Süßkartoffeln 4 Gründe, warum Süßkartoffeln so gesund sind!

Wie gesund sind Süßkartoffeln wirklich?
Wie gesund sind Süßkartoffeln? Kann man die auch roh essen und sind sie eigentlich Low Carb? Wir klären alle Fragen. © Pinkyone / Shutterstock.com

Alle lieben Süßkartoffeln – zu Recht: Die bunte Knolle schmeckt nicht nur lecker, sondern ist dabei auch noch richtig gesund. Hier steht, warum

Auf den ersten Blick ist es ihr kaum anzusehen, aber unter ihrer unscheinbaren Schale verbirgt sich ein wahres Power-Food: Süßkartoffeln gehören dank ihres unschlagbaren Nährstoffgehalts zu einer der gesündesten Gemüsesorten überhaupt. Damit ist die süße Knolle der beste Beweis dafür, dass gesundes Essen nicht nur "gesund" ist, sondern echt lecker schmecken kann. Und zwar so gut, dass akutes Suchtpotenzial besteht.

Tabelle: Nährwerte von Süßkartoffel und Kartoffel im Vergleich

Anders, als es der Name vermuten lässt, ist die Süßkartoffel (Windengewächs) mit der normalen Kartoffel (Nachtschattengewächs) nur entfernt verwandt. Auch in Sachen Nährwerte und Vitamingehalt gibt es ein paar klare Unterschiede:

pro 100 g

Süßkartoffel

Kartoffel

Kalorien 

108 kcal 

68 kcal

Kohlenhydrate

24 g

14,8 g

Ballaststoffe

3,1 g

2,1 g

Protein

1,6 g 

2 g

Fett

0,6 g 

0,1 g

Kalium 

400 mg 

411 mg 

Calcium 

25 mg

6 mg

Magnesium 

19 mg

20 mg

Eisen

0,8 mg

0,4 mg

Vitamin A

1300 µg

1 µg

Vitamin E

0,3 mg

0,05 mg

Vitamin C 

30 mg

17 mg

Biotin 

4,3 µg

0,4 µg

Folsäure

12 µg

22 µg

Älteren Berichten zufolge stammt die Süßkartoffel aus Zentral- und Südamerika. Neuere Forschungen legen aber nahe, dass sie ursprünglich aus Asien kommt. Im Gegensatz zur besser bekannten "normalen" Kartoffel hat es bei der süßen Knolle eine Weile länger gedauert, bis sie bei uns gelandet ist, dafür können wir jetzt gar nicht genug von ihr bekommen.

Pommes aus Kartoffel oder Süßkartoffel – Sie haben die Wahl. © Lisovskaya-Natalia / Shutterstock.com

Wir sind der Sucht längst verfallen – und das nicht nur, weil sie so gut schmeckt. Wir haben noch 4 weitere Gründe gefunden, die auch die letzten Skeptiker überzeugen sollten:

1. Süßkartoffeln liefern jede Menge gesunde Kohlenhydrate

Kohlenhydrate haben es wirklich nicht leicht. Ihr Ruf als fieser Dickmacher eilt ihnen so gut wie immer voraus. Doch nicht alle Carbs sind böse, denn komplexe Kohlenhydrate können Ihnen sogar beim Abnehmen helfen. Und genau diese stecken in Süßkartoffeln.

Um Ihrem Körper als Energielieferant zu dienen, müssen diese langen Glucoseketten erstmal von Ihrem Körper mühselig aufgespalten werden. Und das dauert. So hat Ihr Organismus eine ganze Weile zu tun, sodass das Sättigungsgefühl länger anhält. Mit diesen Carbs dürfen Sie sich also ruhig anfreunden.

Aber: Süßkartoffeln sind alles andere als Low Carb und sie haben auch NICHT weniger Kohlenhydrate als Kartoffeln (siehe Tabelle oben).

2. Süßkartoffeln sind reich an Beta-Carotin

Während Kartoffeln immer etwas blass daherkommen, sind Süßkartoffeln dank Ihrer knalligen Farbe ein echter Hingucker auf dem Teller. Verantwortlich dafür ist das enthaltene Beta-Carotin. Dabei handelt es sich um einen natürlichen Pflanzenstoff, der nicht nur für ein hübsches Äußeres sorgt, sondern auch noch gesund ist.

Süßkartoffeln sind super vielfältig in der Zubereitung
Die leuchtende Farbe verdankt die Süßkartoffel dem enthaltenen Beta-Carotin. © casanisa / Shutterstock.com

Beta-Carotin ist eine Vorstufe von Vitamin A und verbessert unter anderem die Sehkraft. Außerdem ist es am Zellwachstum beteiligt, und wirkt sich positiv auf Ihr Hautbild aus. Beta-Carotin besitzt zudem eine antioxidative Wirkung und schützt Ihre Zellen vor schädlichen freien Radikalen, was dem Alterungsprozess vorbeugt.

3. Süßkartoffeln haben einen niedrigen Glyx

Obwohl die heimische Kartoffel weniger Kalorien (68 kcal) liefert als die Süßkartoffel (108 kcal), hat sie in Sachen Glyx-Wert die Nase weit vorne: Ihr sogenannter glykämischer Index liegt nämlich weit unter dem der Kartoffel. Und das ist vor allem fürs Abnehmen ein entscheidender Faktor.

Der glykämische Index gibt an, wie schnell der Zucker aus einem Lebensmittel ins Blut abgegeben wird. Je langsamer das passiert (und je niedriger der Glyx-Wert), umso konstanter bleibt der Blutzuckerspiegel, und Heißhungerattacken haben keine Chance.

4. Süßkartoffeln lassen sich vielfältig zubereiten

Als Pommes, Püree, gebacken aus dem Ofen, im Salat, Kuchen oder als Dessert: Die Süßkartoffel ist ein echtes Allroundtalent in der Küche. Können Sie Süßkartoffeln auch roh essen? Ja, im Gegensatz zur Speisekartoffel, die im rohen Zustand den giftigen Stoff Solanin enthält, können Sie Süßkartoffeln theoretisch auch roh essen.

Süßkartoffel-Pommes gehen einfach immer
Süßkartoffel-Pommes gehen einfach immer, oder? © Brent-Hofacker / Shutterstock.com

Ganz egal, in welcher Form oder Konsistenz sie auf dem Tisch landet, ist sie sowohl geschmacklich als auch optisch ein echter Knaller. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie die süße Knolle als Beilage zu Fisch, Fleisch oder Gemüse servieren oder ihr eine "Hauptrolle" als gefüllte Ofenkartoffel auf dem Teller geben.

Rezept-Tipp im Video: Süßkartoffel-Gnocchi

Immer nur Süßkartoffel-Pommes? Wie langweilig! Die Kollegen von Foodboom hätten da eine leckere und leicht gemachte Alternative parat, die in rund 30 Minuten auf dem Tisch steht:

How to Süßkartoffel-Gnocchi 1:13 Min.

Gnocchi-Zutaten für 4 Portionen:

  • 600 g Süßkartoffeln
  • 4 Stiele Majoran
  • 4 Stiele Salbei
  • 2 Stiele Rosmarin
  • 5 Tomaten
  • 50 g Parmesan
  • 1 Ei
  • 250 g Mehl
  • Salz
  • Geriebene Muskatnuss
  • 2 EL Butter
  • Pfeffer
  • 2 EL Olivenöl

Zubereitung:

  1. Süßkartoffeln schälen, kleinschneiden und für ca. 20 Min. kochen lassen. Kräuter und Tomaten klein schneiden, den Parmesan hobeln. Die Süßkartoffeln gut abgießen und direkt im Topf stampfen.
  2. Ei und Mehl unter die Süßkartoffelmasse heben und verkneten. Mit Salz und Muskat würzen. Anschließend im Kühlschrank ca. 20 Minuten kühlen. Teig auf bemehlter Arbeitsfläche zu länglichen circa 2 Zentimeter Rollen formen. Die Rollen in rund 1,5 Zentimeter lange Stücke schneiden, zu Kugeln formen und über eine Gabel abrollen.
  3. Gnocchi in leicht siedendem, gesalzenem Wasser um die 3 Minuten garen. 1 Esslöffel Butter in der Pfanne schmelzen und mit der Hälfte der Gnocchi, Kräutern und Tomaten darin schwenken und mit Salz, Pfeffer würzen. Diesen Vorgang mit den restlichen Gnocchi, Butter, Tomaten und Kräutern wiederholen. Alles zusammen anrichten mit Olivenöl beträufeln und mit Parmesan bestreuen.

Tipp: Falls der Teig noch zu feucht ist, einfach noch etwas Mehl hinzugeben.

Klingt alles sehr lecker, oder? Wenn Sie der Süßkartoffel-Sucht nicht schon längst verfallen sind, sollten Sie unsere Argumente spätestens überzeugt haben, die gesunde Knolle zu probieren.

07.11.2018| © womenshealth.de
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