Spinning Powertraining auf dem Indoor Bike

Ausdauer durch Auspowern! So pusht Spinning Ihre Kondition. © Bojan Milinkov / Shutterstock.cpm

Indoor-Cycling ist das Power-Workout schlechthin. Wir sagen Ihnen, was Spinning ist, wie Sie richtig trainieren und welche Benefits Sie davon haben

Egal ob zum Abnehmen, Ausdauer verbessern, Beine und Arme trainieren oder einfach um mal Dampf abzulassen, egal ob im Sommer oder Winter: Spinning ist ein echter Evergreen unter den Workouts. Und das aus gutem Grund:

Was ist Spinning?

Spinning ist ein Ausdauertraining auf speziell dafür entwickelten, fest montierten Fahrrädern, sogenannten Rad-Ergometern. Das Training wird meist in einer Gruppe von 20-40 Personen durchgeführt und von einem Trainer angeleitet. Die Trainingsgruppe fährt so in Intervallen bei motivierender Musik zur Traumfigur. Je nach Kurs und Leistungsniveau werden beim Spinning außerdem auch super-intensive Sprints gemacht und sogar Hanteln eingesetzt. Spinning ist also die perfekte Kombination aus Fettverbrennung und gleichzeitigem Muskelaufbau. Den Abschluss sollte beim Spinning eine kleine Stretching-Runde bilden, um den Körper runterzufahren und Muskelkater zu vermeiden.

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Wie effektiv ist Spinning?

Spinning ist nicht ohne Grund eines der beliebtesten Workouts. Beim Indoor Cycling verbrennen Sie nicht nur ordentlich Kalorien und kurbeln die Fettverbrennung an, sondern tun auch Ihrer Ausdauer und Beinmuskulatur etwas Gutes.

Genau deshalb spricht Spinning so viele Menschen an. Egal ob Sie abnehmen wollen, sich auspowern oder Ihre Kondition fürs nächste Tennisturnier aufbessern: Spinning ist immer die richtige Wahl. Auch für diejenigen, die schon länger keinen Sport mehr gemacht haben, eignet sich Spinning gut. Denn die Intensität des Trainings wählt jeder Kursteilnehmer selbst. An jedem Ergometer ist der Widerstand individuell einstellbar und auch während des Trainings anpassbar. In Kombination mit einem Pulsmesser können Sie perfekt das Herz-Kreislauf-System trainieren und schaffen schonend den Einstieg in den Sport.

Spinning ist schonend für die Gelenke. © Jacob Lund / Shutterstock.cpm

Schonend ist beim Spinning sowieso ein wichtiges Stichwort. Anders als andere Ausdauersportarten, wie zum Beispiel Joggen, ist Spinning extrem gelenkschonend. Wer Probleme mit den Knien, dem Rücken oder der Hüfte hat, kann Spinning ganz ohne Bedenken ausprobieren, da die Übersetzung dank des Schwungrades des Ergometers deutlich flüssiger ist, als bei einem normalen Straßenfahrrad. Das Treten der Pedale ist dadurch sehr gleichmäßig möglich und schont die Gelenke außerordentlich.

Was wird beim Spinning trainiert?

Wer einen Spinningkurs besucht, wird vor allem seine Ausdauer verbessern. Durch das Intervalltraining, also eine Abfolge von schnellen Sprints und langsameren, aber dafür kraftintensiveren "Bergfahrten“ wird das Herz-Kreislauf-System so richtig gefordert. Handtuch nicht vergessen, denn hier fließt der Schweiß garantiert!

Noch ein guter Grund, zum Spinning zu gehen, ist, dass der Po richtig schön geformt wird, denn Indoor Cycling zielt voll auf die Gesäßmuskulatur ab. Für einige Frauen sicherlich ein willkommener Aspekt des Trainings!

Heutzutage ist Spinning aber viel mehr als nur in die Pedale treten. Die Trainer kombinieren das Radeln mit Armbewegungen, die sowohl den Rücken, als auch die Arme und die Koordination schulen. Oben drauf kommen oft auch Hanteln zum Einsatz, um ein ausgewogenes Ganzkörper-Workout zu garantieren.

Am Ende einer Spinningstunde sollten Sie sich auf jeden Fall noch dehnen, um Muskelkater am nächsten Tag zu vermeiden. Das Spinning-Bike bietet dafür die perfekte Grundlage: ein Bein auf den Lenker oder auf den "Gepäckträger“ und schon können Sie die Muskeln gut dehnen.

Wie viele Kalorien verbrenne ich beim Spinning?

Machen wir uns nichts vor: Spinning ist auch für sportliche Menschen brutal anstrengend. Aber der ganze Schweiß und der Krafteinsatz lohnen sich so richtig. Denn pro Spinning-Stunde verbrennen Sie gut und gerne zwischen 400 und 700 Kalorien. Da wird ordentlich Fett verbrannt!

Doch nicht nur die Kalorienbilanz lässt Sie das Studio beschwingt verlassen, auch die Endorphine, die während der Stunde freigesetzt werden, sind ein echter gute Laune-Booster. Viele Studios bieten ihren ersten Kurs schon um 7 Uhr morgens an: So starten Sie beschwingt und energiegeladen in den Berufsalltag.

Spinning ist aber nicht nur für die körperliche Fitness ein Super-Training, sondern auch für die mentale Stärke ein echter Hit. Bei kaum einem anderen Workout können Sie so viel Stress abbauen wie beim Spinning. Beim Indoor Cycling bekommen Sie besonders nach einem vollgepackten und stressigen Arbeitstag perfekt den Kopf frei, denn die Gruppe und der Instructor treiben Sie zu Höchstleistungen an.

Das Training in der Gruppe pusht Sie zu Höchstleistungen. © Bojan Milinkov / Shutterstock.cpm

Das brauchen Sie fürs Spinning

Spinning wird meist in einem Fitnessstudio in einer Trainingsgruppe gemacht. Für den Spinning-Kurs brauchen Sie ein Handtuch und fürs Ergometer geeignete Schuhe. Das Gute: Die meisten Studios bieten als Serviceleistung schon ein Handtuch und Fahrradschuhe an. Hierbei kommt es darauf an, ob Sie spezielle Fahrradschuhe benötigen, die sich einklicken lassen, oder normale Sportschuhe. Fragen Sie am besten vor Ihrer ersten Stunde im Studio nach, was Sie brauchen.

Kleidungstechnisch sollten Sie, soweit Sie sich damit wohlfühlen, zu eng am Körper anliegende Kleidung greifen. So besteht nicht die Gefahr des Verhedderns. Ein weiterer Pluspunkt enger Kleidung ist das bessere Körpergefühl und die Bewegungsfreiheit.

Tipp: Die Bike-Marke Uglyfrog hat tolle Rad-Outfits im Sortiment, die Indoor-geeignet sind und in vielen stylischen Mustern angeboten werden. Zum Beispiel dieses kurze Trikot-Set mit Herzen (ab 34 Euro bei amazon.de)

Für die passende Musik sorgt dann der Trainer. Probieren Sie am besten verschiedene Kurse aus, um zu sehen, welcher Trainer Ihnen am meisten zusagt. Denn: Jeder Trainer hat seine eigene Playlist und eine eigene Trainingsabfolge. So wird das Spinning zum echten Erlebnis!

Spinning 2.0.: Hicycle, Soulcycle, Becycle und Co.

In New York ist Spinning längst zum Workout für alle supermodernen Frauen geworden. Kaum eine Business-Lady geht nicht vor oder nach der Arbeit zum Indoor Cycling. Auch am Wochenende sind die Studios mit Kursen von 80-150 Bikes gefüllt. Denn: Bei den neuen Spinning Konzepten à la "Soulcycle“ wird nicht nur Fahrrad gefahren, sondern gefeiert. Die Räume sind abgedunkelt, mit Discokugeln und Neonbeleuchtung ausgestattet. Die Musik ist absolut partytauglich und die Vibes unschlagbar. So wird aus anstrengendem Spinning eine echte Party auf dem Fahrrad.

Diese speziellen Spinning-Konzepte gibt es seit ein paar Jahren auch in Deutschland und nehmen immer mehr Städte ein. Von Hamburg über Berlin bis München: Spinning boomt!

Hicycle-Gründerin Michaela Cordes im Interview

Michaela Cordes hat das moderne Spinning von New York nach Hamburg-Eppendorf gebracht. Mit Hicycle bietet sie ein aufregendes Trainingserlebnis auf dem Indoor Bike.

Wieso wollten Sie eine andere Art von Spinning nach Hamburg bringen?

"Ich habe einige Jahre in New York City gelebt und dort eine Freundin zu Soulcycle begleitet, dem hippsten Spinning-Club der Stadt. Ich war direkt begeistert, denn der Kurs war extrem anstrengend, aber gleichzeitig auch sehr motivierend und energiegeladen. So etwas hatte ich noch nie zuvor erlebt. Ich war überzeugt davon, dass genau so etwas noch in Deutschland fehlt. Da ich immer in Hamburg-Eppendorf gelebt habe, wollte ich den Frauen (und Männern) hier dieses besondere Training ermöglichen."

Beim Spinning voll im Fokus: Straffe Schenkel und ein knackiger Po. © Jacob Lund / Shutterstock.com

Was unterscheidet das Hicycle-Konzept von normalem Spinning?

"Die Stimmung ist eine ganz andere. Als ich 'normale' Spinningkurse besucht habe, wurden nur sehr sporadisch vom Trainer Anweisungen gegeben. Und auch die Musik war nicht wirklich mitreißend. Hicycle ist eine Party auf dem Bike – von der Beleuchtung, der Ausstattung und den Instructors ist alles auf Stimmung und gute Laune ausgerichtet. Das motiviert und treibt die Teilnehmer zur Bestleistung. Die eher dunkle Lichtsituation schafft außerdem mehr Privatsphäre. Jeder kann auf seinem Niveau trainieren, ohne auf dem Präsentierteller zu stehen."

Was muss ich beim Spinning als Einsteiger beachten?

"Ganz wichtig: Davor genügend essen und trinken! Denn beim Spinning wird die Fettverbrennung so richtig angekurbelt. Da braucht der Körper ausreichend Reserven, auf die er zurückgreifen kann. Und bitte auf jeden Fall auch etwas zu trinken in den Kurs mitbringen, damit der Körper nicht dehydriert.

Wer sich mit dem Bike noch nicht so ganz vertraut gemacht hat, für den bieten wir außerdem spezielle Einsteigerkurse, bei denen die Ergometer und die verschiedenen Intervalle noch mal implizit erklärt werden. Ansonsten habe ich nur einen Rat: Loslassen, Gas geben und Spaß haben!"

Gibt es Menschen, die nicht zum Spinning gehen sollten?

Sportbegeisterte, die frisch am Knie operiert wurden, sollten vor einem Hicycle Besuch Ihren Arzt konsultieren und sich beraten lassen, wie hoch sie den Widerstand am Bike drehen dürfen. Ansonsten gilt: Hicycle ist die vermutlich die gelenkschonendste Art, ein Cardio-Training zu absolvieren.

Spinning ist also der ideale Kalorienkiller mit Funfaktor! Wer ordentlich Kalorien verbrennen, dabei so richtig ins Schwitzen kommen und nebenbei noch richtig Spaß haben will, ist im Spinningkurs genau richtig. Hier können Sie unabhängig von Wetter, Jahreszeit und Fitnesslevel kräftig in die Pedale treten und die Endorphine zum Sprudeln bringen.

21.02.2019| © womenshealth.de
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