Egal ob zu Hause oder im Gym: Sie ist simpel, effektiv und lässt sich perfekt an dein Trainingslevel anpassen. In diesem Artikel erfährst du, warum die Glute Bridge ein absolutes Must-have in deinem Trainingsplan ist, welche Muskeln sie beansprucht, wie viele Kalorien du dabei verbrennst und welche Varianten es gibt.
Summary
- Schwierigkeitsgrad: Anfänger bis Fortgeschrittene
- MET-Wert: 3,5–4,5
- Hauptregion: Gesäß
- Equipment/Hilfsmittel: Keine
Was ist Glute Bridge und warum ist Beckenheben so effektiv?
Du suchst eine einfache, aber extrem wirksame Übung für dein Po-Workout? Dann ist die Glute Bridge (Beckenheben) genau das Richtige: Sie formt nicht nur deine Kehrseite, sondern stärkt gleichzeitig Rumpf und Rücken. Das Beste: Du kannst sie jederzeit und überall ausführen – auf der Matte, zu Hause oder im Gym.
Die einfache Brücke ist eine Übung, die du vielleicht noch aus dem Ballett- oder Schulsportunterricht kennst. Erinnerst du dich noch an das stolze Gefühl, wenn du es geschafft hast, Po und Becken kraftvoll vom Boden anzuheben? Keine Sorge: Heute musst du dich nicht mehr ins Holzkreuz stemmen, um deinen Po zu trainieren. Im Gegenteil – es reicht, dein Becken gezielt nach oben zu drücken. Und genau das machen Glute Bridges. Ihr englischer Name bedeutet übrigens so viel wie "Gesäßbrücke" und trifft es ziemlich genau.
Diese Muskeln werden beansprucht
Die Glute Bridge gehört zu den besten Übungen, um den Unterkörper gezielt zu formen und zu kräftigen. Dabei ist sie besonders effektiv für den Po, aber nicht nur. Du trainierst mehrere Muskelgruppen gleichzeitig, was die Übung so vielseitig und funktionell macht.
- Gluteus maximus (großer Gesäßmuskel): Er ist der Star dieser Übung und sorgt für die gewünschte Form und Kraft im Po.
- Gluteus medius und minimus: Unterstützen die Stabilität der Hüfte.
- Hamstrings (Beinbeuger): Arbeiten mit, besonders beim Anheben der Hüfte.
- Unterer Rücken: Sorgt für Stabilität, ohne dabei zu überlasten.
- Core-Muskulatur: Bauchmuskeln spannen mit an, um die Bewegung sauber auszuführen.
So bringst du Po und Oberschenkel in nur 15 Minuten am Tag in Topform

Effektives Po-Workout: Mit der Glute Bridge stärkst du Gesäß- und Rumpfmuskulatur – hier mit Mini-Band und Erhöhung für noch mehr Intensität.
MET-Wert und Kalorienverbrauch
Die Glute Bridge hat einen MET-Wert von 3,5 bis 4,5, abhängig von der Intensität und ob zusätzliches Gewicht genutzt wird. Das bedeutet:
- Bei 60 kg Körpergewicht verbrennen 10 Minuten Glute Bridges etwa 30–50 kcal,
- bei fortgeschrittenem Training mit Zusatzgewicht können es auch 60–70 kcal sein.
Das klingt vielleicht nicht nach einem Mega-Kalorienkiller wie Sprinten – aber der wahre Vorteil liegt in der Muskulatur, die du aufbaust.
Funktionale Alltagsvorteile
Die Glute Bridge ist nicht nur ein Fitness-Trend, sie hat im Alltag einen enormen Nutzen. Viele Frauen unterschätzen, wie sehr ein starker Po und eine stabile Hüfte die Lebensqualität beeinflussen.
Bessere Haltung: Regelmäßiges Beckenheben aktiviert die Gesäßmuskeln, bringt die Hüfte in eine stabile Position und reduziert die typische Belastung im unteren Rücken durch langes Sitzen.
Weniger Rückenschmerzen: Ein starker Gluteus entlastet die Lendenwirbelsäule und wirkt wie ein Gegenmittel zu verspannten Hüftbeugern und Rückenschmerzen.
Stabile Hüfte und Becken: Vor allem Frauen profitieren von kräftigen Hüft- und Beckenstrukturen – etwa beim Tragen von Kindern, beim Laufen oder bei sportlichen Aktivitäten.
Sichtbare Form und Straffung: Die Übung sorgt für runde, straffe Kurven und unterstützt einen wohlgeformten Po.
Mehr Power im Alltag: Ob Treppensteigen oder schwere Einkaufstüten – dein Hintern arbeitet mit und macht Alltagsbewegungen leichter.
Mehr Selbstbewusstsein: Ein starker, funktionaler Körper gibt dir ein neues Gefühl von Stärke und Attraktivität.
Stärkerer Beckenboden: Die Aktivierung dieser Muskulatur ist besonders wertvoll nach einer Schwangerschaft und unterstützt die Körpermitte insgesamt.
Nachteile der Glute Bridge
Die Glute Bridge wird oft mit zu viel Schwung oder einem zu starken Hohlkreuz ausgeführt, was den unteren Rücken belastet und die Gesäßaktivierung reduziert. Viele Frauen drücken sich über den Rücken statt über die Fersen hoch oder lassen die Knie nach innen kippen. Dadurch verliert die Übung an Effekt und kann zu Hüft- oder Kniebeschwerden führen. Ohne saubere Beinachse und kontrollierte Bewegung leidet die gesamte Übungsausführung.
Die richtige Ausführung
Die Glute Bridge wirkt simpel, ihre Wirkung kommt aber nur durch präzise Technik. Das Ziel ist: maximale Aktivierung der Gesäßmuskulatur ohne unnötige Belastung im unteren Rücken.
Step-by-Step-Anleitung für die Bridge-Übung
Leg dich mit dem Rücken auf eine Matte. Die Knie sind angewinkelt, Füße hüftbreit aufgestellt, die Fersen in etwa unter den Knien (ein bisschen näher oder weiter weg verändert die Belastung, dazu gleich mehr). Die Arme liegen entspannt seitlich am Körper, Handflächen Richtung Boden. Blick nach oben, Nacken neutral, zieh nicht am Kopf.
- Spannung aufbauen: Atme ein, zieh den Bauchnabel leicht Richtung Wirbelsäule (aktive Core-Anspannung), und stell dir vor, du verschließt deine Rippen nach unten, damit der untere Rücken nicht ins Hohlkreuz fällt.
- Hüfte heben: Drücke bewusst über die Fersen in den Boden und rolle die Hüfte nach oben, bis dein Körper von Schulter über Hüfte bis zu den Knien eine gerade Linie bildet. Der Antrieb kommt aus den Gluteus-Muskeln, konzentriere dich darauf, den Po oben fest zusammenzuziehen.
- Oben halten: Halte die oberste Position 1–3 Sekunden (anfangs genügt 1–2 Sekunden), atme dabei weiter kontrolliert.
- Kontrolliertes Absenken: Senke die Hüfte langsam und kontrolliert ab, nicht fallen lassen. Ideal sind 2–3 Sekunden für die Abwä Lass die Hüfte den Boden leicht berühren (oder knapp darüber) und wiederhole.
Fußposition und Muskelaktivierung: Sind deine Schienbeine senkrecht, aktivierst du maximal den Gluteus maximus (Po-Muskel). Stellst du Füße näher an den Po geht die Belastung stärker auf die Oberschenkelvorderseite, sind die Füße weiter weg vom Po, aktivierst du die Hamstrings (Beinbeuger).
Dos und Don’ts
Regelmäßig üben, aber richtig! Die Glute Bridge sieht leicht aus, doch viele machen entscheidende Fehler. Halte dich an diese Grundregeln:
Die häufigsten Fehler und deren Lösung
Obwohl die Glute Bridge simpel aussieht, gibt es typische Fehler, die viele Frauen machen. Weil der Fokus zu schnell auf mehr Wiederholungen oder mehr Gewicht gelegt wird, bevor die Basis stimmt. Außerdem ist das Gefühl für die richtige Spannung im Po am Anfang ungewohnt. Das Problem: Fehler reduzieren nicht nur die Effektivität, sondern können auch zu Schmerzen im Rücken oder Nacken führen. Damit dir das nicht passiert, findest du hier die häufigsten Stolperfallen und wie du sie behebst.
Checkliste für Anfänger
Gerade als Einsteigerin ist es wichtig, die Glute Bridge sauber zu lernen. Viele Frauen unterschätzen, wie sehr kleine Details den Unterschied machen. Damit du sicher, effektiv und schmerzfrei trainierst, befolge diese Punkte:
- Starte ohne Gewicht: Perfektioniere erst die Technik, bevor du dich an Hanteln wagst.
- Fußposition prüfen: Die Füße sollten hüftbreit stehen, Fersen unter den Knien.
- Bewegung aus der Hüfte: Drücke nicht mit dem unteren Rücken, sondern aus dem Po.
- Spannung im Core: Bauch anspannen, um die Lendenwirbelsäule zu schützen.
- Atmung: Beim Anheben ausatmen, beim Absenken einatmen.
Varianten der Glute Bridge
Die Glute Bridge ist als Po-Übung unglaublich vielseitig und lässt sich perfekt an dein Trainingslevel und deine Ziele anpassen. Egal ob du Anfängerin bist oder schon länger trainierst, es gibt für jede die passende Variante.
Die Basis-Variante: Du liegst auf dem Rücken, stellst die Füße hüftbreit auf und hebst das Becken kraftvoll nach oben. Perfekt für den Einstieg und als Aktivierungsübung vor schweren Bein- oder Po-Workouts.
Das ist die gesteigerte Version der Glute Bridge, also für Fortgeschrittene geeignet. Hier liegen deine Schultern auf einer Bank, wodurch der Bewegungsradius größer wird und die Po-Muskeln noch intensiver arbeiten. Ideal für maximalen Muskelaufbau im Gluteus.
Glute Bridge mit Gewicht
Wenn du Fortschritte sehen willst, führt kein Weg an Zusatzgewicht vorbei.
- Langhantel: Klassiker im Gym für maximale Last.
- Kurzhanteln: Einfacher Einstieg, perfekt für zu Hause.
- Widerstandsband: Sorgt für zusätzliche Spannung und ein brennendes Finish.
Single-Leg Glute Bridge
Perfekt für Symmetrie und Balance. Du hebst ein Bein in die Luft und führst die Bewegung nur mit dem anderen aus. Spürst du, wie der Po arbeitet? Genau so soll es sein!

Einbeinige Glute Bridge mit Miniband: Diese Variante fordert Gleichgewicht, Rumpfstabilität und sorgt für noch mehr Spannung im Po-Training.
Glute Bridge und Hip Thrust im Vergleich
Eine Spezialvariante – wenn nicht sogar eine ganz eigene Trainingsaufgabe – ist die sogenannte Hip Thrust-Bewegung (englisch für Hüftstoß). Bei dieser Po- und Hüftübung ruhen deine Schultern und dein oberer Rücken auf einer Trainings- oder Fitnessbank – also nicht auf dem Boden. Statt deinen Po in die Höhe zu heben, senkst du ihn zum Boden ab, um ihn dann wieder nach oben zu bewegen. Diese Bewegung trainiert ähnliche Muskelgruppen wie die Glute Bridge. Da du allerdings eine Trainingsbank oder ein Podest dafür benötigst, ist sie nicht so einfach zu Hause durchzuführen. Im Krafttraining kommen zusätzlich Gewichte zum Einsatz, die du auf deinen Hüften ablegst. Selbstverständlich gibt es auch weitere Varianten dieser Hüftübung.
Eine Studie des Department of Sports and Exercise der West Texas University hat untersucht, welche der beiden Brücken-Übungen eine höhere Muskelaktivierung hervorruft, und kam zu dem Ergebnis, dass Hip Thrusts zwar eine höhere Aktivierung der Oberschenkelmuskulatur bewirken, Glute Bridges dagegen einen größeren Effekt auf das Wachstum des Gluteus maximus – also des Gesäßmuskels – haben.
Achtung: Hip Thrusts oder Glute Bridges mit Zusatzgewicht solltest du nicht allein durchführen, da das Verletzungsrisiko zu hoch ist.
Übungen für zu Hause
Keine Lust auf Gym? Kein Problem! Die Glute Bridge funktioniert auch perfekt im Wohnzimmer – ganz ohne Equipment. Hier ein paar Ideen:
- Bodyweight Glute Bridge: Einfach die Basis-Variante; langsam und bewusst ausführen.
- Single-Leg Glute Bridge: Perfekt für Fortgeschrittene, da sie intensiver ist.
- Glute Bridge March: Im oberen Punkt der Bridge im Wechsel die Knie anheben, mega für Stabilität und Core.
- Mini-Band Glute Bridge: Lege ein kleines Widerstandsband oberhalb der Knie an, um die seitlichen Po-Muskeln zusätzlich zu aktivieren.
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Progressionsweg mit Tipps
Die Glute Bridge ist am Anfang simpel, aber sie bietet viel Spielraum, um stärker, straffer und athletischer zu werden. Wenn du merkst, dass 15 Wiederholungen ohne Probleme gehen, ist es Zeit für den nächsten Schritt. So baust du Progression clever und sicher auf.
1. Starte mit der Basis – Körpergewicht beherrschen
- Bevor du an Zusatzgewicht denkst, muss die Technik perfekt sitzen.
- Ziel: 3 Sätze à 15–20 saubere Wiederholungen mit kontrollierter Spannung.
- Fokus: Halte oben die Spannung 1–2 Sekunden, um die Po-Muskeln richtig zu aktivieren.
2. Halte-Varianten einbauen
- Wenn normale Wiederholungen leicht fallen, erhöhe die Intensität durch Halten.
- Glute Bridge Hold: 20–30 Sekunden in der oberen Position bleiben.
- Iso-Pausen: Bei jeder Wiederholung 3–5 Sekunden oben halten.
3. Widerstandsbänder nutzen
- Mini-Bands um die Knie oder Widerstandsbänder über die Hüfte bringen sofort mehr Spannung ins Spiel.
- Tipp: Drücke die Knie aktiv nach außen, um die Abduktoren zu aktivieren.
- Benefit: Du trainierst nicht nur Po, sondern auch die Hüftstabilität.
4. Einbeinige Glute Bridge
- Wenn beide Beine zu einfach sind, hebe ein Bein in die Luft.
- Warum brutal effektiv? Du trägst das gesamte Körpergewicht auf einem Bein, was die Po-Muskeln extrem fordert.
- Achte auf: Hüfte gerade halten, kein Einknicken auf der einen Seite.
5. Steigere das Gewicht
- Jetzt kommt der große Gamechanger: Zusatzgewicht!
- Start: Leichte Kurzhantel auf die Hüfte legen.
- Nächster Step: Langhantel oder Gewichtsscheiben für echten Po-Progress
FAQ: Alles, was du über die Glute Bridge wissen musst
Nicht ganz. Die Glute Bridge wird meist am Boden ausgeführt, während der Hip Thrust mit dem Oberkörper auf einer Bank oder Erhöhung gemacht wird. Dadurch ist die Bewegung beim Hip Thrust größer und die Muskelaktivierung noch intensiver.
Ideal sind 2–3 Einheiten pro Woche. So gibst du den Muskeln Zeit zur Regeneration, aber trainierst sie regelmäßig genug für sichtbare Fortschritte.
Am Anfang nicht. Dein Körpergewicht reicht, um die Technik zu lernen. Aber für echten Muskelaufbau im Po sind Bänder, Kurzhanteln oder eine Langhantel langfristig sinnvoll.
Wenn du 2–3 Mal pro Woche sauber trainierst und die Intensität steigerst, kannst du nach 4–6 Wochen spürbare Verbesserungen in Form und Kraft feststellen.
Dann fehlt dir wahrscheinlich die Core-Spannung oder du überstreckst die Lendenwirbelsäule. Achte darauf, das Becken bewusst nach oben zu schieben und den Bauch leicht anzuspannen.
Ja, in den meisten Fällen ist das möglich – allerdings nur nach Rücksprache mit deinem Arzt. Vermeide zu viel Druck auf den Bauch und nutze ggf. ein Kissen zur Unterstützung.





