Sport und Fasten Was Sie beim Sport in der Fastenzeit beachten sollten

Wenn Ihnen schwindelig wird, brechen Sie das Training sofort ab! © Jacob Lund / shutterstock.com

Wie wirkt sich der Verzicht während der Fastenzeit auf Ihr Training aus? Wir erklären, worauf Sie beim Sport während des Fastens achten müssen

Kein Zucker, kein Alkohol, keine Kohlenhydrate - manches, worauf Sie während der Fastenzeit verzichten, braucht Ihr Körper nicht, anderes schon. Wie beeinflusst also der Zufuhr-Stopp Ihr Leistungsvermögen im Gym? Dem gehen wir hier nach.

Ist Sport in der Fastenzeit gesund?

Das kommt ganz darauf an, wie und wie intensiv Sie fasten. Wer zum Beispiel beschließt, in der offiziellen christlichen Fastenzeit von Aschermittwoch bis Ostern auf Zucker oder Alkohol zu verzichten, kann ganz normal weiter trainieren. Dieser Verzicht wird sich sogar eher positiv auf Ihr Training auswirken.

Wenn Sie aber auf gewohnte Nahrungsbestandteile wie z. B. Kohlenhydrate oder Fleisch verzichten, kann das sich sehr wohl auf Ihr Energielevel auswirken. Machen Sie gar eine Heilfastenkur, bei der Sie nur Tee und Wasser trinken, oder verzichten wie im muslimischen Glauben tagsüber ganz auf feste Nahrung, ist es nur logisch, dass sich das auf Ihre sportliche Leistungsfähigkeit auswirkt.

Achten Sie beim Sport während des Fastens besonders gut auf die Signale Ihres Körpers. © Jacob Lund / shutterstock.com

Sollte ich in der Fastenzeit auf Sport verzichten?

Nicht unbedingt. Grundsätzlich ist Sport (solange Sie es nicht übertreiben) auch während des Fastens gesund. Bewegung hält den Kreislauf und Stoffwechseln in Schwung und verhindert auch den Eiweißabbau in der Muskulatur. Trotzdem gibt es ein paar Dinge, auf die Sie beim Sport während des Fastens achten sollten.

Was muss ich beim Sport an Fastentagen beachten?

Es sind in erster Linie 6 Punkte, die Sie beim Sport während der Fastenzeit im Auge behalten müssen:

1. Seien Sie an den ersten Tagen der Fastenzeit besonders vorsichtig oder legen Sie lieber eine Sportpause ein, bis sich Ihr Körper umgestellt und Blutzuckerspiegel und Säure-Basen-Haushalt sich reguliert haben.

2. Überfordern Sie sich nicht. Für einen Marathon oder High Intensity Training ist Ihr Körper gerade nicht bereit. Leistungs- und Hochleistungssport sind während des Fastens tabu.

3. Explosive Bewegungen, Schnellkrafttraining oder schnelle Positionswechsel sollten Sie an flauen Tagen meiden.

4. Wenn Sie sich gut fühlen, können Sie Ihrer Trainings-Routine folgen. Aber: Erwarten Sie nicht von Ihrem Körper, dass er sein reguläres Sport-Pensum packt. Ohne Energiezufuhr ist eine geringere Leistungsfähigkeit ganz logisch.

5. Hören Sie auf Ihren Körper: Schwindelgefühl und kalter Schweiß sind Warnsignale, die Sie nicht ignorieren sollten. Kein falscher Ehrgeiz! Brechen Sie das Training sofort ab.

6. Für alle, die eher zu den Couch-Potatos gehören: Moderate Bewegung, Radfahren oder ein Spaziergang sind besser als gar keine Bewegung und unterstützen Ihr Fasten-Projekt.

Fasten und Leistungssprot passen nicht gut zusammen. Schalten Sie einen Gang zurück. © Jacob Lund / shutterstock.com

Wenn Sie diese Tipps beim Sport beachten, kann die Fastenzeit auch dazu beitragen, dass Sie achtsamer trainieren, besser auf Ihren Körper hören und Ihre körperlichen Grenzen akzeptieren lernen. Außerdem werden Sie nach der Fastenzeit umso deutlicher feststellen wie viel Energie Ihr Körper aus gesunder Ernährung ziehen kann.

06.03.2019| © womenshealth.de
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