Intimpflege Frauen Mit diesen Tipps machen Sie Ihre Vagina gesund und glücklich

Ihre Vagina liebt Baumwollslips, zum Glück gibt es die auch in sexy © Denis Production.com / Shutterstock.com

Hier erfahren Sie, was Ihre Vagina geschmeidig und gesund hält. Diese Tipps helfen, fieses Jucken, Schmerzen und andere Beschwerden zu vermeiden

Wenn es Ihrer Vagina gut geht, denken Sie gar nicht so viel über sie nach. Sie fühlen sich sicher, selbstbewusst und sexy. Geht es ihr aber schlecht, reagiert sie mit fiesem Jucken, Schmerzen und lässt Sie in Schamgefühlen versinken. Sex? No way! Leider gibt es vieles, das sie verärgern kann. Um das zu verhindern, sollten Sie diese 10 Intimpflege-Tipps unbedingt kennen:

1. Die Intimpflege fängt beim Sex an

Benutzen Sie mit neuen Partnern Kondome. Dieser Tipp soll keine Erinnerung daran sein, dass Kondome den einzigen wirklichen Schutz vor übertragbare Geschlechtskrankheiten bieten. Was Sie bisher vielleicht noch nicht wussten: Kondome helfen, den pH-Wert Ihrer Vagina während des Geschlechtsverkehrs konstant zu halten. Und das ist sehr wichtig: Nur bei einem optimalen pH-Wert können die „guten“ Bakterien in Ihrer Scheide ihre Funktion optimal erfüllen und Sie vor Scheidenpilz, Harnwegsinfekten und „schlechten“ Bakterien beschützen.

2. Auch die Wahl der richtigen Unterhose ist Intimpflege

In Bezug auf Unterwäsche hat Ihre Vagina eine ganz klare Präferenz: Tragen Sie Baumwolle. Deren Vorteil vor synthetischen Stoffen ist ganz klar ihre Atmungsaktivität. Baumwolle ist luftdurchlässig und absorbiert Feuchtigkeit. Tipp: Wenn Sie alleine Zuhause sind, sollten Sie für eine gute Belüftung ruhig mal „unten ohne“ rumlaufen.

3. Sogar Gleitgel kann die Intimhygiene unterstützen

Nicht erst mit Beginn der Menopause droht Scheiden-Trockenheit. Antihistaminika, also Medikamente gegen allergische Reaktionen, Antidepressiva und manche Anti-Babypillen können das ebenso verursachen. Auch nach einer Geburt klagen viele Frauen über eine trockene Scheide.

Sollte das der Fall sein, reden Sie unbedingt mit Ihrem Partner darüber und benutzen Sie Gleitgel. Es macht die Scheide geschmeidiger und schützt sie vor schmerzhaften, wunden Stellen, in die Bakterien eindringen könnten. Und mehr Spaß beim Sex bringt es auch!

4. Übertreiben Sie es nicht mit der Intimpflege

Aufwändiges Waschen und Spülen der Vagina mit speziellen Produkten ist nicht nur unnötig – es kann sogar schaden. Sie haben es bestimmt schon mal gehört: Ihre Vagina reinigt sich tatsächlich selbst, und zwar mit Hilfe ihrer natürlichen, gesunden Bakterien in der Scheidenflora. Also, stören Sie dieses harmonische Gleichgewicht nicht durch Chemikalien in Vaginal-Reinigungsprodukten. Lassen Sie diese lieber weg. Sie riskieren sonst Juckreiz und Entzündungen.

Achten Sie stets darauf, dass es Ihrer Vagina gut geht - aber übertreiben Sie es nicht mit speziellen Hygieneprodukten © pathdoc / Shutterstock.com

5. Schützen Sie Ihre Vagina beim Radfahren

Dass in Ihrem Spinning-Kurs Gefahren für die Vagina lauern, haben Sie wohl nicht erwartet. Doch wenn Sie regelmäßig Cycling-Klassen besuchen, riskieren Sie Taubheitsgefühle, Schmerzen und (ungutes) Kribbeln in den Genitalien. Eine im Journal of Sexual Medicine veröffentlichte Studie über weibliche Radfahrerinnen bestätigte, dass die Mehrzahl der Frauen, die regelmäßig im Sattel sitzen, unter diesen Symptomen leiden. Wenn also auch Sie zu den Spinning-Fans gehören, legen Sie sich ein paar gepolsterte Sportshorts zu.

6. Meiden Sie Antibiotika, sie stören die Scheidenflora

Antibiotika können die Flora der Vagina signifikant beeinflussen. Denn Antibiotika bekämpfen nicht nur die schädlichen Bakterien, sondern auch die „guten“. Auch wenn Sie die Medikamente aufgrund einer entzündlichen Erkrankung nehmen müssen, hat das Einfluss auf die Bakterien in Ihrer Vagina. Und ist das Gleichgewicht dort aus der Balance, haben Scheidenpilze und andere Infektionen leichtes Spiel. Klar, wenn der Arzt Ihnen dringend dazu rät, sollte Sie Antibiotika nicht ablehnen. Aber nehmen Sie sie nicht leichtfertig ein.

7. Achten Sie auch beim Analsex auf Intimhygiene

Switchen Sie niemals vom Analsex zum Vaginalsex, ohne vorher das Kondom zu wechseln oder Ihren Liebsten zum Waschen zu schicken. Sonst bringen Sie Ihre Vagina mit einer Heerschar von Bakterien in Kontakt, die verschiedenste Infektionen auslösen können. Absolutes No-Go!

Nachlässige Hygiene beim Sex kann Jucken im Intimbereich zur Folge haben © pathdoc / Shutterstock.com

8. Greifen für die Intimpflege nie zu parfümierter Seife

Im Gegensatz zu unserer Haut verfügt unsere Vaginalflora über keine extra Schutzschicht, so dass Seife und andere Chemikalien wie Parfümstoffe sie besonders schnell austrocknen und irritieren können. Sie brauchen sich „untenrum“ wirklich nur mit warmen Wasser zu waschen, um sich „sauber“ zu halten. Wenn Sie unbedingt mehr wollen, dann nur reine, sanfte, unparfümierte Seifen.

9. Termine beim Gynäkologen sind auch gut für die Intimhygiene

Auch wenn Sie „untenrum“ keine Probleme haben, nicht schwanger und familiär bedingt keine Risikopatientin sind, sollten Sie an der jährlichen Vorsorge beim Gynäkologen festhalten. Nutzen Sie einmal im Jahr die Chance, über Verhütungsmethoden, Fruchtbarkeit und Geschlechtskrankheiten zu sprechen. Da Gebärmutterhalskrebs anfangs keine Schmerzen verursacht, sind Sie zudem mit dem jährlichen (für Frauen über 20 Jahren) kostenlosen Früherkennungs-Pap-Test auf der sicheren Seite.

10. Ein trainierter Beckenboden hilft auch der Vagina

Trainieren Sie Ihren Beckenboden nicht nur nach einer Geburt, sondern täglich. Davon profitiert nicht nur der Beckenboden selbst, sondern auch Blase und Darm, und, ja, auch ein Orgasmus kann dadurch intensiver erlebt werden. Tipp: Aktivieren Sie zu 3 Gelegenheiten täglich 10-mal hintereinander Ihren Beckenboden und halten Sie die Spannung jeweils 5 Sekunden lang. Das kostet Sie nicht mehr als 3 Minuten pro Tag – das sollte machbar sein, oder?!

Sie sehen also: Intimpflege bei Frauen hat viele Aspekte. Um Ihre Vagina gesund zu halten, braucht es mehr als nur die richtige Reinigung. Auch Sexpraktiken, Medikamente und Ihre Sportroutine tragen wesentlich dazu bei, dass Ihre Vagina sich wohl fühlt und Sie mit einem guten Körpergefühl belohnen kann.

24.08.2018| Christine Naefeke © womenshealth.de
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