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Leinsamen: 8 Gründe, warum sie so gesund sind

Leinsamen 8 Gründe, öfter Leinsamen übers Müsli zu streuen

Mit einem Müsli am Morgen startest du perfekt in den Tag. Noch gesünder wird’s, wenn du das Ganze mit einem Löffel Leinsamen toppst

Leinsamen haben ein etwas angestaubtes Image als Reformhaus-Food – völlig zu Unrecht! Denn die braunen Samen gibt es mittlerweile in jeder Drogerie und im Supermarkt zu kaufen. Sie werden zudem in immer mehr Produkten wie Brot verarbeitet, denn sie machen nicht nur lange satt, sondern sind auch irre gesund. Hier kannst du die braunen Leinsamen von Davert in Bioqualität direkt online bestellen.

Wenn du nicht weißt, wie du das Super-Food in deinen Alltag integrieren sollst, haben wir ein paar Ideen und Tipps für dich. Vor allem aber sagen wir dir, was die Supersamen alles können.

Warum sollte man mehr Leinsamen essen?

Die gesundheitsförderlichen Effekte von Leinsamen in der Ernährung sind durch umfassende Forschung in Studien belegt. Zusammen mit der Diplom-Ernährungswissenschaftlerin und Food-Journalistin Inga Pfannebecker haben wir die unscheinbaren kleinen Samen mal ganz genau unter die Lupe genommen. Hier kommen 8 Gründe, warum du in Zukunft viel öfter Leinsamen essen solltest:  

1. Leinsamen machen schlank

Du willst ein paar Kilo abnehmen? Der regelmäßige Verzehr von Leinsamen kann dich hierbei unterstützen. Denn durch den hohen Ballaststoffgehalt halten Leinsamen lange satt und beugen Heißhungerattacken vor. Auch der hohe Anteil an Omega-3-Fetten – 16,7 Gramm pro 100 Gramm – trägt zu einer guten Figur bei, denn die ungesättigten Fettsäuren helfen beim Muskelaufbau.

Grundvoraussetzung hierfür sind jedoch eine ausgewogene Ernährung und ein aktiver Lebensstil. Mehr Anregungen dazu auch hier: 40 Ballaststoff-Lieferanten für eine gesunde Darmflora.

2. Leinsamen bringen die Verdauung auf Trab

Leinsamen unterstützen die Verdauung und verschaffen schnelle Abhilfe bei Verstopfungen. "Leinsamen enthalten in ihren Samenschalen Schleimstoffe, die im Darm Wasser binden und dabei aufquellen. So vergrößert sich das Volumen des Darminhalts, was die Verdauung anregt", erklärt die Ernährungs-Expertin.

Der Autor Hans-Ulrich Grimm erklärt zusätzlich in dem Buch Leinöl macht glücklich, dass das Öl aus der Leinsaat eine Art Schmiereffekt ausübt und so den Weitertransport des Darminhalts beschleunigt. Auch gut zu wissen: Darum sind Haferflocken so gesund.

Tipp: Damit die kleinen Helferlein so stark wie möglich aufquellen und somit den größtmöglichen Effekt auf die Verdauung haben, verwendest du am besten geschrotete Leinsamen. Die gibt es in den meisten Supermärkten oder online. Wichtig: Viel trinken, sonst können die Samen selbst eine Verstopfung fördern.

Den Amazon-Bestseller unter den geschroteten Leinsamen gleich hier bestellen!

Alternativ schrotest du die Leinsamen mit einer Kaffeemühle einfach selbst, dann bleiben die wertvollen Fettsäuren enthalten. Am besten geht das mit einer leistungsfähigen elektrischen Kaffeemühle.

3. Leinsamen stärken das Immunsystem

Dein Immunsystem hängt von vielen Faktoren ab. Hierbei spielt unter anderem die Gesundheit Ihres Darms eine nicht zu unterschätzende Rolle, auf die Leinsamen eine positive Auswirkung haben. Durch die Ballaststoffe und das Quellvermögen der Leinsamen wird dein Darm optimal versorgt und kann besser arbeiten.

"Außerdem wirken die enthaltenen Omega-3-Fettsäuren und Antioxidantien Entzündungen im Körper entgegen und verbessern so das Immunsystem", erklärt Inga Pfannebecker. Leinöl mit Quark: Der Abnehm-Geheimtipp!

4. Leinsamen stärken das Gehirn

Dein Gehirn besteht zu einem großen Teil aus Fett, wovon ein Teil Omega-3-Fettsäuren sind. Daher verwundert es nicht, dass ein gesundes Gehirn reichlich davon benötigt. Nimmst du zu wenig gesunde Fette zu dir, leidet die Gehirnleistung darunter, denn die Zellmembranen werden erst durch Omega-3-Fettsäuren flexibel und durchlässig.

Mit einer täglichen Portion Leinsamen stärkst du somit auch dein Gehirn und sorgst für volle Brain-Power.

5. Leinsamen machen glücklich

Es lassen sich keine Depressionen mit Leinsamen behandeln, das ist klar. Allerdings konnten schon mehrere Studien zeigen, dass sich der Verzehr von Leinsamen positiv auf die Stimmung auswirkt. Denn die Omega-3-Fette sind unter anderem daran beteiligt, dass Kommunikationsprozesse im Gehirn reibungslos funktionieren. Mit einem Müsli mit Leinsamen startest du also genau richtig in den Tag.

6. Leinsamen lassen das Haar glänzen

Glänzendes Haar entsteht nicht nur durch das richtige Shampoo und Conditioner. Pflege doch einfach dein Haar von innen, denn sicher ist: "Durch ihr hochwertiges Fett und die enthaltenen Vitamine und Mineralien tragen die kleinen Samen zu gesunden, glänzenden Haaren bei", erklärt die Ernährungswissenschaftlerin. "Zudem können Leinsamen durch ihre hormonähnliche Wirkung hormonell bedingtem Haarausfall eindämmen.”

7. Leinsamen reduzieren das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Fast-Food und andere Lebensmittel, die nur so vor gesättigten Fetten strotzen, erhöhen das Risiko deutlich. Der Verzehr von Leinsamen hingegen schützt das Herz. Denn im Gegensatz zu Butter und vielen Fleischsorten enthalten Leinsamen die guten Omega-3-Fettsäuren. Die haben die Eigenschaft, die Blutfette und den Blutdruck zu senken.

"Verantwortlich sind hierfür vor allem die sogenannten Lignane, eine besondere Art der Ballaststoffe, die die Blutfettwerte senken können", erklärt unsere Expertin. "Die Lignane binden das Cholesterin an sich, das dann ausgeschieden wird. So wird nicht nur der Gesamt-Cholesterin-Wert verringert, sondern vor allem auch das 'böse' LDL-Cholesterin gesenkt, das unsere Gefäße schädigen und zu Arteriosklerose führen kann."

Zur Erklärung: Bei Arteriosklerose handelt es sich um eine Verkalkung der Blutgefäße. Durch die Verkalkung verengen sich die Gefäße, der Blutdruck steigt, und es besteht die Gefahr, dass es zu einem Verschluss eines Herzkranzgefäßes und somit zu einem Herzinfarkt kommt.

8. Leinsamen beugen Diabetes vor

Streust du Leinsamen über dein Müsli, wird der Anstieg des Blutzuckers nach dem Essen gebremst. Denn Ballaststoffe verzögern die Verdauung und sorgen dafür, dass die Kohlenhydrate aus dem Essen langsamer ins Blut gelangen. (Hier findest du 15 weitere Rezepte mit Leinsamen.)

"Die gesunden Omega-3-Fette der Leinsaat tragen ebenfalls zu einem geringeren Ansteigen der Blutzuckerwerte nach einer Mahlzeit bei. Somit kann der regelmäßige Verzehr von Leinsamen der Entstehung von Diabetes Mellitus Typ 2 vorbeugen und sich bei einem bereits bestehenden Diabetes Typ 2 positiv auswirken", verrät Inga Pfannebecker.

Wie viel Leinsamen sollte ich essen, um einen positiven Effekt zu erzielen?

Du kannst pro Tag bis zu 2 Esslöffel Leinsamen zu dir nehmen. Da in den Leinsamenschalen – wie auch in Apfelkernen – Blausäure enthalten ist, solltest du es jedoch nicht übertreiben. Achte zudem darauf, genügend zu trinken, damit die Samen aufquellen und die Verdauung unterstützen können.

Achtung: "Menschen mit Darmproblemen sollten lieber auf Leinsamen verzichten. Auch Kinder unter 12 Jahren und Schwangere sollten Leinsamen nur in geringen Mengen, zum Beispiel in einer Müslimischung oder einem Brot, verzehren und nicht löffelweise einnehmen", rät unsere Expertin.

Du kannst die Leinsamen geschrotet oder als Ganzes in deine Ernährung einbauen oder das wertvolle Öl für kalte Speisen nutzen. Leinöl enthält zwar keine Ballaststoffe, dafür aber auch keine Blausäure. Zudem enthält Leinöl unter allen Lebensmitteln den höchsten Gehalt an Omega-3-Fetten: unglaubliche 53 Gramm pro 100 Gramm.

Leinsamen haben es richtig drauf: Sie unterstützen nicht nur eine gesunde Verdauung und das Abnehmen, sie schützen zudem deine wichtigsten Organe und machen einfach glücklich. Probiere es aus und streue die Alleskönner öfter mal über dein Müsli!

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