Viele Frauen trainieren lieber kompakt: Rein ins Gym, alles erledigen, fertig. Doch neue Daten zeigen: Es geht auch anders, und oft sogar besser. Eine clevere Aufteilung in 2 kurze Sessions kann dir spürbar mehr Fokus, sauberere Technik und sogar ein kleines Plus an Trainingsvolumen schenken.
Warum 2 Sessions dein Training smarter machen
Die neue kontrollierte Vergleichsstudie (Randomized Controlled Trial, kurz RCT), veröffentlicht in Frontiers in Psychology (2022), untersuchte 23 krafttrainierte Frauen Anfang 20, die bereits sauber trainierten. Sie absolvierten entweder eine längere Einheit pro Tag oder 2 kürzere Sessions, jeweils mit identischem Trainingsplan und denselben Übungen.
Die Ergebnisse:
- 3 Prozent höheres Trainingsvolumen (also ein kleines Plus an Gesamtarbeit über Sätze, Wiederholungen und Gewicht)
- Geringeres Ermüdungsgefühl, gemessen über die subjektive Anstrengungsskala (Wie schwer fühlt sich ein Satz an?)
- Gleiche Gesamtzeit, aber besser verteilt.
Vereinfachte Übersicht der Studiendaten
Wichtig: Die Studie ist klein und bezieht sich auf junge, bereits trainierte Frauen – die Ergebnisse sind also eher ein Hinweis als eine allgemeingültige Regel.
Warum 2 Sessions deine Trainingsqualität wirklich verbessern
Der Vorteil entsteht nicht, weil du "mehr machst", sondern weil du beide Male frisch an deine wichtigsten Übungen gehst. Genau das spürst du bei komplexen Bewegungen wie Kniebeugen, Klimmzügen oder Druckbewegungen sofort: Dein Körper arbeitet präziser, die Spannung bleibt stabil, der Kopf ist wacher. Weniger Ermüdung heißt: Deine Technik hält länger, Wiederholungen bleiben sauber, Bewegungen fließen kontrollierter.
Kurz: 2 kurze Sessions fühlen sich nicht nur besser an, sie machen dein Training smarter.
Für wen der Trainings-Split sinnvoll ist – und für wen nicht
Besonders sinnvoll, wenn du:
- nur kurze Zeitfenster am Tag hast
- technisch anspruchsvolle Übungen konzentriert ausführen willst
- schnell ermüdest und gegen Ende langer Sessions an Qualität verlierst
- ein kleines Plus an Trainingsvolumen möchtest – ohne länger zu trainieren
Weniger geeignet, wenn du:
- aktuell wenig schläfst oder gestresst bist
- 2 feste Trainingspunkte schwer in deinen Alltag integrieren kannst
- lieber "alles in einer Session erledigst"
- schnell mental aussteigst, wenn du nochmal losstarten sollst
Der Split ist kein Muss, aber für viele eine überraschend entlastende Alternative.
So könnte dein AM/PM-Plan aussehen
2 Sessions à 20-30 Minuten reichen völlig.
Unterkörper-Tag:
AM-Session (20-25 Minuten):
- Kniebeugen: 3 Sätze
- Rumänisches Kreuzheben: 2 Sätze
PM-Session (20 Minuten):
- Rudern
- Schulterdrücken
- Core-Training
Warum das funktioniert: Du gehst 2-mal mit frischen Muskeln und vollem Fokus in deine Übungen – besonders wertvoll bei komplexen Bewegungen.
Sicherheit und Progression – worauf du achten solltest
2 Sessions pro Tag klingen intensiver, müssen es aber nicht sein. Kleine Regeln helfen, die Balance zu halten:
- 3-5 Minuten Aufwärmen reichen völlig.
- Gesamtvolumen beibehalten – es geht um die Aufteilung, nicht um Extra-Training.
- Schlaf und Ernährung im Blick behalten – dein Körper arbeitet 2-mal.
- Technik first: Ein sauberer Satz bringt mehr als 2 hektische.
- Progression langsam steigern: ein paar Wiederholungen mehr, etwas mehr Gewicht – nicht beides gleichzeitig.
FAQ: Die häufigsten Fragen zur Trainingsaufteilung
Teilweise. Gerade am Anfang bringen klare, kompakte Einheiten oft mehr Struktur – erst später lohnt sich ein Split.
Die Aufteilung kann das Training angenehmer machen, aber entscheidend bleiben Ernährung und Energiehaushalt.
Nein. Die Studie tat es zwar, aber du kannst morgens die Grundübungen machen und nachmittags weniger ermüdende Übungen.
Der Effekt ist moderat. Er entsteht vor allem durch bessere Technik und weniger Ermüdung – nicht durch "mehr Training".
Ja. Morgens Kraft, nachmittags moderates Cardio funktioniert sehr gut. So bleibt die Kraftqualität erhalten.












