einer Yoga Einheit kann man ganz schön ins Schwitzen kommen. Immerhin arbeitet Ihre gesamte Muskulatur, die sowohl durch die statischen als auch die fließenden Bewegungen gekräftigt wird. Für die meisten Yogis ist ein straffer Körper jedoch eher ein schöner Nebeneffekt. Denn das Ziel ist eigentlich ein anderes: Nur wer auf sich selbst konzentriert ist, schafft es in den Asanas stabil zu stehen. Dabei wird die Wahrnehmung und das Bewusstsein für den eigenen Körper gesteigert. So trainieren Sie mit jeder Yoga Einheit auch Ihre mentale Stärke.

2. Yoga ist ein Sport ohne Wettbewerb

Auch wenn Sie sich beim Yoga nur auf sich konzentrieren sollen, passiert es, dass Sie ab und an auf andere Matten schielen. Und Ihr Kopf beginnt sofort zu vergleichen: Wer ist besser, kommt höher oder tiefer oder steht in einer Asana, von der Sie noch weit entfernt sind. Diese Gedanken sollten Sie jedoch sofort verbannen. Denn Vergleichen hat beim Yoga nichts zu suchen. Hier geht es nur um Sie und Ihren Körper. Und egal wie weit Sie sind, es ist okay so wie es ist. Sie dürfen sich ruhig ein bisschen fordern, aber nicht um es den anderen zu zeigen, sondern, weil es sich für Sie gut anfühlt. Krampfhaftes Verrenken bringt nämlich gar nichts. Die besten Fortschritte erreichen Sie mit einer positiven Einstellung: Alles kann, nichts muss. Und Sie werden sehen, damit werden Sie sich selbst überraschen.

3. Yoga arbeitet im Fluss der Atmung

Atmen tun Sie die ganze Zeit. Auch wenn Sie anderen Sport machen. Im Yoga aber ganz bewusst. Für Yoga-Neulinge wird es sich womöglich etwas komisch anfühlen, wenn alle um Sie herum laut atmen, hecheln oder hin und wieder stöhnend ausatmen. Das ist jedoch ganz normal. Das bewusste Ein- und Ausatmen unterstützt die Übungen vor allem, wenn sie atemsynchron wie zum Beispiel beim Sonnengruß ausgeführt werden. Bei öffnenden Positionen atmen Sie ein, bei schließenden aus, sodass Sie in einen Übungsfluss kommen. Dadurch wird Ihr Kopf mit der Zeit abschalten und genau das wollen Sie beim Yoga erreichen. Auch bei statischen Positionen hilft Ihnen das Atmen den Fokus zu bewahren, noch tiefer in die Figur zu kommen und Ihren Körper intensiver zu spüren.

Darum sollten auch Sie mit dem Yoga Training beginnen

Wer regelmäßig Yoga macht, profitiert von diesen 5 positiven Auswirkungen:

1. Yoga macht glücklich

Nach einer Stunde Yoga fühlen Sie sich wie auf Wolke sieben? Yogis nennen das “Yoga drunk”. Zu verdanken haben Sie dieses Hoch der Gamma-Aminobuttersäure, die als Wohlfühl-Substanz im Gehirn gilt. Forscher der Boston University School of Medicine stellten fest, dass der Neurotransmitter vor und nach einer 60-minütigen Yoga Einheit um 27 Prozent ansteigt.

2. Yoga kurbelt Ihren Stoffwechsel an

Dieser Effekt wird durch eine bewusste und konzentrierte Atmung während der Asanas gesteigert. Dabei entsteht Wärme, die Ihre Durchblutung steigert und Ihrem Stoffwechsel einheizt, wodurch wiederum der gesamte Organismus entgiftet wird.

3. Yoga hilft gegen Stress

Im Yoga müssen Sie sich über kurz oder lang auf sich selbst konzentrieren. In Verbindung mit der Atmung wirkt sich das positiv auf Ihr vegetatives Nervensystem aus. Der Parasympathikus, der Ihren Körper zu Ruhe bringt, wird stimuliert und Stress gelindert. Das bestätigt sogar eine Studie der Universität Duisburg-Essen. Nach deren Ergebnis senkt ein 3-monatiges Yoga-Training das Stresshormon Cortisol und macht Sie stressresistenter.

4. Yoga erhöht die Beweglichkeit

Yoga strafft nicht nur Ihren Körper, sondern macht Sie ganz nebenbei beweglicher. Viele der Asanas dehnen nämlich die Muskulatur. Beim Yoga sollte das aber möglichst sanft geschehen. Am besten in Verbindung mit einer tiefen Atmung. Die hilft übrigens auch, wenn es mal richtig weh tut. Versuchen Sie sich dann auf das Ein- und Ausatmen zu konzentrieren, den Schmerz anzunehmen und sich noch mehr fallen zu lassen. Das sollte trotzdem alles noch erträglich sein. Ansonsten die Asana lieber lösen.

5. Yoga verbessert den Schlaf

Auch das hängt mit dem vegetativen Nervensystem, genauer gesagt dem Parasympathikus, zusammen, der durch das Praktizieren von Yoga stimuliert wird. So zeigen unterschiedliche Studien, dass Yoga-Übungen die Schlafqualität verbessern und gegen Schlaflosigkeit helfen können. Unser Tipp: Um den Effekt zu verstärken, wählen Sie abends Asanas, die Ihren Körper schließen, wie zum Beispiel Vorbeugen.

Auf die Matte, fertig, Sonnengruß!

Ja, ja, wir kennen die Vorurteile, die manche gegenüber Yoga haben: Das ist doch kein Sport! Viel zu spirituell! Und singen die da nicht auch? Ja, das Ommm wird in manchen Kursen tatsächlich angestimmt – aber es gibt mindestens genauso viele Kurse, bei denen weder gesungen, noch außergewöhnlich gehechelt wird. Im vielfältigen Yoga-Dschungel findet jeder seinen Platz. Ganz egal, ob Sie auf der Suche nach dem höheren Selbst, einem entspannten Ausgleich oder gezielter Dehnung sind. Wer jetzt Lust auf Yoga bekommen hat, liest hier mehr zu den verschiedenen Yoga-Arten, was die wichtigsten Begriffe aus dem Yoga bedeuten, welche Yoga-Übungen für Anfänger geeignet sind und noch viel mehr Yoga-Inspiration.