Gut durch die Corona-Krise kommen
Gesund und fit im eigenen Zuhause
Das Coronavirus kann gefährliche Lungenentzündungen auslösen Anikin Dmitrii / Shutterstock.com

Corona-Virus vorbeugen Wie du die Ansteckung mit Covid-19 verhindern kannst

Gesund durch die Corona-Krise Diese 7 Tipps schützen dich und andere am besten vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus

Auch wenn die Corona-Pandemie unser privates und öffentliche Leben fest im Griff hat und berechtigte Ängste schürt, ist es wichtig, nicht aus den Augen zu verlieren, dass eine Infektion mit dem Corona-Virus, in der Fachsprache SARS-CoV-2, in den meisten Fällen nicht lebensgefährlich ist. Etwa 80 Prozent der Erkrankungen verlaufen sehr mild. Trotzdem ist es immens wichtig, sich und andere vor einer Infektion mit dem Virus, der schwere Lungenkrankheiten auslösen kann, zu schützen. Doch was bewahrt dich wirklich vor Ansteckung? Wir klären auf, was hilft und was nicht.

Was genau ist SARS-CoV-2?

SARS-CoV-2 gehört zur Familie der Corona-Viren, benannt nach der zackenförmigen Strukturder Viren, die an eine Krone oder einen Kranz erinnern, also eine "Corona". Es ist mit dem 2002 entdeckten SARS-Virus eng verwandt, darum heißt es Sars-Corona-Virus-2.

Gelangen die Viren in deinen Organismus, können sie unterschiedliche Erkrankungen auslösen. Es kann bei einer harmlosen Erkältung bleiben, aber auch eine möglicherweise lebensgefährliche Lungenentzündung ist möglich. Die durch SARS-CoV-2 verursachte Lungenerkrankung heißt Covid-19: Corona Virus Disease 19 (19 nach dem Jahr des ersten Auftretens 2019).

Tipp: Wenn du unterwegs bist und glaubst, dass du mit Viren Kontakt hattest, kann ein Handdesinfektionsmittel eine Infektion verhindern – das hilft übrigens auch gegen die "normalen" Grippeviren.

Das Coronavirus hat eine zackenförmige Oberfläche, die an eine Krone erinnert.
Corona Borealis Studio / Shutterstock.com
Das Coronavirus hat eine kranzförmige Oberfläche, daher der Name Corona (lat. Krone).

Wie überträgt sich das Corona-Virus?

Corona-Viren werden nach bisherigen Erkenntnissen ursprünglich von Tier zum Menschen übertragen. Mittlerweile weiß man aber, dass Covid-19 von Mensch zu Mensch übertragbar ist. SARS-CoV-2 wird meist durch eine Tröpfcheninfektion übertragen, also zum Beispiel durch Anniesen oder Anhusten. Es gibt aber auch immer mehr Hinweise, dass eine Ansteckung auch über oral-fokale Schmierinfektion geschehen kann, also etwa über das Anfassen einer Türklinke, die zuvor eine infizierte Person benutzt hat.

Welche Symptome löst Covid-19 aus?

Die Anzeichen erinnern stark an eine typische Grippe. "Wie andere respiratorische Erreger kann eine Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus zu Symptomen wie Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber führen, einige Betroffene leiden auch an Durchfall", so das Robert-Koch-Institut in einer Mitteilung. In selteneren, schwer verlaufenden Fällen kann es zu Beschwerden beim Atmen oder sogar zu einer Lungenentzündung führen.

Das Tückische bei Covid-19 ist, dass es zwar ab dem Infektionszeitpunkt ansteckend ist, die Inkubationszeit jedoch von 2 bis 14 Tagen betragen kann. Sprich: Infizierte sind bereits ansteckend, auch wenn sie sich noch gar nicht krank fühlen oder Symptome zeigen. Wenn du dich vor Ansteckung schützen willst, musst du also immer vorsichtig sein, nicht nur in Gegenwart von bereits erkennbar kranken Menschen.

Für wen ist Covid-19 besonders gefährlich?

Wie gesagt: Dramatisch gefährlich ist Covid-19 bislang nicht. Nur bei etwa 2 Prozent der Infizierten nimmt die Krankheit einen tödlichen Verlauf. Aber insbesondere ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen können unter schwereren Verläufen der Erkrankung leiden. Menschen unter 50 Jahren haben ein statistisch signifikant niedrigeres Risiko. Die meisten Todesfälle aufgrund von Covid-19 gab es bei Menschen, die älter sind als 50 Jahre, diese Kurve steigt nochmals an bei über 60-Jährigen.

Frauen zeigen dabei deutlich seltener schwere Verläufe als Männer. Das hängt wahrscheinlich zum einen mit dem etwas anderen Immunsystem zusammen. Der weibliche Körper kann oft Viren besser bekämpfen, so ist zum Beispiel bei Frauen die Immunantwort nach Impfungen im Vergleich zu Männern auch stärker. Zum anderen leben Frauen im Durchschnitt gesünder, rauchen weniger und leiden seltener an schweren Erkrankungen, die den Körper zusätzlich schwächen.

Aber jetzt bloß nicht leichtsinnig werden, du solltest dich trotzdem so gut schützen, wie es geht!

Wie kann ich mich vor der Infektion mit dem Corona-Virus schützen?

Du kannst auf verschiedene Weise aktiv deinen Schutz vor Ansteckung erhöhen und die Ausbreitung des Virus ausbremsen. Dazu ist es wichtig, dass du diese 7 Maßnahmen konsequent und richtig anwendest:

1. Wasche regelmäßig deine Hände!

Häufiges Händewaschen ist nach Meinung des RKI und der Weltgesundheitsorganisation die effektivste Methode, dich vor einer Ansteckung zu schützen. Doch das Händewaschen muss auch richtig sein: Damit du Viren wirklich von den Händen abwäschst, muss du sie mindestens 30 Sekunden lang waschen und mit Seife nicht nur die Handflächen, sondern auch die Fingerzwischenräume und den Handrücken gründlich reinigen.

Zum Abtrocknen solltest du keinesfalls das gleiche Handtuch nutzen wie andere. Feuchte Handtücher sind ideale Brutorte für Viren und Bakterien. Feuchte Rückstände auf der Haut übrigens auch, also immer auch sehr gründlich abtrocknen, auch zwischen den Fingern, am besten mit Papierhandtüchern oder unter einem Luftpuster. Nicht zuhause? Dann drehst du mit den Tüchern auch den Wasserhahn zu und fasst damit die Türklinke an, bevor du es wegwirfst und hinausgehst.

Regelmäßiges, gründliches Händewaschen hilft am effektivsten vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus
fongbeerredhot / Shutterstock.com
Gründliches Händewaschen, mindestens 30 Sekunden, ist die beste Vorbeugung gegen Ansteckung mit Covid-19.

2. Nicht ins Gesicht greifen!

Schärfe dir ein, dir nicht ständig mit den Händen ins Gesicht zu fassen. Viren können über den Kontakt mit den Schleimhäuten von Mund, Nase und Augen übertragen werden. So können Corona-Viren zum Beispiel auch in den Körper gelangen, wenn du sie am Finger hast und dir die Augen reibst.

3. Nutze regelmäßig ein Desinfektionsmittel!

Gerade unterwegs hast du oft keine Gelegenheit, deine Hände zu waschen. Dann hilft dir ein Handdesinfektionsmittel, dich vor einer Infektion zu schützen – übrigens auch mit Grippeviren. Aber Vorsicht: Nicht jedes dieser Desinfektionsmittel bietet auch wirklich Schutz. Checke auf der Verpackung, ob es gegen Viren und nicht nur gegen Bakterien schützt.

Beim Corona-Virus ist es außerdem wichtig, dass das Mittel „begrenzt viruzent“ ist. Hintergrund: Corona-Viren sind, wie auch die Grippeviren, sogenannte „behüllte Viren“. Ihre Hüllen machen sie empfindlich und leicht angreifbar, deshalb genügen „begrenzt viruzide“ Mittel aus, um sie abzutöten. Vorsicht! Im Moment sind die Desinfektionsmittel sind vielerorts ausverkauft, werden aber nachproduziert. Bestelle nicht aus Verzweiflung zu Wucherpreisen bei dubiosen Händlern im Internet!

Auch wichtig: Desinfektionsmittel greifen den Säureschutzmantel der Haut an. Zu häufiger Kontakt mit Desinfektionsmitteln machen ihn empfindlich. Er kann seine Schutzfunktion verlieren, mit dem Ergebnis, dass es Viren leichter haben, ihn zu überwinden und in den Körper einzudringen. Also nicht zu häufig desinfizieren!

4. Halte Abstand zu erkrankten Mitmenschen!

Zeigen Leute in deinem Umfeld Symptome wie Niesen oder Husten, halte lieber einen Mindestabstand von etwa 2 Metern. Die Deutsche Gesellschaft für Infektiologie (dgi) geht davon aus, dass du über einige Zeit Kontakt auf einer Entfernung unter einem Meter haben muss, um dich bei Infizierten anzustecken.

Anikin Dmitrii / Shutterstock.com
Ein Mundschutz ist in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens inzwischen Pflicht

5. Beachte die gute alte Nies- und Husten-Etikette!

Du hast als Kind gelernt, beim Niesen die Hand vor den Mund zu halten? Nett gemeint, aber leider gelangen dadurch die Viren auf die Handinnenflächen. Das dortige warm-feuchte Milieu bietet ihnen optimale Bedingungen zur Vermehrung. Durch Händeschütteln oder Türklinken gelangen sie auch bequem zum nächsten Opfer. Darum niest und hustest du besser in deine Armbeuge, und drehst dabei deinen Oberkörper von anderen Menschen weg. Weise auch andere Menschen mit Symptomen darauf hin.

6. Trage einen Mundschutz!

Vor allem für Menschen mit Erkältungs- und Grippesymptomen ist ein Mundschutz ein absolutes Muss: Wenn sie unwillkürlich niesen müssen, schützt er die Umstehenden vor einer Tröpfcheninfektion. Deshalb ist es absolut richtig und sinnvoll, dass ab sofort Maskenpflicht in Bussen, Bahnen und in Geschäften gilt, und du solltest dich unbedingt daran halten.

Zwar weisen Experten immer wieder darauf hin, dass man beim Tragen Mundschutzes andere, aber nicht sich selber schützt. Aber es mehren sich die Hinweise, dass der Schweregrad einer Infektion mit der Menge der eingeatmeten Viren korrelieren könne. Eine Maske könnte dazu beitragen, dass dein Körper bei Kontakt mit einem Infizierten weniger Viren aufnimmt.

Ganz wichtig: Wiege dich mit einer Maske vor Nase und Mund nicht in falscher Sicherheit! Um eine Ansteckung zu verhindern, sind zentrale Hygienemaßnahmen wie das regelmäßige Händewaschen und das Abstandhalten von deinen Mitmenschen unerlässlich.

Wobei dir Gesichtsmasken zudem helfen können, ist zu verhindern, dass du dir unbewusst ständig ins Gesicht fasst und so mit kontaminierten Händen Mund-, Nasen- oder Augenschleimhäute berührst.

Auch Mundschutzmasken sind derzeit an vielen Stellen ausverkauft. Da du sie wie gesagt kaum benötigst, solltest du auch hier keine Panikkäufe zu Wucherpreisen im Internet tätigen! Wie du dir eine Maske selber nähst, erklären wie dir hier:

7. Bleib zuhause!

Auch wenn die Regierung einige Bestimmungen langsam lockert und immer mehr Läden wieder öffnen: Um dich und andere zu schützen und um die Ausbreitung der Corona-Viren in Deutschland nicht neu zu entfachen, solltest du nur dann das Haus verlassen, wenn es wirklich notwendig ist. Wichtige Lebensmittel einkaufen, draußen auf sicherer Distanz zu den Mitmenschen Sport treiben sind okay, der Weg zur Arbeit oder zum Arzt keine Frage, aber auf unnötige Wege solltest du nach wie vor verzichten.

Wie gut kennst du dich beim Thema Corona aus?

1 von 10 Fragen
Wofür steht die Abkürzung COVID-19?
Corona Virus Documentation 2019
Corona Virus Disease 2019
Corona Virus 2019
Corona Disease 2019
Was sind Coronaviren?
Coronaviren wurden zum ersten Mal im Dezember 2019 in China entdeckt und lösen bei Menschen Husten aus.
Coronaviren wurden erstmals 2003 entdeckt. Sie können nur von Mensch zu Mensch übertragen werden und lösen Erkältungskrankheiten aus.
Coronaviren wurden erstmals in den 1960er Jahren entdeckt. Sie können bei Menschen Erkältungskrankheiten oder schwerere Krankheiten auslösen.
Coronaviren sind Viren die von Tieren auf den Menschen übertragen werden und hauptsächlich Durchfall auslösen.
Wie erfolgt eine Infizierung mit Coronaviren?
Die Infizierung erfolgt über das Trinkwasser.
Die Infizierung erfolgt über die Luft.
Die Infizierung erfolgt über die Haut.
Die Infizierung erfolgt hauptsächlich über die Schleimhäute in Mund und Nase.
Wie lange ist die Inkubationszeit bei einer Infektion mit Coronaviren?
Die Inkubationszeit liegt zwischen 5 und 14 Tagen.
Die Inkubationszeit beträgt 3 Tage.
Die Inkubationszeit liegt zwischen 10 und 30 Tagen.
Die Inkubationszeit liegt bei einem Tag.
Gibt es einen Impfstoff gegen COVID-19?
Ja.
Nein, aber daran wird geforscht.
Nein, ein Impfstoff kann grundsätzlich nicht hergestellt werden.
Ja, aber nicht in Deutschland.
Welche Altersgruppen sind von COVID-19 betroffen?
Alle Altersgruppen können sich infizieren und erkranken.
Nur alte Menschen ab 60 können sich infizieren und erkranken.
Nur junge Menschen unter 50 können sich infizieren und erkranken.
Nur Babys können sich infizieren und erkranken.
Wie lange halten sich Coronaviren auf Oberflächen aus Glas und Plastik? (z.B. dem Handy)
Bis zu 24 Stunden.
Bis zu 10 Tagen.
Bis zu 5 Stunden.
Bis zu 72 Stunden.
Wo kann man sich auf Coronaviren testen lassen?
Man wendet sich bei einer vermuteten Infektion an seinen Hausarzt.
Man wendet sich bei einer vermuteten Infektion an die speziell eingerichtete Hotline.
Man wendet sich bei einer vermuteten Infektion an seinen HNO.
Man wendet sich bei einer vermuteten Infektion an die Notaufnahme.
Welches dieser Länder ist KEIN offizielles Risikogebiet für COVID-19?
Ägypten
Frankreich
Österreich
Indien
Helfen Antibiotika bei einer Erkrankung mit Coronaviren?
Ja, sie beschleunigen den Heilungsprozess.
Nein, Antibiotika wirken nicht gegen Viren sondern lediglich gegen bakterielle Infektionen.
Nein, Coronaviren sind gegen unsere Antibiotika resistent.
Ja, sie beugen einer Erkrankung sogar vor.

Wie gefährlich ist Covid-19?

Für gesunde Menschen ist das neue Virus nicht gefährlicher als eine Grippe. "Todesfälle traten bisher vor allem bei Patienten auf, die älter waren und/oder zuvor an chronischen Grunderkrankungen litten. Derzeit liegt der Anteil der Todesfälle an den labordiagnostisch bestätigten Erkrankungen bei etwa 2 Prozent, es ist aber wahrscheinlich, dass dieser Anteil tatsächlich geringer ist, weil sich die Daten auf hospitalisierte Patienten beziehen", so das RKI, in einer Mitteilung vom 10.2.2020.

Eine Grippeimpfung wird vom Bundesgesundheitsministerium deshalb nach wie vor empfohlen, auch, um die Identifizierung des Corona-Virus bei Menschen mit Krankheitssymptomen zu erleichtern.

Um dich und andere zu schützen, ist regelmäßiges Händewaschen und Abstand halten am effektivsten. Trage ein Handdesinfektionsmittel und einen Mundschutz stets bei dir. Lass dich nicht von Panikmacherinnen anstecken, sondern sorge besonnen auf Abstand und Schutz.

Dieser Artikel kann Links zu Anbietern enthalten, von denen Women's Health eine Provision erhält. Diese Links sind mit folgendem Icon gekennzeichnet:
Zur Startseite
Das könnte dich auch interessieren
Ein Visier allein, ohne Mund-Nasen-Schutzmaske, schützt ein Visier nicht optimal vor Coronaviren
Health
Mund-Nasen-Schutzmasken aus Baumwolle müssen nach jedem Waschen gut getrocknet werden
Gesund leben
Joggen mit Mund-Nasen-Schutzmaske
Health
20-40 % der Menschen sind für ASMR empfänglich und können dadurch besser einschlafen und entspannen.
Gesund leben